Hoke und Vittadini
Älter als 7 Tage

Überraschende Wechsel im Airbus-Management

Dirk Hoke
Dirk Hoke, © Airbus

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TOULOUSE - Airbus-Chef Guillaume Faury baut den Vorstand um - Airbus trennt sich vom Chef seiner Rüstungs- und Raumfahrt-Sparte Dirk Hoke und Technik-Chefin Grazia Vittadini. Hoke und Vittadini waren in ihren Ressorts zuletzt für die zwei großen Zukunftsprojekte des Airbus-Konzerns verantwortlich.

Dirk Hoke wird das Unternehmen zum 1. Juli verlassen, teilte Airbus am Montagabend mit. Der 52-jährige Deutsche war vor fünf Jahren von Siemens zu dem französisch-deutschen Konzern gestoßen.

Sein Nachfolger kommt wieder aus Deutschland: Michael Schöllhorn war bisher als Chief Operations Officer (COO) für die Produktion zuständig. Ihn hatte Vorstandschef Guillaume Faury zu seinem Amtsantritt vor zwei Jahren von der Bosch-Tochter BSH Hausgeräte geholt.

Schöllhorn hatte in der Krise die auf hochtouren laufende Produktion auf den Linien A320neo und A350 im Eiltempo heruntergefahren - und so unverkaufte Flugzeuge auf Halde weitgehend vermieden.

Ein Insider sagte, Hoke habe schon seit Monaten über seinen Abschied verhandelt. Seine Sparte hatte zuletzt für Schlagzeilen gesorgt, weil sich Airbus und der französische Zulieferer Dassault wegen der Aufgabenteilung beim europäischen Kampfjet-Projekt FCAS in die Haare geraten waren.

In dieser Woche haben sich Airbus und Dassault über Grundzüge einer Vereinbarung verständigt. Hoke soll wesentliche Arbeitspakete für Airbus verhandelt haben - intern stand Hoke jedoch ebenfalls in der Kritik. Einige Airbus-Manager und Gewerkschafter hatten auf einen stärkeren Technologietransfer vom Eurofighter zu Airbus gepocht.

Auch Technik-Chefin Grazia Vittadini geht zum 1. Juli - eine Personalie, die ebenfalls kaum jemand erwartet haben dürfte. Vittadini hat die Wasserstoffstrategie von Airbus in der Krise wesentlich vorangetrieben.

Die beiden Abgänge ziehen den größten Umbau im Top-Management von Airbus nach sich, seit Faury im Amt ist. Schöllhorns Nachfolger wird Alberto Gutierrez, bisher Leiter der Militärflugzeug-Sparte. Für die Militärflugzeuge ist künftig Jean-Brice Dumont verantwortlich, der bisher als Leiter des Engineering im Konzern firmierte.

Technik und Engineering

Sabine Klauke, die bisher für die Technik in der Rüstungssparte zuständig war, übernimmt die Aufgaben von Dumont und Vittadini und zieht wie Gutierrez ins Executive Committee, das oberste Führungsgremium unterhalb des Verwaltungsrats, ein. Klauke, die in Dresden und Valenciennes Maschinenbau studiert hatte, arbeitet seit 2002 für Airbus.

Die Trennung von Technik und Engineering hatte Insidern zufolge wiederholt für Spannungen gesorgt. Der Konzern erklärte, die Neuordnung werde zu "engerer Zusammenarbeit" innerhalb von Klaukes neuem Aufgabenbereich führen.
© aero.de, Reuters | Abb.: Airbus | 13.04.2021 16:30

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Beitrag vom 14.04.2021 - 16:54 Uhr
Das stand zwar so ähnlich schon im ersten Kommentar aber ich habs halt für diejenigen Forumsteilnehmer die etwas schwerer von Begriff sind nochmal geschrieben.

Keine Ursache, immer wieder gerne.
Beitrag vom 14.04.2021 - 13:11 Uhr
👍
Beitrag vom 14.04.2021 - 10:56 Uhr
Just for the record, also nicht für dich Erik: ich kenn ihn nicht und ich weiß nichts genaueres, kann die Gründe für diese und jene Entscheidung nicht beurteilen.

Auch wenns nicht für mich war war - es beantwortet meine Frage ja trotzdem exakt so wie ich das erwartet hatte.


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