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Österreich knüpft Austrian-Rettung an Bedingungen

Austrian Airlines Airbus A320
Austrian Airlines Airbus A320, © Austrian Airlines

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FRANKFURT - In den Verhandlungen mit dem Lufthansa-Konzern will die österreichische Regierung allein auf die Vorteile des eigenen Landes achten. "Wir haben klare Interessen, was unseren Standort betrifft", erklärte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) vor einem Treffen der Regierungsspitze mit Carsten Spohr. 

Staatliche Unterstützung in der Corona-Krise werde es für den deutschen Mutterkonzern der Austrian Airlines ohne Vorteile für Österreich nicht geben. Dazu wolle man sich die Vorschläge der Lufthansa anhören.

Die Lufthansa-Tochter Austrian hatte am Dienstagabend in Österreich 767 Millionen Euro an Staatshilfen aus dem Corona-Hilfsfonds beantragt. Ein großer Teil der Summe bestehe aus rückzahlbaren Krediten, der andere Teil seien Zuschüsse, die noch zu verhandeln sind, sagte AUA-Sprecher Peter Thier. 

Von der staatlichen Finanzagentur Cofag hieß es dazu, dass der Antrag auf Staatshilfe noch nicht genehmigungsfähig sei. Man brauche einen fertigen Kreditvertrag.

Laut einem Medienbericht könnte die Republik Österreich sich auch direkt an Lufthansa beteiligen. In einem unbestätigten Bericht der "Presse" vom Mittwoch (Online-Ausgabe) ist dafür ein Betrag von 267 Millionen Euro im Gespräch. 

Der Zeitung zufolge soll am Donnerstag von Wirtschaftsprüfern eine Fortbestehensprognose für die AUA erstellt werden. In Deutschland wehrt sich die Lufthansa in den Verhandlungen mit der Regierung gegen einen direkten Staatseinfluss im Unternehmen.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Austrian Airlines | 29.04.2020 09:39

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Beitrag vom 29.04.2020 - 19:15 Uhr
Insolvenz oder nicht . . . .
Ich frage mich seit ueber 7 Wochen, wohin das Geld der bereits bezahlten Flugtickets der Passagiere verschwindet, deren Flug aber gestrichen wurde und die LH-Group KEINE Erstattungen bisher erlaubt hat? Soll das etwas nun auf Steuerzahlerkosten eine "Reserve" fuer den Konzern werden, waehrend Millionen von Kunden (die bereits seit langer Zeit diese LH Group mit bezahlten Tickets OHNE bisherige Gegenleistung finanzieren) die LUFTHANSA Group bereits seit Monaten mit deren Tickets finanzieren.
Lufthansa Group hat eiserne Reserven aber will noch vor allen anderen Unternehmen vom Staat Unterstuetzung?
Da bleibt mir die Spucke weg!
Am Ende bleiben auch die Passagiere die gutglaeubig in ein Ticket der LH-Group investiert haben noch auf diesem Verlust sitzen?
airberlin hat es ja vorgemacht, als eben genau diese LUFTHANSA-Group A L L E S unternommen hat um diesen Mitbewerber aus dem Rennen zu kicken und am Ende heute noch viele Passagiere auf bereits gezahltes Geld warten.
Soll es soweit auch bei der LUFTHANSA-Group kommen oder muss hier ein Herr Spohr erst mal ALLE Fakten auf den Tisch legen und evtl. in den sauren Apfel beissen dass endlich dieses Gekluengel mit CDU/CSU und LH-Group en Ende findet.
Beitrag vom 29.04.2020 - 18:52 Uhr
Was bekommt denn ein Pilot an ALG wenn er sich morgen beim Arbeitsamt meldet? Gibt es einen Deckelbetrag?
Ja. Flappy hat es ja schon ausführlich beschrieben. Aber das ist doch nichts Neues, das ist die hier letzter Zeit schon häufig diskutierte Beitragsbemessungsgrenze, zumindest in Deutschland.

Dieser Beitrag wurde am 29.04.2020 18:56 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 29.04.2020 - 17:10 Uhr
@Airbusfahrer
Die Corona- Krise trifft uns alle mehr oder weniger hart, aber die Verhältnismäßigkeit der Mittel muss auch irgendwie gewahrt bleiben.

Vielleicht sollten Sie erstmal ein bisschen über den Tellerrand schauen, oder wie finden Sie es das die deutschen Autobauer (VW, BMW, Daimler) Kurzarbeit beantragen/beziehen und Dividende zahlen wollen? Ich denke dagegen ist die Airline Industrie ein Engel. Klar, es wird aufgestockt, aber das kommt den Mitarbeitern zugute und nicht irgendwelchen ausländischen Investoren...

Noch besser fand ich es, dass Herr Diess bei Will stolz verkündet hat, das VW in den 4 Wochen Stillstand jedem Mitarbeiter das Gehalt zum KAG auf 100% aufgestockt hat und 2 Tage später einen Bonus für Autokäufe vom Staat verlangt. Des weiteren hat er drei Frachtflüge nach China mit der LH verhandelt und 2 Tage bevor es los gehen sollte die Aufträge an Airfrance und Katar vergeben hat. Schämen Sie sich nicht, Herr Diess?

Dieser Beitrag wurde am 29.04.2020 17:13 Uhr bearbeitet.


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