Boeing 777-9
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Lufthansa setzt auf Effizienz durch Vereinheitlichung

Boeing 777-9
Boeing 777-9, © The Boeing Company

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FRANKFURT -  Die Lufthansa arbeitet daran, die Grenzen zwischen ihren Airlines fließend zu gestalten. Daher will sie nun auch ihre neuen Boeing 777-9 so konfigurieren, dass sie bei verschiedenen Airlines eingesetzt werden können. In der A320-Europaflotte setzt der Konzern das Prinzip bereits um.

Ab 2019 werden alle A320 standardisiert ausgeliefert. Das Ziel: die Flugzeuge sollen ohne großen Aufwand zwischen den Airlines der Gruppe wechseln können. Laut dem Flotteneinkaufschef der Lufthansa, Jörg Hennemann, ist eine solche Einsatzflexibilität auch für die Langstrecke geplant.

"Im Langstreckenbereich haben wir ähnliches vor", sagte Hennemann. "Bei der Kabinenkonfiguration der neuen Boeing 777-9 wird ebenfalls der Aspekt der Standardisierung zu Grunde gelegt."

Zu einhundert Prozent übertragbar ist das Konzept der Standardisierung auf die Langstrecke laut Lufthansa-Sprecher Jörg Waber allerdings nicht. "Die Voraussetzungen sind nicht vergleichbar, da es auf der Langstrecke kein Muster gibt, das in dem Maße wie die A320 bei allen Airlines der Lufthansa Group geflogen wird", sagte der Sprecher aero.de.

Lufthansa hat 20 verbindliche Bestellungen für die Boeing 777-9. Die Flugzeuge sollen ab 2020 eintreffen, für 14 weitere 777-9 steht eine Auftragsbestätigung noch aus. Mit der 777X will Lufthansa ihre neue Business Class einführen. Die soll über die 777-9 hinaus früher oder später auch bei Austrian und Swiss zu finden sein.

Neben der Flottenstandardisierung setzt Lufthansa auch in einem anderen Gebiet auf Vereinheitlichung: so wird die Ausbildung der Nachwuchspiloten für alles Airlines der Gruppe seit 2018 in der European Flight Academy zusammengefasst.
© aero.de (boa) | Abb.: Lufthansa | 31.05.2018 09:09

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Beitrag vom 06.06.2018 - 16:14 Uhr
Ich versteh den Willen zum Sparen in der LH insofern das sie vielleicht vorhaben antizyklisch zu investieren wie man es ja in der Industrie auch of macht.
Das macht für eine Airline auch Sinn da Flugzeugbestellungen ja längerfristig geplant werden müssen und sich neue Kabinen bei einer Neubestellung ja anbieten.

Die Hochkonjunktur ist nicht zu unterschätzen da die Ansprüche der Kunden steigen, die Konkurrenz wächst, man die Nachfrage bewältigen muss etc.
Ich würde sagen das man in der Hochkonjunktur schneller unter die Räder gerät als in der Depression.
Beitrag vom 05.06.2018 - 16:49 Uhr
Ditto :-)
Beitrag vom 05.06.2018 - 15:02 Uhr
Das findet ja auch statt, nur eben intern und nicht beim Buhlen um den Kunden. Das wäre dann zu spät und kostet unnötig. Eine der Drei würde schlechter abschneiden als die Anderen.

Weshalb denn das Wettbewerbskonzept immer nur bei Spar und Effizienzübungen anwenden? Sparen und effizienter machen ist irgendwann mal ausgereizt (die berühmte ausgequetschte Zitrone). Ausserdem ist es langweilig :-). Wettbewerb hingegen ist spannend und meist auch produktiv. Ich gebe Ihnen aber recht, dass man einen Weg finden muss diesen auch effizient zu organisieren.

Ich sage nicht, dass nicht investiert werden soll. Es wird doch auch investiert.

Stimmt, was glauben Sie wie ich gejubelt habe als LH ihre Flottenerneuerung bekannt gegeben hat. Besonders das auch 779 bestellt werden und man quasi als erster dabei ist fand ich cool. Auch als die neue C enthüllt wurde oder als man bei AB recht forsch zugegriffen hat und man bei Alitalia im sehr gesundem mass mitmischt, fand/finde ich gut. Endlich ist wieder drive in diesem Laden und man jammert etwas weniger über die Golfer und LCC.

Nur kann man bei der Investition Synergien nutzen und Kosten sparen. Das meinte ich mit gespartem Euro, war wohl unklar ausgedrückt.

Völlig ihrer Meinung. Nur bis wohin die Integration führen sollte bevor die Multi-Brand Strategie nichts mehr bringt gehen unsere Meinungen wohl auseinander.

Sie haben recht, man kann sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Aber wieviel Ertrag schafft z.B. eine Austrian um mit eigener Entwicklung für die Zukunft ein State-of-the-art Hardware Produkt zu entwickeln, wenn doch so etwas im Hause schon entwickelt wird?

Diese Frage kann ich ihnen natürlich nicht beantworten :-).

Das war auch das Problem der LH, dass man alles, obwohl es schon verfügbar war, lieber selbst entwickelt hat und so die Kosten aus dem Ruder gelaufen sind. Nicht immer nur Personal, die Struktur war auch das Problem. Jetzt hat man gelernt und arbeitet effizienter.

Ich hoffe einfach das LH sich auch nicht zuviel Zeit lässt mit Neuerungen bei den Töchtern. Ich fand es z. B. weniger gut das bei der Vorstellung der neuen C gesagt wurde, dass diese sich früher oder später bei Swiss und Austrian wiederfinden soll. Wenn Sie damit zu lange warten dann ist die neue C bei den Töchtern wieder alt.

Wäre es nicht auch ein Ziel, dass man außen wahrgenommen wird als "Die LH Group bietet immer ein Top Produkt, egal mit wem man fliegt. Darauf kann man sich verlassen. Die haben den besten Sitz im Markt (träumen darf man ja) Ich bevorzuge jedoch die Swissness der Swiss, den Charme der AUA oder die Präsenz der LH" Wäre doch ok, oder?

Wie heisst es doch so schön, "viele Wege führen nach Rom". Wenn ich ihr obengenanntes Ziel hätte, dann würde ich die Multi-Brand Strategie hinterfragen. Aber das ist leider eine ewige Diskussion.

Gerne möchte ich mich aber auch bei allen anderen Diskussionsteilnehmern bedanken. Ich glaube, dass die Fragen die jetzt noch offen sind an anderer Stelle sicher in der Einen oder Anderen Form wieder aufgegriffen werden.

Dieser Beitrag wurde am 05.06.2018 15:04 Uhr bearbeitet.


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