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Airbus und DLR testen Flüge ohne fossiles Kerosin

Airbus A350-900 Flightlab
Airbus A350-900, © Airbus

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TOULOUSE - Eine Falcon 20-E heftet sich im April an die Fersen einer A350-900: DLR, Airbus und Rolls-Royce werden auf Testflügen Emissionen eines ausschließlich mit nachhaltigem Flugkraftstoff betriebenen Linienjets unter realen Flugbedingungen messen - die weltweit erste Studie dieser Art.

100 Prozent nachhaltiger Flugkraftstoff (SAF) im Tank: Airbus, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Rolls-Royce und der SAF-Hersteller Neste haben sich zusammengeschlossen, um das Projekt ECLIF3 (Emission and Climate Impact of Alternative Fuels) zu starten.

Die Studie soll die Auswirkungen klimafreundicher Treibstoffe auf Emissionen und Leistung von Flugzeugen untersuchen und wird am Boden und in der Luft mit einem Airbus A350-900 mit Rolls-Royce Trent XWB-Triebwerken durchgeführt.

"In dieser Woche beginnen am Airbus-Standort in Toulouse erste Triebwerkstests, einschließlich eines ersten Fluges, um die Kompatibilität des Kraftstoffs mit den Flugzeugsystemen zu prüfen", teilte Airbus am Donnerstag mit. "Danach folgen die wegweisenden Flugtests, die im April beginnen und im Herbst 2021 fortgesetzt werden."

Dabei wird die Falcon 20-E des DLR als Messflugzeug eingesetzt, um im Verfolgungsflug die Emissionen des A350 sowie die resultierenden Kondensstreifen in der Luft zu untersuchen. Weitere Bodentests zur Messung von Feinstaubemissionen sollen die Umweltauswirkungen des SAF-Einsatzes für den Flughafenbetrieb aufzeigen.

HEFA

Sowohl bei den Flug- als auch bei den Bodentests werden die Emissionen des nachhaltigen Kraftstoffs HEFA (Hydroprocessed Esters and Fatty Acids), mit denen von fossilem Kerosin und schwefelarmem fossilem Kerosin verglichen. Der Kraftstoff wird von Neste, einem führenden Anbieter von nachhaltigem Kerosin, zur Verfügung gestellt.

"Flugzeuge können derzeit nur mit einer maximal 50-prozentigen Mischung aus SAF und fossilem Kerosin betrieben werden", sagte Airbus-Projektleiter Steven Le Moing.

Die Studie werde "nicht nur Einblicke in die Funktionsweise von Gasturbinentriebwerken mit 100-prozentigem SAF im Hinblick auf die Zertifizierung geben, sondern auch die potenziellen Emissionsreduzierungen und Umweltvorteile der Verwendung solcher Kraftstoffe im Flug in einem Verkehrsflugzeug aufzeigen".

Das DLR hat bereits 2015 und gemeinsam mit der NASA 2018 umfangreiche Forschungen zur Analytik und Modellierung alternativer Kraftstoffe sowie Boden- und Flugtests mit dem Forschungsflugzeug Airbus A320 ATRA durchgeführt."
© aero.de | Abb.: Airbus | 18.03.2021 17:10

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Beitrag vom 19.03.2021 - 12:46 Uhr
@Lima888
Es verbleiben schon noch ein paar Schafe, die blöken nach wie vor in politischen Ämtern und vergeben Forschungsgelder für Palmplantagen auf dem Mond
Beitrag vom 19.03.2021 - 11:14 Uhr
Überhaupt kein Problem. Einfach in Deutschland alles an Fläche mit Palmen bepflanzen. Kartoffeln, Getreide, Gemüse, Weideflächen, Wälder, Obst: Alles weg, nur noch Palmen. Der Deutsche verhungert, aber wir haben grünen Sprit. Der Strom kommt aus der Steckdose, siehe Bahnstrom. Wir sitzen dann nur noch zuhause und stricken unsere Hosen aus Palmenwolle, Schafe gibt es keine mehr. Ab und zu mal einen Joint, und alle sind glücklich. Na, wie wär´s?
Beitrag vom 19.03.2021 - 11:06 Uhr
Mal wieder so ein Steuermittel-Abgreifprojekt im Rahmen der KlimaHype.
HEFA besteht aus Altfetten und Abfällen der Nahrungsmittelindustrie sowie Pflanzenölen. Wenn man ernsthaft die 11,9 Millionen Tonnen Kerosin der nur deutschen Airlines damit ersetzen will, so wird auch dem letzten Orang Utan in den monotonen Palmölplantagen Indonesiens die Lebensgrundlage geraubt.
Die Altfette waren ursprünglich auch mal Biomasse gleicher Herkunft oder im worst case tierischen Ursprungs. Das ganze jetzt als 100% regenerativen Kraftstoff zu bezeichnen ist zu einem Scharlatanerie und mengenmäßig global überhaupt nicht zu realisieren ohne die Natur in höchstem Maße zu zerstören.


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