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Die Meldung schlug zu Wochenbeginn in der Luftfahrtszene hohe Wellen: Wizz Air UK, der britische Ableger der Wizz-Air-Gruppe, hat ein "Foreign Carrier Permit" für die USA beantragt, Flugrechte unter Open-Skies-Regeln.
Jetzt ordnet Wizz Air die Sache ein. "Wir haben keine Pläne für Linienflüge in die Vereinigten Staaten", stellte Wizz-Air-Finanzvorstand Ian Malin am Donnerstag klar.
Wizz Air UK wittert aber eine Gelegenheit auf ein lukratives Nebengeschäft mit ihren Airbus A321XLR: Charterflüge zur Fußball-WM in die USA im Sommer 2026 und zur Sommerolympiade 2028. "Opportunistische Charter im Einsatzspektrum dieser Flugzeuge" seien "die einzige Änderung" am Geschäftsmodell, sagte der Manager.
GTF-Rückruf belastet Wizz Air
Wizz Air hatte im Zuge einer strategischen Neuausrichtung ihren A321XLR-Auftrag 2025 von 47 auf elf Flugzeuge zusammengestrichen, sechs A321XLR hat Airbus inzwischen liefert. Wizz Air verhandelt nach eigenen Angaben mit einer anderen Airline über eine Abtretung der Lieferrechte an den noch verbleibenden fünf A321XLR.
Wegen anhaltender Belastungen aus dem GTF-Rückruf hat Wizz Air ihren Betriebsverlust im vierten Quartal 2025 von 75,9 auf 123,9 Millionen Euro ausgeweitet, schlug sich unter dem Strich damit aber besser als erwartet. Im laufenden Jahr werden laut Wizz Air im Schnitt 20 bis 25 A320neo und A321neo wegen des Rückrufs ausfallen.
Neben der Triebwerksproblematik belasten Abschreibungen auf ältere A320ceo die Wizz-Air-Bilanz. Das Management rechnet für 2026 mit anhaltendem Kosten- und Inflationsdruck.
© aero.de | Abb.: Airbus | 29.01.2026 17:18







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