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Condor sucht neue(n) Wetlease-Partner

Condor Airbus A321
Condor Airbus A321, © Condor

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FRANKFURT - Lufthansa und Condor buchen Wetlease-Kapazitäten zu. Der Lufthansa-Konzern spannt mit Air Baltic einen Kernanbieter eng in sein System ein - Condor sucht für den Sommer 2026 noch Partner für eine "saisonale Zusammenarbeit". In den USA vernetzt sich Condor unterdessen mit einer weiteren Airline.

London-Gatwick, Barcelona, Venedig, Budapest: Condor baut ihre Städtenetz 2026 um neue Destinationen aus. Die Fäden laufen in Frankfurt zusammen - Condor sorgt am Langstreckendrehkreuz selbst für Zu- und Abbringer, nachdem Lufthansa Verträge mit Condor für Feedertickets gekündigt hat.

Condor vernetzt auch die Einzugsgebiete Hamburg, Berlin, München, Wien und Zürich mit der Frankfurter Langstrecke. Die Zubringer binden zunehmend Flottenkapazität. Condor hat ihr Türkei-Programm zum Winter 2025/2026 bereits eingestellt.

Wie "airliners.de" berichtet, denkt Condor nun über externe Verstärkung nach - nach Informationen des Portals könnte die Fluggesellschaft im Sommer 2026 Teile ihres Flugplans auf dem Wetlease-Anbieter German Airways abstützen. Weder Condor noch German Airways wollten dies gegenüber "airliners.de" bestätigen.

"Wie alle deutschen Fluggesellschaften arbeitet Condor bereits seit Jahren insbesondere in der Hochsaison mit saisonalen Partnerairlines zusammen, die auf Wet-Lease-Basis für einen begrenzten Zeitraum eingesetzt werden", sagte eine Condor-Sprecherin aero.de. "So auch im kommenden Jahr. Die Partner werden nach strengsten europäischen Richtlinien und Vorgaben sorgfältig ausgewählt."

Derzeit spreche Condor mit "verschiedenen potenziellen neuen Partnerairlines über eine saisonale Zusammenarbeit im Sommer 2026". Für "konkrete Details" sei es schlicht "noch zu früh".

Schulterschluss mit Southwest Airlines

Unterdessen verdichtet Condor in Kooperation mit dem US-Günstigflieger Southwest Airlines ihr USA-Netz. Ab 19. Janauar 2026 koppelt Condor eigene USA-Strecken nach Boston, Las Vegas, Los Angeles, Portland, San Francisco und Seattle an Weiterflüge von Southwest Airlines.

Condor pflegt weltweit Allianzen. Die Airline fliegt bereits im Schulterschluss mit Alaska Airlines, Westjet, Emirates, Copa Airlines und Bangkok Airways.
© aero.de | Abb.: Condor | 03.12.2025 12:01

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Beitrag vom 05.12.2025 - 13:53 Uhr
Nur als Kontext: Im Sommerflugplan 2025 hatte Condor Wetlease-Verträge mit European Air Charter, Bulgaria Air und Heston Airlines, die kleinere "Schwester" Marabu mit Bul Air. Das alles waren Verträge für den Wetlease von A 320-200.

German Airways könnte jedenfalls nach derzeitigem Stand nur ERJ-190 bieten - was natürlich nicht heißt, dass es kein Thema ist. Vielleicht sind sie ja gerade für "dünnere" Strecken die geeignete Partnerin.

Nach dem "Ausfall" von SmartLynx dürfte der europäische Wetlease-Markt im Sommerflugplan 2026 jedenfalls interessanter werden als noch im Sommer diesen Jahres.

Das ist auch deshalb ein interessanter Ansatz, da einige City-Verbindungen mit einer E190 eine bessere Auslastung ergäben als mit A32x.
Die ist aber, laut Gerber, besonders gut. Dennoch sind die, bis zu drei, E für die Feeds vorgesehen. Unter dem Strich lässt sich wohl mit den touristischenn Strecken mehr verdienen, was somit einiges über die Situation bei Condor vermuten lässt.
Außerdem gibt es (laut einigen Foren) Unzufriedenheit unter den Crews bzgl. der City-Strecken.
Ja, das gibt es...
 https://www.airliners.de/ufo-beklagt-arbeitsbedingungen-condor/84474
Somit könnte man eigenes Fluggerät wieder mehr auf touristischen Strecken einsetzen.

In der Tat - und das wäre dann ja auch im Sinne des Unternehmens. Interessant dürfte freilich sein, ob und gegebenenfalls welche der diesjährigen Wetlease-Partner für 2026 außerdem wieder unter Vertrag genommen werden und gegebenenfalls in welchem Umfang.
Das wird wohl überwiegend über Marabu laufen, dort findet ernormes Wachstum statt
 https://www.airliners.de/marabu-kommenden-jahr-flotte-15-flugzeuge-erweitern/79674

Um Größenordnungen deutlich zu machen ein paar aktuelle Zahlen. Bei diesen ist allerdings in Rechnung zu stellen, dass Condor im Sommerflugplan 2025 noch die B 757-300 im Einsatz hatte, die zwischenzeitlich ausgeflottet ist.

