Bis zu 600 Euro
Älter als 7 Tage

Ursache der Flugverspätung entscheidend für Entschädigung

Check-in im Terminal 2
Check-in im Terminal 2, © Heathrow Airports Limited

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BERLIN - Kommen Fluggäste nicht rechtzeitig an ihrem Ziel an, haben sie Anspruch auf Entschädigung. Je nach Flugstrecke bekommen Passagiere bis zu 600 Euro von der Airline zurück.

Das berichtet die Stiftung Warentest in der Zeitschrift "Finanztest" (Ausgabe 9/2019). Das gilt zumindest für alle Flüge, die von einem Flughafen der Europäischen Union aus starten oder bei denen die Airline den Hauptsitz in der EU hat.

Zahlen muss die Airline aber nur, wenn sie das Ereignis, das zur Verspätung geführt hat weder beeinflussen noch vermeiden konnte. In der Praxis ist das umstritten.

Technische Probleme der Flugzeuge etwa sind meist keine außergewöhnlichen Umstände, die die Fluggesellschaft von der Entschädigung befreien. Bei technischen Problemen durch Vogelschlag oder Systemausfälle am Flughafenterminal gehen Passagiere aber leer aus.
© dpa | 20.08.2019 13:40

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Beitrag vom 21.08.2019 - 21:33 Uhr
Das ist zwar auch wahr aber es ist auch unfair, dass der Ryanair-Passagier welcher 2€ für seinen Flug bezahlt hat, das gleiche bekommt wie der FirstClass- (oder auch BusinessClass)-Passagier der 300€ für die Strecke bezahlt.

aber beide airlines müssen das ins Ticket mit einpreisen, daher finde ich es gerecht. Wie schafft es Ryanair ein Ticket für 2Euro inkluse Fluggastentschädigung anzubieten? Auf jeden Fall werden sich auch beide airlines identisch um die Zahlung drücken. Ich habe bisher keine Airline erlebt, die sofort und ohne rechtliche Schritte alle zustehenden Entschädigungen gezahlt hat und 95% müssen sie auch nie zahlen, weil sich die Pasagiere nicht drum kümmert und rechtlich nachfassen, wo das heute wirklich einfacher ist.
Beitrag vom 21.08.2019 - 16:46 Uhr
Das halte ich für Wettbewerbsverzerrung. Ich fliege oft von Berlin in die Schweiz (Basel oder Zürich) Aktuell hat man da die Wahl zwischen Swiss und EasyJet. Mehr gibt es nicht. Fällt z.B. der abends der Rückflug nach Berlin aus (wie letztes Jahr gleich 3 mal) dann muss ich meist an dem Abend noch von Basel nach Zürich, weil nur von dort ein buchbarer Frühflug nach Berlin geht. Ich habe also als Kosten, Ersatzflug von Zürich, Hotel am Airport Zürich und Bahnfahrt von Basel nach Zürich. In der Regel so ca. 350 Euro. Der easyJet Flug kostet aber nur 15 - 100 Euro. Swiss ist da schon mit 250 -400 Euro dabei. Als Airline bedeutet das, hoher Ticketpreis heisst auch höhere Kosten im Falle eine Erstattung. easyJet kann dann die tickets noch günstiger kalkulieren, weil eventuelle Erstattungskosten noch geringer ausfallen.
Wie schon gesagt, ich halte das für Wettbewerbsverzerrung und bin dafür, dass alle das gleiche Risiko tragen müssen und dann auch im Ticket einpreisen.
Das ist zwar auch wahr aber es ist auch unfair, dass der Ryanair-Passagier welcher 2€ für seinen Flug bezahlt hat, das gleiche bekommt wie der FirstClass- (oder auch BusinessClass)-Passagier der 300€ für die Strecke bezahlt.
Beitrag vom 21.08.2019 - 09:04 Uhr
Das System ist meiner Meinung nach sowieso extrem unfair und muss zu Gunsten der Airlines geändert werden. Grund: Bei Bus & Bahn können die Entschädigungen nie den Ticketpreis übersteigen, beim Flugticket schon. Die Autobahnbetreiber (in Deutschland also der Bund) müssen keine Entschädigung bezahlen, wenn man durch Staus oder Vollsperrungen mit drei Stunden Verspätung ankommt.


Ich bin dafür, dass die Bahn analog Flugzeug alle meine Kosten für eine Ersatzbeförderung z.B. mit Taxi + eine pauschale Entschädigung tragen muss, wenn Sie ein mehr als 2 Stunden unpünktlich ist oder der Zug ausfällt. Dann würden Sie den Fokus doch deutlich mehr auf Zuverlässigkeit legen und die Bahn ist Betreiber von allen und kann sich bei nix raus reden.

Bei einer Busfahrt wird es schwer, denn juristisch wird man kein Busunternehmer für einen Stau verantwortlich machen können und da kann er auch nicht vorsorgen und gegensteuern.


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