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TUI rechnet erst 2021 mit neuen 737 MAX

Tui Boeing 737
Tui Boeing 737 MAX 8, © Tui

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HANNOVER - Das Flugverbot für die Boeing 737 Max trübt weiterhin das Geschäft des weltgrößten Reisekonzerns Tui. Hoffnung macht Tui dagegen der Reiseabsatz im Sommer, der nach der Insolvenz des Rivalen Thomas Cook deutlich steigen soll.

Die Boeing-Krise belaste den Tui-Konzern in diesem Jahr mit rund 350 Millionen Euro, sagte Joussen. Im vergangenen Geschäftsjahr waren es rund 300 Millionen Euro. "Das sind sehr hohe Werte, sie liegen aber für dieses Jahr innerhalb unserer Prognose." Derzeit werde mit Boeing über Schadenersatz verhandelt.

Besserung ist bei den Fliegern noch nicht in Sicht. "Wir erwarten in diesem Geschäftsjahr keine Auslieferung der Max-Jets mehr", sagte Joussen. Bis zu 34 737 MAX müsse Tui dieses Jahr ersetzen. Der Tui-Chef sicherte aber zu: "Wir fliegen unseren Flugplan und streichen keine Flüge."

Die Buchungen zeigten, dass das operative Geschäft nach der Insolvenz von Thomas Cook gut laufe. "Alleine bei den wichtigen Sommerbuchungen wachsen wir derzeit mit 14 Prozent." Nach dem Cook-Aus habe Tui "praktisch sofort deren Hotels in unser Programm aufgenommen".

Der Januar 2020 sei zudem "der mit Abstand beste Buchungsmonat der Firmengeschichte" gewesen, sagte Joussen. "Der Reisemarkt in Deutschland und Großbritannien wird voraussichtlich schrumpfen, aber wir werden Marktanteile gewinnen."

Für das laufende Geschäftsjahr bis Ende September erwartet Tui ein Umsatzplus im hohen einstelligen Prozentbereich. Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn soll zwischen 850 Millionen und 1,05 Milliarden Euro liegen.

Damit ist die Untergrenze zwar 100 Millionen Euro niedriger als zuletzt angekündigt. Doch dafür hat Tui erstmals die Mehrkosten für eine über den gesamten Sommer verlängerte 737-Max-Krise eingerechnet - ebenso wie zu erwartende Schadenersatzzahlungen von Boeing.

Im ersten Geschäftsquartal bis Ende Dezember stieg der saisontypische operative Verlust im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 77 Prozent auf rund 147 Millionen Euro. Miete und Mehrkosten für Ersatzflugzeuge summierten sich auf 45 Millionen Euro. Unter dem Strich verringerte sich der Nettoverlust allerdings um fast acht Prozent auf 129 Millionen Euro.

Reiseanbieter schreiben in der reiseschwachen Wintersaison in der Regel rote Zahlen, weil sie ihre Fixkosten nicht decken können. Ihre Gewinne fahren sie vor allem in der Hauptreisezeit im Sommer ein.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: TUI | 11.02.2020 08:56

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Beitrag vom 12.02.2020 - 16:51 Uhr
Weder TUI noch Boeing können dies Beamte.

Natürlich sind weder TUI noch Boeing „Beamte,“ es sind doch privatwirtschaftliche Unternehmen.

Sorry, es sollte heissen das weder Boeing noch TUI wissen wann die MAX wieder fliegt.
Beitrag vom 11.02.2020 - 22:26 Uhr
Man liest wirklich selten was davon, wie das Ergenis bei Tuifly selbst aussieht.
Beitrag vom 11.02.2020 - 16:04 Uhr
Wie wiele Boeing 737 Max sollten dann ursprünglich bis 2021 an TUI geliefert werden?


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