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UPS deckt sich mit gebrauchten Boeing 767 ein

UPS Boeing 767 Frachter
UPS Boeing 767 Frachter, © Boeing

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SEATTLE - FedEx und die US Air Force halten die 767-Linie in Everett unter Dampf. Andere Interessenten muss Boeing trotz bereits ausgedehnter Produktion auf Gebrauchtmarkt und Umbaufrachter verweisen. Jetzt hat UPS ihre ersten 767 aus Vorbesitz erstanden.

UPS habe "in den vergangenen Tagen" drei gebrauchte 767-300ER für den Umbau zu Frachtern gekauft, sagte Unternehmenssprecher Jim Mayer. Über Preis und Vorgeschichte der Flugzeuge schweigt UPS. Zumindest eine 767-300ER soll laut "Cargo Facts" von Japan Airlines stammen.

Als Airliner wird die 1982 vorgestellte 767 zwar zunehmend von 787 und Airbus A330 verdrängt, dafür ist das Flugzeug als Frachter umso gefragter. Atlas Air und Air Transport Services werden jeweils 20 gebrauchte 767 für Amazon betreiben. Noch verfügt UPS mit 59 767 über den größten Bestand, Konkurrent FedEx holt aber schnell auf.

Seit 2011 hat FedEx zur Modernisierung ihrer Frachterflotte 108 767-300F geordert und inzwischen die ersten 40 Exemplare erhalten. Die 767 bildet zudem die Basis für die neueste Tankergeneration der US Air Force, was Boeing langfristig bis zu 400 weitere Aufträge verspricht.

"Das ist einfach eine Investition in Kapazitäten, die wir für Wachstum benötigen", erklärte Mayer die Entscheidung für gebrauchte 767. Der Flugzeugbewerter Avitas taxiert die 767-300ER in einer Spanne von 9 Millionen US-Dollar für ein 20 Jahre altes Flugzeug bis 20 Millionen US-Dollar für eine zehn Jahre alte Maschine.

Boeing baut Produktion um 25 Prozent aus

Boeing erhöhte den Takt auf der 767-Linie 2016 von 1,5 auf 2,0 Flugzeuge pro Monat. Der nächste Schritt ist bereits geplant: im vierten Quartal wird Boeing das Programm um weitere 25 Prozent auf eine  Jahresproduktion von dann 30 Flugzeugen - 2,5 jeden Monat - hochfahren.

UPS hatte Boeing im Oktober einen Auftrag über 14 747-8F erteilt, mit denen der Konzern die boomende Logistiknachfrage in China und Hong Kong bedienen will.
© Bloomberg News, aero.de | Abb.: Boeing | 10.04.2017 09:39

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Beitrag vom 10.04.2017 - 15:14 Uhr
Super, Danke für die Aufklärung! :)
Beitrag vom 10.04.2017 - 12:10 Uhr
Warum ist eine 767 als Frachter extrem gefragt (=wirtschaftlich zu betreiben), für den Passagierverkehr aber ein Auslaufmodell?

Es gibt noch eine zweiten Grund: im Passagierverkehr werden die Maschinen in der Regel sehr intensiv genutzt, die Kerosinrechnung ist ein großer Kostenblock.
Ganz anders ist es bei den Paketspezialisten wie UPS, sie nutzen ihre Flugzeuge oft nur wenige Flugstunden pro Tag. Dann spielen die Kapitalkosten des Flugzeugs eine immer wichtigere Rolle. Eine für kleines Geld gekaufte und umgebaute 767 aus zweiter Hand ist für einen Hin- und Rückflug täglich genau das Richtige.
Beitrag vom 10.04.2017 - 11:18 Uhr
Es handelt sich um die Line Number 911, sie flog vorher für JAL. UPS hat sie bereits als N363UP registriert.


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