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Boeing füllt 2021 Auftragsbücher

Boeing 777-9
Boeing 777-9, © Fraport AG

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CHICAGO - Boeing hat seine Auftragsbilanz im vergangenen Jahr dank eines Comebacks des Krisenfliegers 737 MAX und einer Erholung der Luftfahrtbranche von der Corona-Krise stark verbessert.

Insgesamt erhielt der Airbus-Rivale 2021 nach eigenen Angaben vom Dienstag 909 Flugzeugbestellungen - mehr als doppelt so viele wie in den beiden Vorjahren zusammen. Unter Berücksichtigung von Stornierungen und Umbuchungen kamen unter dem Strich 535 Aufträge zusammen.

Airbus hatte am Vortag 507 Nettobestellungen für 2021 bekanntgegeben. Damit lag Boeing erstmals seit 2018 wieder vorn.

Allerdings verteidigten die Europäer ihre Spitzenposition bei den Auslieferungen mit weitem Abstand. Airbus übergab im vergangenen Jahr 611 Verkehrsflugzeuge an Kunden, bei Boeing waren es lediglich 340. Der US-Konzern erhielt zwar Anschub durch Frachtmaschinen und die Aufhebung von Startverboten für den Mittelstreckenjet 737 MAX, der nach zwei Abstürzen mit 346 Toten bis November 2020 nicht abheben durfte.

Jedoch wurde Boeing von neuen Problemen beim Modell 787 "Dreamliner" ausgebremst. Der Langstreckenjet kann wegen Produktionsmängeln schon seit Monaten nicht ausgeliefert werden.
© dpa | 11.01.2022 18:16

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Beitrag vom 12.01.2022 - 20:21 Uhr
Boeing überlebt, zum Glück, nur durch die Militärsparte.
Hätten die diese nicht gehabt, dann hätten wir ein Problem in der zivilen Luftfahrtwelt. Boeing wäre angesichts der Kosten und gezwungenen Produktionen pleite gegangen. Nur ein verbleibender Anbieter danach wäre schlimm geworden, denn auf absehbare Zeit wird es keinen internationalen Flugzeuganbieter in diesen Größenanordnungen geben wie es Airbus und Boeing heute sind.
Das Boeing, wie auch Airbus in der Krise weiter auf Teufel komm raus produzieren mussten, hatte nicht nur mit den Leasing Unternehmen als Abnehmer zu tun - die Zulieferer mussten aufgrund des langen Zertifizierungsweges erhalten bleiben.
Anders als in der Automobil Industrie, wo ein Armaturenbrett Anbieter mal schnell übernommen wird, ist das in der Luftfahrt nicht so. Hier dauern nach einer Übernahme alleine die Zertifizierungen bis zu fünf Jahre, vom dann gefertigten Artikel der noch mal 2 Jahre benötigt, ganz zu schweigen.
Beide haben also alles richtig gemacht. Airbus hätte so eine Schlamperei wohl den Kopf gekostet, aber das kommt bei denen zum Glück nicht vor. Und so haben wir auch weiterhin zwei Wettbewerber auf dem Markt. Gut so.


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