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Boeing erholt sich im Februar von Krise

Boeing-Werk
Boeing-Werk in Everett, © Boeing

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CHICAGO - Bei Boeing laufen die Geschäfte dank der Wiederzulassung der 737 MAX und steigender Hoffnungen der Luftfahrtbranche auf ein nahendes Ende der Corona-Krise wieder deutlich besser. Zum ersten Mal seit 14 Monaten konnte der Konzern im Februar eine positive Auftragsbilanz vorweisen.

Laut der am Dienstag veröffentlichten Statistik holte Boeing 82 neue Bestellungen rein. Dem standen zwar etliche Stornierungen gegenüber, doch unterm Strich ergab sich ein Plus von 31 Verkehrsflugzeugen.

Es ist der erste Monat seit November 2019, in dem der Konzern mehr Neuaufträge als Abbestellungen ausweist. Boeing hatte im Februar einen Großauftrag von United Airlines für 25 737 MAX erhalten, Singapore Airlines bestellte elf 777-9 - löste aber zeitgleich einen Auftrag üner 19 787-10 auf.

Hinter einem Auftrag über 14 737 MAX steht ein noch nicht enthüllter Kunde, die US Air Force stockte ihren Tankerauftrag um 27 KC-46 auf Basis der 767 auf.

Von der Wiederzulassung der 737 MAX profitieren zuletzt auch die Auslieferungen stark, im Februar übergab Boeing insgesamt 22 Verkehrsflugzeuge an Kunden, darunter 18 737 MAX.

Keine 787 im Februar

Das 787-Programm blieb den vierten Monat in Folge ohne Auslieferungen. Nachdem an mehreren Jets teils gravierende Verarbeitungsfehler festgestellt wurden, unterzieht Boeing jedes Flugzeug zeitraubenden Nachkontrollen.

WestJet, Copa Airlines, der Leasinggeber Jackson Square und ein BBJ-Kunde zogen im Februar zusammen 32 Aufträge für die 737 MAX zurück.

Dem europäischen Konkurrenten Airbus gingen im vergangenen Monat Bestellungen über 92 Verkehrsflugzeuge verloren, nachdem Norwegian alle Aufträge storniert hat.

Zugleich holte Airbus Aufträge über elf neue Jets herein, doch insgesamt lag die Bilanz deutlich im Minus. Die Auslieferung neuer Maschinen nahm aber nach einem schwachen Jahresstart etwas Fahrt auf. Nach 21 Jets im Januar lieferte Airbus im Februar 32 Verkehrsflugzeuge aus. Die Corona-Krise hatte beide Hersteller im vergangenen Jahr stark belastet.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: United | 09.03.2021 21:27


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