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Boeing-Chef Muilenburg gibt Verwaltungsratsvorsitz ab

Dennis Muilenburg
Dennis Muilenburg, © Boeing

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CHICAGO - Der US-Luftfahrtriese Boeing ordnet seine Führungsetage im Zuge der Krise um den nach zwei Abstürzen mit Startverboten belegten Flugzeugtyp 737 Max neu.

Dennis Muilenburg wird den Verwaltungsratsvorsitz abgeben, um sich als Vorstandschef in Vollzeit um die angestrebte Wiederzulassung der 737 Max, die Bedürfnisse der Kunden und die Verschärfung von Boeings Fokus auf Produkt- und Service-Sicherheit kümmern zu können. Das teilte der Konzern am Freitagabend (Ortszeit) in Chicago mit.

Den Verwaltungsrat des Flugzeugbauers soll künftig David L. Calhoun leiten - als nicht geschäftsführender Vorsitzender. Calhoun sprach Muilenburg im Namen des Gremiums Rückendeckung aus: "Der Rat hat vollen Vertrauen in Dennis als Vorstandschef."

Muilenburg erklärte in der Mitteilung des Unternehmens, dass er die Entscheidung des Verwaltungsrats voll unterstütze. Das gesamte Team sei darauf fokussiert, die 737 Max wieder sicher in den Betrieb zu bringen.
© dpa | 12.10.2019 05:34

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Beitrag vom 13.10.2019 - 18:47 Uhr
@Weideblitz,
er hätte schon sagen können: Es machtr mich sehr traurig, dass ....Wir werden an Unfalluntersuchungen mit arbeiten und ggf. Verbesserungen vornehmen....
Da gibt es schon diverse Varianten. Dafür fragt man sofort die entsprechenden Leute, bevor man an die Öffentlichkeit tritt. Als CEO tritt man nicht wie eine Rampensau auf. Das überlässt man den niederen Rängen!
Will Muilenburg hören, dass etwas fast fertig ist? Oder vielleicht doch nicht? Dann soll er es selbst auch nicht sagen! So etwas kann z. B. der BCA Chef sagen. Der schwieg aber bisher.

Dieser Beitrag wurde am 13.10.2019 18:49 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 13.10.2019 - 18:32 Uhr
@ FW 190
Das ist eine Seite aber dass weder ein Sim Trainingcenter noch Line Training instructors das MCAS Problem knackten ist GENAUSO BESORGNISS ERREGEND welch fundiertes Fachwissen sich dort rummtreibt. Warum hackt darüber kein Max Betreiber nach ??

Habe im anderen Tread "Boeing richtet Sicherheitsausschuss ein"
schon mal angesprochen:

Beitrag vom 05.10.2019 - 14:26 Uhr
UserFW 190
User (1225 Beiträge)Nach Lektüre des obigen Artikels in der ST bin ich der Meinung dass nicht nur Boeing zu kritisieren ist sondern auch die Fluggesellschaften die das neue Flugzeug kaufen wollten. Bloß keine Zusatz Kosten (Sim Training) war wohl die Maxime. Die Piloten dieser Gesellschaften hätten doch mal genauer hinterfragen müssen was neu an der MAX ist und dann entsprechende Unterweisungen verlangen müssen.

Oder war die Einschätzung so: "Wir können alles und das richtig". Klang ja beim bashing auf die verunfallten Piloten in den USA und sogar hier im Forum ein wenig durch.

Dieser Beitrag wurde am 13.10.2019 18:33 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 13.10.2019 - 15:32 Uhr
Es macht wenig Sinn, ein Flugzeug als sicher zu bezeichnen, wenn fast alle Aufsichtsbehörden es als unsicher bezeichnen! Dieses Zeichen kann man als Uneinsichtigkeit interpretieren, dass sich als hinderlich bei der Aufbereitung der Probleme herausstzellen kann - nach dem Motto: Es ist doch alles sicher, was soll das Nachbohren!

Muilenbergs Satz „We will make now a safe plane even safer." ist natürlich wegen des Groundings faktischer Unsinn, aber er soll die Botschaft senden: „Wir glauben an unserer Produkt und wir werden unser Produkt wieder an den Himmel zurückbekommen.“
Da Boeing mit dem Rücken zur Wand stand (und immer noch steht), braucht es optimistische und in die Zukunft gerichtete Kommunikation. Davon hat es in den letzten Tagen & Wochen ja zuhauf gegeben: „Wir stehen kurz vor der Rückkehr“, „Wir stehen ganz kurz vor der Rückkehr“, „737 MAX 9er“, „767-Update“, „Wir stehen ganz ganz kurz vor der Rückkehr“... ;-)

Seinen Satz darf man also nicht wörtlich interpretieren. Das eigentliche Schlimme ist m.E. weniger die faktische Unwahrheit an sich, als die fehlende Empathie der Opferfamilien gegenüber. Er muss verstehen, dass sein Laden für 346 Tote verantwortlich ist und auch mehrere tausend Menschen aus deren Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis Leid zugefügt worden ist. Wenn er schon derzeit aufgrund der ausstehenden Prozesse keine entschuldigenden Aussagen treffen kann, so hätte er es anders formulieren sollen oder hätte am besten einfach gar nichts gesagt.


Dieser Beitrag wurde am 13.10.2019 15:33 Uhr bearbeitet.


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