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Lufthansa und Cockpit ringen um Kurzarbeit

Lufthansa Crew
Lufthansa Crew, © Lufthansa

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FRANKFURT - Bei der Lufthansa-Kernmarke gibt es trotz des aktuellen Rumpf-Flugplans immer noch keine Einigung zur Kurzarbeit der rund 5.000 Piloten.

Man sei überzeugt, in den Verhandlungen mit der Vereinigung Cockpit (VC) noch zu einem Ergebnis zu kommen, sagte am Montag ein Sprecher des Unternehmens. Die Gewerkschaft äußerte sich zunächst nicht zu Einzelheiten. In den Verhandlungen war zuletzt der Punkt möglicher Zuzahlungen an die Piloten strittig.

Zeitgleich gab die Lufthansa-Kerngesellschaft bekannt, dass wegen der Corona-Krise bereits für 27.000 Beschäftigte am Boden und in der Kabine Kurzarbeit vereinbart worden sei, teils rückwirkend für den März. Das Unternehmen leistet demnach zunächst Zuzahlungen auf bis zu 90 Prozent des Netto-Gehalts.

Von der Arbeitsagentur gibt es nur 60 Prozent beziehungsweise 67 Prozent für Eltern. Die Dauer der Aufstockung hänge maßgeblich von der Dauer der Krise ab, teilte das Unternehmen mit. Derzeit fliegt das Unternehmen nur rund 5 Prozent seines sonstigen Angebots.

Auch Aufsichtsrat, Vorstand und leitenden Mitarbeiter beteiligen sich der Mitteilung zufolge an den Sparmaßnahmen. Sie erhalten zwischen 25 und 10 Prozent weniger Geld. Der Konzern hat nach eigenen Angaben für mehr als 30 seiner Gesellschaften in den Ländern Deutschland, Österreich, der Schweiz und Belgien Kurzarbeit beantragt.
© dpa-AFX, aero.de | 30.03.2020 17:37

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Beitrag vom 05.04.2020 - 20:38 Uhr
Vielleicht sollten die Gewerkschaften dem Vorstand mal ein Angebot machen: Alle, Vorstand und Angestellte bekommen nur das Kurzarbeitergeld ohne Aufstockung. Na, wie wär's? Angst, dass der Vorstand "ja" sagt?
Nee, dann wäre ich wirklich und ehrlich beeindruckt! Und wenn dadurch alle von heute in 2 Jahren noch ihren Job hätten, wäre ich sofort dabei ;-)
Komisch. Am 01. April haben Sie um 22:04 Uhr das geschrieben:
Sicherlich kommt jemand mit hohem Einkommen mit einem 20 % Einkommensverlust besser klar, als der Hartz4ler, bei dem das Geld eh nicht reicht. Bei 30% wird es aber spannend und 50% sehe ich als kritisch an. Denn da geht es eben nicht mehr um 80€ Sprit oder günstiges oder teures Mehl, sondern um grundsätzliche Verpflichtungen z.B. Banken gegenüber o.ä.
Sie beklagen sich regelmässig über unzuverlässiges Verhalten seitens Ihrer Chefetage, selber machen Sie aber auch nicht wirklich etwas anderes. Sie schreiben wie gerade der Wind steht. Wenn Ihre Kollegen am Verhandlungstisch die gleiche Handschrift führen, dann wundert es mich wirklich nicht wenn man die VC immer mal wieder auflaufen lässt.
Beitrag vom 05.04.2020 - 20:16 Uhr
Also, über meinen Lebensstandard habe ich hier, soweit ich mich erinnern kann, nie geschrieben, weil dieser weder für Sie noch für andere Piloten repräsentativ wäre...

Aber angedeutet :)

Oder das Kurzarbeiterentgelt von wieviel? 2800€? Wenn es gut läuft....
Wie lange sollen die Betroffenen das denn bitte durchhalten?



Dieser Beitrag wurde am 05.04.2020 20:16 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 05.04.2020 - 20:09 Uhr
Vorbildfunktion? Andere CEOs machen genau das...

Das war wohl der Tatsache geschuldet, dass CS diesmal als erster einen Gehaltsverzicht angeboten hat. Hätte er gewartet, wäre er sicher unter Zugzwang geraten. Nachträglich weiter zu reduzieren wäre auch nicht gut angekommen.

Aber ich glaube auch nicht, dass ein kompletter Gehaltsverzicht für die Gewerkschaften irgendetwas geändert hätte. Ja, ich weiss .... ist nur Spekulation.


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