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Tim Clark: Covid-19 wird Flugmarkt verändern

Geparkte Emirates Airbus A380
Geparkte Emirates Airbus A380, © Emirates

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DUBAI - Emirates stellt sich auf eine "gedämpfte" Flugnachfrage in den nächsten Jahren ein. Die Covid-19-Krise ist aus Sicht von Emirates-Chef Tim Clark in der Geschichte ohne Beispiel - und wird Emirates und andere Airlines zwingen, Strategien und Flotten an eine neue Wirklichkeit nach der Pandemie anzupassen.

Unwahrscheinlich und extrem folgenschwer: Covid-19 ist für Airlines weltweit ein "Schwarzer-Schwan-Moment", sagte Emirates-Chef Tim Clark der Zeitung "The National". Der Manager geht von tiefgreifenden Umwälzungen in der gesamten Branche aus.

"Wir müssen einfach akzeptieren, dass in den nächsten ein oder zwei Jahren, vielleicht auch noch länger, die Nachfrage nach Flugreisen in vielerlei Hinsicht gedämpft sein wird", sagte Clark in dem Interview einen Einbruch "um vielleicht 20 oder 30 Prozent" voraus.

Selbst alle Krisen seit dem Zweiten Weltkrieg zusammengenommen wären laut Clark "kein Äquivalent zu dem, was hier passiert". Die Lage sei für alle Airlines äußerst ernst. "Im Moment sehe ich keinen Weg nach vorne." Ohne Staatshilfen würde die aktuelle Krise laut Clark für 85 Prozent aller Fluglinien das sichere Aus bedeuten.

Abkehr von großen Vierstrahlern

Die UN-Luftfahrtbehörde ICAO hat für Airlines im Nahen Osten im schlimmsten Fall einen Kapazitätsrückgang um 70 Prozent im laufenden Jahr errechnet. "Niemand kann sicher vorhersagen, wie sich die Menschen in diesem Sommer verhalten werden", sagte Clark. Er habe 2020 aber bereits gedanklich abgeschrieben.

Die Phase nach Covid-19 werde für Airlines dafür "umso spannender". In den Flotten stehe ein großer Kehraus bevor. "Airlines werden alte Flugzeuge grounden und sich auf neue Modelle konzentrieren", sagte Clark. "Die Zeiten der A380 und 747 sind vorbei, aber A350 und die 787 werden immer ihren Platz haben."
© aero.de | Abb.: Emirates | 06.05.2020 11:06

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Beitrag vom 06.05.2020 - 20:46 Uhr
Gebe ich Dir Recht Kutscher777. Aus ME3 wird vermutlich ME2. M.E. wird evtl. EY aufgeben oder mit EK verschmelzen. QR hat auf Grund der wirklich flexiblen Flottenstruktur die besten Chancen am Golf als "Sieger" hervorzugehen.

In D fließt kaum Geld für Airlines als Zuschuss - das Meiste rückzahlbar. Jedoch wird geholfen - wie überall auf der Welt, auch wenn es teilweise sinnlos ist - AZ, etc. Schaut man über den Atlantik, ist das schon komplett anders - zum größten Teil geschenktes Geld - viel Geld.

Diese Krise trennt die Spreu vom Weizen - vor allem auf dem alten Kontinent.
Beitrag vom 06.05.2020 - 19:08 Uhr
Na, dann müssen wir nur noch den Ölpreis im negativen Bereich halten und dann hat sich die Großspurigkeit der ME-Carrier hoffentlich bald mal erledigt.

Das wäre schon einen Applaus wert!

Will be back soon- ob es dir passt oder nicht...;-)

Das Ganze (meine Prognose) in ungeahnter Stärke! Über staatliche Begünstigungen werden sich deutsche Airlines in Zukunft ohnehin nicht mehr beschweren dürfen...
Beitrag vom 06.05.2020 - 18:04 Uhr
Na, dann müssen wir nur noch den Ölpreis im negativen Bereich halten und dann hat sich die Großspurigkeit der ME-Carrier hoffentlich bald mal erledigt.

Das wäre schon einen Applaus wert!

Unverschämter Kommentar!!!

Welch enorme Missgunst, Neid und fehlendes Taktgefühl hier Ihrerseits gezeigt wird.

Missgunst? Fehlendes Taktgefühl?
Nun, Sie leiden ja scheinbar nicht unter dem Druck, den diese illegal finanzierten Kamel-Gesellschaften auf den europäischen Markt und auf andere Märkte ausüben... bei denen herrschen Zustände und Arbeitnehmerrechte, von denen Sie sich kein Bild machen können. Und wenn Sie wüssten, mit welcher Willkür Piloten ins Cockpit kommen, aber auch von dort entfernt werden, dann würden Sie meinen Kommentar nicht so erwidern.

Neid?
Nun, ich bin froh, dass ich bei einer seriösen Gesellschaft arbeiten darf, die ihr Geld ehrlich verdient. Aber in solchen Zeiten kann man schon neidisch werden auf Besitzer, die aus purer Machtdemonstration unendliche Summen in die Airline pumpen, egal wie hoch die Negativ-Rendite ausfällt...

Also, wenn Sie es schlau finden, dass diese künstlichen hochgezogenen Passagier-Transporter wertvolle Arbeitsplätze in ganz Europa gefährden und vernichten, dann wünsche ich gute Besserung.



Der Lufthansa ging es vor Covid19, zumindest finanziell, blendend. Und an Covid19 sind die ME3 nicht schuld. Die jetzige Krise betrifft die gesamte Luftfahrtindustrie weltweit. Bei den ME3 sind die meisten Piloten expats, darunter auch viele Deutsche. Dass man deren Arbeitgebern jetzt den Untergang herbeiwünscht, ist vorallem in der hiesigen Situation, gelinde ausgedrückt, taktlos.

Ihnen sei auch gesagt, dass die meisten Deutschen sich bei den ME3 ziemlich wohl fühlen, und wenn jemand nach 15 Jahren versucht wieder in Deutschland Fuß zu fassen, dann in der Regel weil er seine Heimat vermisst. Aber ansonsten gehts den Leuten bei den ME3 wohl.

Ich kann jedoch verstehen wenn jemand seine eigenen Interessen versucht zu verteidigen. Ist wahrscheinlich bei vielen so, dass wenn es ums Eigeninteresse geht, die Empathie zu einem gewissen Grad abgeschaltet wird. Wobei bei jemandem wie Ihnen, der diese Fluglinien Kamel-Gesellschaften nennt, scheint es nicht mehr nur fehlende Empathie zu sein, sondern purer Hass.

Es soll hier im Folgenden auch keine Grundsatzdiskussion gestartet werden, aber die LH gehörte auch mal dem Staat, und zudem scheint es ja auch aktuell wieder in die Richtung zu gehen. Staatshilfen scheinen wohl akzeptiert zu werden, wenn es benötigt wird. Was meiner Meinung nach auch gut ist.

Hoffe es findet sich demnächst eine Impfung.


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