Condor:
- 10 A 320-200
- 4 A 320neo/ 3 im Zulauf
- 13 A 321-200
- 6 A 321neo/ 4 im Zulauf
- 18 A 330-900/ 1 im Zulauf
------------------------------
Insgesamt: 51 Maschinen, davon 18 Widebodies, 8 im Zulauf

ACMI im Sommerflugplan 2025:
- 4 A 320-200 von European Air Charter
- 2 A 320-200 von Bulgaria Air
- 1 A 320-200 von Heston Airlines
----------------------------------------
Insgesamt: 7 A 320-200 (=> bei 33 eigenen SA exklusive der B 757-300!)

Marabu:
- 9 A 320neo (offiziell bisher kein weiterer Zulauf annotiert)

ACMI im Sommerflugplan 2025:
- 2 A 320-200 von Bul Air
-------------------------------------------------

Damit stellt sich schon die Frage, ob und gegebenenfalls welche der diesjährigen Wetlease-Partner von Condor für 2026 außerdem wieder unter Vertrag genommen werden und gegebenenfalls in welchem Umfang (bzw. natürlich auch welche möglichen anderen, allerdings ist durch den Ausfall von SmartLynx das disponible ACMI-Potential in Europa kleiner geworden) => nur ERJ-190 von German Airways ohne weitere ACMI-Kapazitäten bei Condor wäre eine drastische Reduktion der Gesamt-Kapazitäten des Konzerns, selbst wenn Marabu wieder ACMI-Kapazitäten hinzubuchen sollte. Der annotierte Zulauf an A 320neo/ A 321neo bei Condor deckt ja allenfalls (!) die weggefallenen B-757-300-Kapazitäten.


Dieser Beitrag wurde am 05.12.2025 13:57 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 03.12.2025 - 17:48 Uhr
Nur als Kontext: Im Sommerflugplan 2025 hatte Condor Wetlease-Verträge mit European Air Charter, Bulgaria Air und Heston Airlines, die kleinere "Schwester" Marabu mit Bul Air. Das alles waren Verträge für den Wetlease von A 320-200.

German Airways könnte jedenfalls nach derzeitigem Stand nur ERJ-190 bieten - was natürlich nicht heißt, dass es kein Thema ist. Vielleicht sind sie ja gerade für "dünnere" Strecken die geeignete Partnerin.

Nach dem "Ausfall" von SmartLynx dürfte der europäische Wetlease-Markt im Sommerflugplan 2026 jedenfalls interessanter werden als noch im Sommer diesen Jahres.

Das ist auch deshalb ein interessanter Ansatz, da einige City-Verbindungen mit einer E190 eine bessere Auslastung ergäben als mit A32x.
Die ist aber, laut Gerber, besonders gut. Dennoch sind die, bis zu drei, E für die Feeds vorgesehen. Unter dem Strich lässt sich wohl mit den touristischenn Strecken mehr verdienen, was somit einiges über die Situation bei Condor vermuten lässt.
Außerdem gibt es (laut einigen Foren) Unzufriedenheit unter den Crews bzgl. der City-Strecken.
Ja, das gibt es...
 https://www.airliners.de/ufo-beklagt-arbeitsbedingungen-condor/84474
Somit könnte man eigenes Fluggerät wieder mehr auf touristischen Strecken einsetzen.

In der Tat - und das wäre dann ja auch im Sinne des Unternehmens. Interessant dürfte freilich sein, ob und gegebenenfalls welche der diesjährigen Wetlease-Partner für 2026 außerdem wieder unter Vertrag genommen werden und gegebenenfalls in welchem Umfang.
Das wird wohl überwiegend über Marabu laufen, dort findet ernormes Wachstum statt
 https://www.airliners.de/marabu-kommenden-jahr-flotte-15-flugzeuge-erweitern/79674

Dieser Beitrag wurde am 03.12.2025 17:52 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 03.12.2025 - 16:16 Uhr
Nur als Kontext: Im Sommerflugplan 2025 hatte Condor Wetlease-Verträge mit European Air Charter, Bulgaria Air und Heston Airlines, die kleinere "Schwester" Marabu mit Bul Air. Das alles waren Verträge für den Wetlease von A 320-200.

German Airways könnte jedenfalls nach derzeitigem Stand nur ERJ-190 bieten - was natürlich nicht heißt, dass es kein Thema ist. Vielleicht sind sie ja gerade für "dünnere" Strecken die geeignete Partnerin.

Nach dem "Ausfall" von SmartLynx dürfte der europäische Wetlease-Markt im Sommerflugplan 2026 jedenfalls interessanter werden als noch im Sommer diesen Jahres.

Das ist auch deshalb ein interessanter Ansatz, da einige City-Verbindungen mit einer E190 eine bessere Auslastung ergäben als mit A32x.
Außerdem gibt es (laut einigen Foren) Unzufriedenheit unter den Crews bzgl. der City-Strecken.
Somit könnte man eigenes Fluggerät wieder mehr auf touristischen Strecken einsetzen.

In der Tat - und das wäre dann ja auch im Sinne des Unternehmens. Interessant dürfte freilich sein, ob und gegebenenfalls welche der diesjährigen Wetlease-Partner für 2026 außerdem wieder unter Vertrag genommen werden und gegebenenfalls in welchem Umfang.


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