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Neuer Airbus A321 für die Bundesregierung

HAMBURG - Lufthansa Technik hat am Freitag einen umgebauten Airbus A321 an die Bundeswehr übergeben. Außer für militärische Missionen wird die Maschine für Reisen des politisch-parlamentarischen Bereiches genutzt.

Die Beschaffung kostet 90 Millionen Euro. Der Auftrag wurde Anfang 2017 nach einer öffentlichen Ausschreibung erteilt. Laut Lufthansa Technik erfolgte der Umbau der ehemaligen "Neustadt an der Weinstraße" aus der Lufthansa-Flotte "termin- und budgetgerecht".

Der Vertrag umfasste neben dem Kauf der Maschine und der Umrüstung auch die Beschaffung von Ersatzteilen und logistischer Unterstützung zur Sicherstellung der Einsatzbereitschaft, sowie die Anpassung des Flugzeugs an die Anforderungen der Flugbereitschaft des BMVg.

Der Airbus wurde in rund 18 Monaten Liegezeit zunächst vollständig grundüberholt und erhielt 180 Modifikationen. Neben der Flugzeugzelle wurden Fahrwerk und die Hilfsturbine grundüberholt. Technisch gesehen befindet sich das 18 Jahre alte Flugzeug nun in einem neuwertigen Zustand.

Neuer Airbus A321 für die Flugbereitschaft
Neuer Airbus A321 für die Flugbereitschaft, © Lufthansa Technik

Ein "Flight Kit" mit ausgesuchten Ersatzteilen und Werkzeugen macht die A321 zukünftig für Flüge in entlegene Regionen autark.

Anschließend wurde das Flugzeug mit einer VIP-Kabine und zusätzlichen Systemen, zum Beispiel Antennen für erweiterte Kommunikationsmöglichkeiten, ausgestattet. Zwei zusätzliche Treibstoff- und ein weiterer Wassertank vergrößern die Reichweite auf gut 5000 Kilometer.

A321 kann MedEvac-Rolle übernehmen

Das Flugzeug kann bis zu 84 Passagiere befördern, davon 14 im VIP- und 70 im Delegationsbereich. Dafür wurde das zulässige Startgewicht um vier Tonnen erhöht. Zusätzlich erhielt der Airbus die entsprechende Lackierung der Mittel- und Langstreckenflotte der Flugbereitschaft.

Die neue Flugzeugkabine lehnt sich stark an die moderne und funktionale Gestaltung der bereits im Flugbetrieb befindlichen Airbus A319 und A340 der Flugbereitschaft an. Deshalb wurden ein ähnliches Layout, sowie gleiche Materialien und Oberflächen genutzt.

Die Kabine ist außerdem so konzipiert, dass sich ein Teil des Delegationsbereiches in eine fliegende Krankentransportstation mit intensivmedizinischen Betreuungsmöglichkeiten (MedEvac) sowie zusätzlicher Sauerstoff- und separater Stromversorgung umrüsten lässt. So können zwei Verwundete, Unfallverletzte oder Kranke unter ärztlicher Begleitung transportiert werden.

In Kooperation mit Lufthansa Technical Training und Lufthansa Aviation Training wird aktuell darüber hinaus noch technisches und fliegendes Personal auf dieses neue Flugzeugmuster qualifiziert.
© FLUG REVUE - KS | 21.09.2018 16:10


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