Strategie bis 2050
Älter als 7 Tage

Britische Regierung startet Umfrage zum Luftfahrt-Brexit

LONDON - Der Brexit verunsichert besonders grenzüberschreitende Branchen wie die Luftfahrt. Die britische Regierung geht nun in die Offensive und arbeitet öffentlich an einer Luftfahrtstrategie bis 2050. Dafür geht sie ein neues Wagnis ein: eine online-Umfrage zum Thema.

Einen Entwurf des Strategiepapiers "Aviation 2050: The future of UK aviation" kann die interessierte Öffentlichkeit seit heute im Internet nachlesen. "Trotz ihrer Stärke steht die britische Luftfahrt vor großen Herausforderungen und wird sich erneuern müssen, um die Möglichkeiten der Zukunft zu nutzen", heißt es darin.

Screenshot der Umfrage Aviation 2050: the future of UK aviation
Screenshot der Umfrage Aviation 2050: the future of UK aviation, © UK Department of Transportation

Eine der Herausforderungen umschreiben die Verfasser mit "globaler Wandel und sich verschiebende Märkte" - und meinen damit wohl den Brexit. Die Strategie soll unter anderem dazu beitragen, die Konnektivität des Vereinigten Königreichs aufrechtzuerhalten und auszubauen und die Gewinne der Luftfahrtindustrie zu sichern.

Parallel zu dem Stratgiepaper hat das britische Verkehrsministerium eine online-Umfrage geschaltet, bei der Bürger und Unternehmen ihre Meinung und ihre Vorschläge mitteilen können.

"Wie sollte das Vereinigte Königreich seine globale Führungsrolle und seinen internationalen Einfluss nutzen, um die Ziele des britischen Luftfahrtsektors zufördern?", lautet eine der ersten Fragen.

An anderer Stelle interessiert sich das Ministerium für die Themenfelder, die der Umfrageteilnehmer für ein global vernetztes Großbritannien für relevant hält: Besitz und der Kontrolle von Airlines, internationale Standards, Flugzeugexport oder andere?

Insgesamt umfasst die Umfrage elf Seiten. Sie endet am 11. April 2019, Mitte des kommenden Jahres soll die neue Luftfahrt-Stretegie für Großbritannien stehen. Ende März tritt das Land nach bisherigem Stand der Dinge aus der Europäischen Union aus.
© aero.de (boa) | Abb.: Heathrow Airport | 17.12.2018 13:35

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Beitrag vom 19.12.2018 - 16:58 Uhr
"Anders gesagt: Visonen/Planungen für 30 Jahre im Voraus sind tendenziell genauso nutzlos wie gar keine. "

Dann hält man sich den Raum für eine dritte Piste für München frei oder baut dort (ggf. auch in der Verlängerung) Wohngebiete oder Gewerbegebiete.


Das kann man aber nur entscheiden wenn man Wachstum oder Schrumpfung als gegeben annimmt.
So könnte sich das anhaltende Wachtum fortsetzen (die übliche "Vorhersage"-Methode) oder basiernd auf (zB) der aktuellen Diskussion um externalisierte Kosten der Luftfahrt (CO2, Stickoxide, Ultrafeinstaub, Lärm) könnte eine deutliche Verteuerung der Landerechte oder hohe Besteuerung des Kerosins zu deutlich Schrumpfung des Marktes) führen.
Auf 30 Jahre gesehen ist da beides drin.
Wer will denn den effektiven Kerosinpreis, Flugbetrieb-Nebenkosten und gesellschaftliche/internationale Randbedingungen für 2030, 2040 oder 2050 auch nur halbwegs seriös voraussagen?
Beitrag vom 19.12.2018 - 16:08 Uhr
"Anders gesagt: Visonen/Planungen für 30 Jahre im Voraus sind tendenziell genauso nutzlos wie gar keine. "

Dann hält man sich den Raum für eine dritte Piste für München frei oder baut dort (ggf. auch in der Verlängerung) Wohngebiete oder Gewerbegebiete.
Beitrag vom 19.12.2018 - 14:13 Uhr
...und jetzt versucht eine Regierung bei der Vision das Volk einzubinden dann ist es ein zu weiter Horizont oder Selbstüberschätzung.

Dass ich nicht die Umfrage, sondern eine angebliche "Planung" für 30 Jahre im Voraus meinte, war aber schon klar, oder?
Welche Halbwertszeit hätte eine entsprechende Plaung/Strategie/Vision 1988 gehabt?
Anders gesagt: Visonen/Planungen für 30 Jahre im Voraus sind tendenziell genauso nutzlos wie gar keine.


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