Sicherheit
Älter als 7 Tage

Flughafen Dublin wegen Drohnen-Alarms kurz geschlossen

DUBLIN - Wegen einer Drohne ist der Betrieb am irischen Flughafen Dublin am Donnerstag für eine halbe Stunde eingestellt worden.

Ein Pilot am Boden habe gegen Mittag die Drohne über dem Airport gesichtet, sagte Flughafensprecherin Siobhan O' Donnell. Nur wenige Flüge waren davon betroffen. Ähnliche Drohnen-Zwischenfälle gab es vor Wochen an den britischen Airports Heathrow und Gatwick.

Gatwick bei London war kurz vor Weihnachten gleich mehrere Tage durch Drohnen lahmgelegt. Mehr als 100 Zeugen hatten die Objekte dort gesichtet. Etwa 1000 Flüge wurden aus Sicherheitsgründen gestrichen oder umgeleitet. Betroffen waren in Gatwick 140.000 Passagiere.

Nach einem Bericht der "Times" vom Donnerstag könnte ein "verärgerter Angestellter" dahinter stecken. Der Täter sei durch Insiderwissen mit seiner Drohne der Flugsicherung in Gatwick immer wieder entwischt, zitierte die Zeitung einen nicht näher genannte Regierungsvertreter.

Der Flughafen Dublin hat wegen einer Drohne den Flugbetrieb für kurze Zeit eingestellt., © @DublinAirport

Nur drei Wochen nach Gatwick traf es den Londoner Flughafen Heathrow: Wegen einer Drohnensichtung wurden dort alle Abflüge ausgesetzt. Rund eine Stunde lang durfte keine Maschine abheben, bevor Europas größter Flughafen Entwarnung gab. Polizei und Militär wurden zu Hilfe gerufen, um weitere Störungen zu verhindern. Die Täter sind unbekannt. Heathrow gehört zu den wichtigsten Drehkreuzen weltweit.

Aus den Vorfällen hatte die britische Regierung Konsequenzen gezogen und den Schutz vor Drohnen verschärft. So werden zum Beispiel vom 13. März an die Sperrzonen um Airports, in denen Drohnenflüge verboten sind, auf einen Radius von ungefähr fünf Kilometern ausgedehnt.

In Großbritannien haben Zwischenfälle mit Drohnen erheblich zugenommen - genauso wie in Deutschland. Laut der Deutschen Flugsicherung wurden im Vorjahr bis einschließlich November 152 Fälle gemeldet, bei denen Verkehrsflieger von Drohnen behindert wurden, die gefährlich nah an Flughäfen oder auf der Strecke auftauchten. Im bisherigen Rekordjahr 2017 waren es nur 88 Fälle gewesen.
© dpa-AFX | 21.02.2019 14:05


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