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Lufthansa bildet weiter Piloten aus

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European Flight Academy, © European Flight Academy

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BREMEN - Lufthansa wird nach der Krise wieder Piloten ausbilden. Ein neues Konzept sieht reine ATPL-Kurse in einem "Campus-Modell" ohne Übernahmeversprechen vor. Die Verkehrsfliegerschule Bremen verliert die Praxisausbildung an Rostock. Lufthansa-Airlines sollen ihren Cockpitnachwuchs aus dem Programm rekrutieren.

Es geht weiter. Obwohl der "Einstellungsbedarf" in der Krise weggebrochen ist, wird Lufthansa in Zukunft wieder Pilotennachwuchs ausbilden. Der Airlinekonzern arbeitet laut einer Mitteilung vom Mittwoch an einem "moderneren und bedarfsgerechteren" Ab-Initio-Programm.

Der bisherige MPL-Zweig entfällt. "Wir werden zukünftig auf eine ATPL umsteigen", sagte LAT-Sprecher Dirk Sturny aero.de. Nach einer "Tailsign-unabhängigen" Ausbildung sollen die Lufthansa-Airlines ihren Bedarf an jungen Piloten "je nach Nachfragesituation" aus dem neuen Programm decken.

Die ATPL ist für Absolventen eine Eintrittskarte in den Arbeitsmarkt über die Lufthansa hinaus, wenn im Konzern gerade Einstellungsstopp herrscht. Details will Lufthansa in den kommenden Monaten mit dem Luftfahrt-Bundesamt und der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit klären.

Bremen verliert Praxisausbildung

Der Konzern hatte die Pilotenausbildung direkt zu Beginn der Krise ausgesetzt - rund 700 Flugschüler sind betroffen, etwa 100 zogen gegen Lufthansa vor Gericht. Unter den neuen Kritierien will Lufthansa auch ihnen "Chancen auf einen Arbeitsplatz im Cockpit unserer Airlines" geben.

Die Vermittlung theoretischer Ausbildungsinhalte will Lufthansa stärker digitalisieren. Auch in der Standortfrage ist eine Entscheidung gefallen: Bremen verliert die praktische Ausbildung komplett an Rostock-Laage. Der Stammsitz soll in Zukunft als "Kompetenzzentrum für theoretische Ausbildungsmodule" eine neue Rolle erhalten.

Laut Sturny wird Lufthansa Aviation Training die Citation-Trainer Mitte 2022 aus Bremen abziehen. Am Standort sind derzeit rund 100 Mitarbeiter beschäftigt, Gespräche über den von einem Interessenausgleich und Sozialplan flankierten Abbau von Arbeitsplätzen sollen in Kürze starten.
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 17.02.2021 12:19

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Beitrag vom 17.02.2021 - 18:52 Uhr
Also ich finde es ausgesprochen kooperativ von der Lufthansa, in diesen schwierigen Zeiten ihren Premiumanspruch zugunsten einer Dienstleistungsstellung für Lowcost-Airlines aufzuweichen.
Nachdem schon die Gastronomie outgesourct wurde lohnt es sich vielleicht ja auch bald die Bordmenüs bei Aldi oder Lidl zu ordern, die sollen dort ja noch billiger sein und sehen im Prospekt genauso lecker aus.
Sie gehen nicht zu Aldi oder Lidl, da die Qualität dort nicht stimmt? Ist die Nutella oder Frischmilch bei Edeka von höherer Qualität?
Beitrag vom 17.02.2021 - 18:44 Uhr
Nur sollte man dann Steuermilliarden künftig vielleicht doch besser jenen zukommen lassen, die ihren Laden im Griff haben, expandieren wollen und mehr Leute ein- als ausstellen möchten?

Mit wie vielen Steuermilliarden steht denn Lufthansa zur Zeit beim Steuerzahler in der Kreide?

Dieser Beitrag wurde am 17.02.2021 18:44 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 17.02.2021 - 18:41 Uhr
Nur eine kleine Anmerkung... "Steuer Milliarden" die zu einem sehr hohen Zinssatz wieder komplett zurück gezahlt werden müssen. Das ist kein Geschenk vom Staat...


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