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Lufthansa Technik streicht 700 Jobs

Lufthansa Technik Hamburg
Lufthansa Technik Hamburg, © Deutsche Lufthansa AG

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HAMBURG - Nach monatelangen Verhandlungen haben sich die Lufthansa Technik, die Gewerkschaft Verdi und der Betriebsrat des Unternehmens auf eine Zukunft für die Triebwerksüberholung am Standort Hamburg verständigt.

Danach fallen in den nächsten Jahren 700 von 2.000 Arbeitsplätzen in Deutschland in diesem Bereich weg, teilte die Lufthansa Technik am Freitag mit. Das sei im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass moderne Triebwerke wartungsärmer seien.

Auf betriebsbedingte Kündigungen will die Lufthansa Technik verzichten und mit Frühverrentungen, Abfindungen und anderen sozialverträglichen Maßnahmen den Arbeitsplatzabbau über fünf bis sieben Jahre strecken.

Für die verbleibenden 1.300 Arbeitnehmer - davon 1.100 in Hamburg - verlängert sich die wöchentliche Arbeitszeit ohne Lohnausgleich von 37,5 auf 39,5 Stunden. Der Betrieb werde von zwei auf drei Schichten umgestellt, an sieben statt sechs Tagen in der Woche, teilte Lufthansa Technik mit.

Die Grundvergütungen und die Nacht- und Wochenendzuschläge blieben jedoch unverändert. Lediglich bei höher dotierten Altverträgen werde es zu Absenkungen kommen.
© aero.de, dpa-AFX | 22.07.2016 17:31

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Beitrag vom 25.07.2016 - 16:23 Uhr
LH Technik wartet Triebwerke von diversen Airlines. Die stehen alle unter einem enormen Kostendruck uns sehen sich nach Einsparmöglichkeiten um. Ein Flugzeug kann überall in der Welt gewartet werden wo die Technik entsprechend fortschrittlich ist. Lediglich die Kosten der Entfernung setzen hier eine gewisse Grenze im Verhältnis zum Wartungswert.

Nun ist Deutschland bekanntermaßen ein Hochlohnland. Es gibt genügend entwickelte Länder in denen die Lohnkosten bei 20 oder 30% von denen in Deutschland liegen. Das dort weder Lohnfortzahlung, bezahlter Urlaub noch hohe Sozialabgaben üblich sind sollte auch bekannt sein. Von den wöchentlichen Arbeitsstunden in der Gegend von mehr als 50 ganz zu Schweigen. Die können also leicht billiger sein.

Und jetzt zur Kernfrage von gpower: was ist die Alternative wenn immer mehr Kunden sagen ihr seid viel zu teuer wir gehen woanders hin. Die Preise ohne Rücksicht auf Verluste senken und die Verluste durch Erlöse aus dem Passagiergeschäft quer subventionieren? Dumm nur das bisher gerade LH-Technik einer der wesentlichen Gewinnbringer im Konzern ist/war und die Vorzeichen aus dem Passagiergeschäft eher düster aussehen.

Um nicht falsch verstanden zu werden, bin alles andere als begeistert das so viele Arbeitsplätze verloren gehen. In der Textilindustrie ist das schon vor 40 Jahren sang- und klanglos passiert. Hätte die Belegschaft nicht an einer (hoffentlich) langfristigen Lösung mitgearbeitet wäre vermutlich noch viel mehr den Bach herunter gegangen. In anderen Branchen wird oft gar nicht erst verhandelt sondern bekannt gegeben das die Fabrik schließt und Punkt aus. So wie jetzt in einer Zigarettenfabrik in der Oberpfalz. Ist ein schwerer Einschnitt aber die Überganslösungen sehen noch einigermaßen verträglich aus. Nicht alle haben solche Konditionen bei Betriebsschließungen.
Beitrag vom 25.07.2016 - 15:32 Uhr
Was wäre die Alternative?

Dieser Beitrag wurde am 25.07.2016 15:33 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 25.07.2016 - 13:13 Uhr
Verraten und verkauft = Ver.di


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