Boeing 737 MAX
Älter als 7 Tage

US-Behörden ermitteln wegen Produktionsmängeln

Erste Boeing 737 MAX in der Endmontage
Erste Boeing 737 MAX in der Endmontage, © Boeing

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CHICAGO - Boeing droht laut US-Medien noch mehr rechtlicher Ärger wegen des Krisenfliegers 737 MAX. Der Airbus-Rivale sei nun auch wegen Produktionsmängeln bei dem Modell ins Visier des Justizministeriums geraten, berichtete das "Wall Street Journal" am Dienstag unter Berufung auf Insider.

Boeing müsse mit zivil- und strafrechtlichen Konsequenzen rechnen. Boeing bestätigte die Ermittlungen auf Nachfrage nicht direkt. Ein Sprecher verwies aber darauf, dass die Probleme bei einer internen Untersuchung entdeckt worden und sofort Maßnahmen ergriffen worden seien. Das Justizministerium äußerte sich zunächst nicht.

Boeing hatte im Februar eingeräumt, dass bei Wartungsarbeiten am nach zwei Abstürzen mit Flugverboten belegten Krisenjet 737 MAX Fremdkörper in Treibstofftanks gefunden worden seien. Die gefundenen Teile wurden als "foreign object debris" bezeichnet - demnach könnte es sich um Unrat wie unbeseitigte Metallspäne, Reste von Bauteilen oder von Arbeitern zurückgelassene Werkzeuge oder Lappen handeln.

Dieses Problem hatte Boeing zuvor auch schon bei anderen Modellen wie dem Tankflugzeug KC-46 und dem Langstreckenjet 787 "Dreamliner". Der Konzern ist wegen angeblicher Sicherheitsmängel beim Absturzflieger 737 MAX ohnehin schon mit etlichen Ermittlungen konfrontiert. Anleger reagierten relativ gelassen auf den Medienbericht, die Aktie geriet nur kurz etwas unter Druck und hielt sich im US-Handel im Plus.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Boeing | 28.04.2020 17:54

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Beitrag vom 30.04.2020 - 08:10 Uhr
Boeing hat vor einigen Jahren gnadenlos die Stückzahlen hochgepusht, und damit die Mitarbeiter überfordert. Warnungen wurden schlicht überhört. Es galt schließlich einfach darum, die Aktie in die Höhe zu treiben.
Dies gepaart mit wenig qualifiziertem Personal in der Produktion (Grüne Erbsen) kann nur schief gehen.
Muilenberg wurde bei dem Kongress-Hearing zu den MAX-Crahes eine Kultur der Gier vorgeworfen.
Dies ist einer der Belege.
Bei einer Boeing (737) hat man schon immer Unterlegscheiben, Werkzeug, Bohrspäne usw. zum Beispiel unter den E- Racks gefunden. Sie haben dann eine Qualitätskampagne gestartet (Lean mit Unterstützung von Toyota). Das hatte meiner Ansicht nach wirklich etwas gebracht. Als dann aber nur noch Stückzahlen zählten, war alles wieder dahin.

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Beitrag vom 29.04.2020 - 13:30 Uhr
(Private) Umfrage hier im Forum: Wer von Euch wird sich "nach Corona" noch freiwillig wissentlich in einen Flieger dieses Herstellers setzen. - Um damit zu fliegen, in einem Museum hätte selbst ich damit kein Problem.
Private Antwort: Ich würde die 737MAX zweifellos meiden, konsequent. Was die anderen Muster betrifft: Ich habe viele Flüge mit anderen Boeing Flugzeugen unbeschadet überlebt: 737, 747, 757, 767. Die ganzen Rückholflüge wurden ebenfalls mit diversen Boeing Fliegern durchgeführt, es hat sich meines Wissens niemand darüber beschwert dass es z.B. eine B747 war die einen nach Hause gebracht hat. Einfach mal die Kirche im Dorf lassen, würde ich sagen.
Beitrag vom 28.04.2020 - 22:52 Uhr
"Boeing hatte im Februar eingeräumt, dass bei Wartungsarbeiten am nach zwei Abstürzen mit Flugverboten belegten Krisenjet 737 MAX Fremdkörper in Treibstofftanks gefunden worden seien."
"Dieses Problem hatte Boeing zuvor auch schon bei anderen Modellen wie dem Tankflugzeug KC-46 und dem Langstreckenjet 787 "Dreamliner"."

(Private) Umfrage hier im Forum: Wer von Euch wird sich "nach Corona" noch freiwillig wissentlich in einen Flieger dieses Herstellers setzen. - Um damit zu fliegen, in einem Museum hätte selbst ich damit kein Problem.


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