"Frau" und "Fräulein"
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737 startet mit unerwartet schweren Passagierinnen

Tui Boeing 737
Tui Boeing 737 MAX 8, © Tui

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BIRMINGHAM - Eine britische Boeing 737 startete im vergangenen Sommer in Birmingham mit überraschend hoher Passagierzuladung. Die Beladesoftware hatte die Masse aller "Fräulein" in der Passagierliste automatisch nur mit Kindergewicht angesetzt, obwohl Briten auch erwachsene Frauen derartig titulieren.

Die britische Untersuchungsbehörde AAIB stufte das Vorkommnis vom Sommer 2020, bei dem es keine Schäden oder Verletzte gab, immerhin als "Serious Incident", also als "ernsthaften Zwischenfall" ein. Damals war eine Boeing 737-800 der britischen TUI mit 187 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern von Birmingham nach Mallorca gestartet.

Die Airline hatte eine längere Flugpause wegen der Corona-Pandemie für ein Update ihrer Buchungssoftware genutzt. Die neue Softwareversion kam jedoch mit der altertümlichen Bezeichnung "Miss" (Fräulein) im Buchungscomputer durcheinander, die in Großbritannien weiterhin auch für erwachsene Frauen benutzt wird.

Die neue Software stufte alle "Misses", altersunabängig als "Kinder" ein. Deshalb berechnete die Cockpitsoftware anschließend deren Gewicht mit jeweils 35 Kilogramm, statt 69 Kilogramm, wie für eine sonst bei der Gewichtsberechnung angenommene, normale "Standardfrau". 38 erwachsene Passagierinnen wurden im Ergebnis als zu leicht eingestuft.

Startleistung zu niedrig angesetzt

Das Flugzeug mit der Registrierung G-TAWG startete am 21. Juli deshalb mit 1.244 Kilogramm mehr Masse, als sie das Loadsheet für diesen Flug verzeichnete. Der Flug konnte normal abheben, ohne dass es tatsächlich zu Problemen kam, was die Piloten anschließend von sich aus an die Behörde AAIB meldeten.

Laut AAIB hätte man für die schwerere Beladung als Startleistung 88.9% N1 Startschub statt tatsächlich gewählter, nur etwas schwächerer, 88.3% N1 Schub anwählen müssen.

Die Airline hatte am gleichen Tag noch mit zwei Flügen ähnliche Probleme mit zu leichten Gewichtsannahmen der Software. Danach wurden zwei Kontrollen eingeführt: die erste stellt sicher, dass erwachsene Passagiere korrekt erfasst sind - und eine zweite Kontrolle nimmt die Passagiere beim Boarding noch einmal in Augenschein.

Seit dem 24. Juli wurden die Verfahren mit einem Softwareupdate formell geändert, so dass sich das Problem nicht mehr wiederholen kann. Das Gate-Personal erhielt außerdem zusätzliche Schulungen.

Die Airline war dem Softwareproblem bereits zuvor auf der Spur gewesen, schon erfasste Buchungen blieben teilweise jedoch noch immer im alten Format im System gespeichert. Laut AAIB erfolgte die Programmierung der Software außerhalb Großbritanniens. Dort sei die sprachliche Bezeichung "Miss" irrtümlich alleine auf Kinder bezogen worden.
© FLUG REVUE - Sebastian Steinke | Abb.: Tuifly | 09.04.2021 16:07

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Beitrag vom 10.04.2021 - 10:49 Uhr
Vielleicht war es ein in Indien lebender Franzose der die Software verhunzt hat. Aber erst mal pauschal gegen alles und jeden wettern.
Dabei braucht man noch nicht mal fehlerhafte Software.
 https://www.welt.de/wirtschaft/article131138038/Mit-diesen-Jacken-klappt-s-auch-bei-Ryanair.html#:~:text=Mit%20diesen%20Jacken%20klappt%27s%20auch%20bei%20Ryanair&text=Findige%20Firmen%20haben%20eine%20Lösung,zu%2015%20Kilo%20Gepäck%20haben.&text=Ein%20Passagier%20will%20seinen%20Billigflug,freundlichen%20Mitarbeitern%20der%20Airline%20aufgehalten.
Beitrag vom 10.04.2021 - 03:17 Uhr
Also übersetzt:

Die Software wurde in Indien oder im ehemaligen Ostblock zum billigpreis programiert und damit hat man dann auch das ergebnis bekommen.

Vertrauenserweckend.


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