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Alitalia: "Eine asiatische Airline könnte die bessere Lösung sein"

Alitalia A330
Alitalia A330, © Alitalia

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PEKING - Die italienische Regierung sucht neue Handelspartner in China. Dort hofft man auch, eine Lösung für das Sorgenkind Alitalia zu finden. Eine Wirtschaftsdelegation hat bei Air China angeklopft, um deren Interesse an einer Partnerschaft und Bereitschaft zu einer Finanzspritze auszuloten.

"Wir suchen einen strategischen Investor, einen Minderheitseigner (bis zu 49 Prozent), der bereit ist, das Unternehmen neu aufzustellen - nicht, es zu retten", sagte der Chef der Delegation und Staatssekretär des Ministeriums für Wirtschaftsentwicklung, Michele Geraci gegenüber der Agentur "agi".

"Eine asiatische Airline könnte dafür die bessere Lösung sein, wesentlich interessanter als eine deutsche, die dann zur Konkurrentin würde", sagte er im Vorfeld der China-Reise.

Wie der "Corriere della Sera" berichtet, hat sich die Delegation um Geraci inzwischen mit Vertretern von Air China und einer weiteren - nicht genannten - chinesischen Airline getroffen. "Wir suchen kein Unternehmen, das Alitalia rettet, aber eines, das ihr beim Neustart hilft, indem es an sie glaubt und aus strategischen Gründen in sie investiert", sagte Geraci. "Keine Air France oder Etihad 2.0."

Strategische Gründe für eine Investition in Alitalia könnten aus italienischer Sicht das stetig wachsende Interesse der chinesischen Regierung an Geschäften mit Afrika und Lateinamerika sein.

Hier könnte Alitalia italienischen Vorstellungen zufolge eine Drehkreuzairline in chinesischen Diensten werden. Die Reise Geracis und seiner Delegation ist Teil einer größeren Bemühung Italiens, die Handelsbeziehungen mit China insgesamt zu verstärken.

Trotz des Vorstoßes in Fernost bleibt Easyjet laut "Corriere della Sera" weiter am Alitalia-Kurzstreckengeschäft interessiert.

Darüber, wie Air China über ein italiensiches Drehkreuz denkt, gibt es noch keine offiziellen oder inoffiziellen Verlautbarungen. In wenige Wochen endet die Laufzeit eines bereits zweifach verlängerten Brückenkredits, den die italienische Regierung Alitalia 2017 gewährt hat, nachdem die Airline Insolvenz angemeldet hatte.
© aero.de (boa) | Abb.: Alitalia | 11.09.2018 08:11

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Beitrag vom 11.09.2018 - 23:25 Uhr
Falls man ALITALIA wirklich sanieren will, muss man sich schon mit der italienischen Mentalität auskennen.
Falls es aber keinen italienischen Betrieb gibt, der die Sanierung durchführen kann und will, dann hilft auch kein Investor aus Fernost...
Aber weshalb die Eile, ein paar Tage hat man noch Zeit. Zunächst muss doch die Regierung zeigen, dass sie vernünftige Rahmenbedingungen geschaffen hat. Nach der Insolvenz kann man auch noch pokern...

Dieser Beitrag wurde am 11.09.2018 23:25 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 11.09.2018 - 13:35 Uhr
Die Zeit drückt wegen des Kredits und strategisches Denken der neuen Regierung ist nicht gerade deren Stärke!
In solch einer Situation tanzt man auch gerne mit dem Teufel!!!!
Wobei ich selbst denke, das „systemchef“ nicht falsch liegt, die Zeit wird’s richten!
Beitrag vom 11.09.2018 - 12:06 Uhr
@CGNWAW schrieb,
Von China über FCO nach Lateinamerika? Die Populisten versuchen verzweifelt jemanden für eine nicht Restrukturierung ohne Schmerzen zu gewinnen
Die Erde ist keine Scheibe und man sollte sein Geographiewissen nicht nur von einem flachem Atlas haben
Laut Großkreis führt PEK – GIG nur rund 200km an FCO vorbei.
Oder warum Fliegt man von FRA nach YVR über die Nordsee, Island und Grönland bis zum 70. Breitengrad hoch, wenn doch beide Städte auf ca. 50° liegen. Oder sollen die Flieger entlang des 50. Breitengrades Fliegen, so wie du es von der Landkarte zu kennen scheinst.


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