CO2-Preisschock
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Lufthansa schwant Übles

Lufthansa Airbus A320neo
Lufthansa Airbus A320neo, © Lufthansa

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FRANKFURT - Die EU-Kommission will die CO2-Gesetzgebung drastisch verschärfen. Lufthansa rechnet mit steigenden Kosten für Emissionsrechte. Die Airline fordert in einem aktuellen Positionspapier "Ausgleichszertifikate" für Zubringerstrecken, um gegenüber Wettbewerbern nicht in Nachteil zu geraten.

Polluter pays - der Verschmutzer zahlt. Die EU-Kommission will dieses Grundprinzip im CO2-Zertifikatehandel (ETS) stärken, um Klimaziele bis 2030 zu erreichen. In der Luftfahrt macht sich langsam aber sicher Panik breit.

Denn die bisher geübte Praxis, nach der Fluggesellschaften ein gewisses Emissionskontingent kostenfrei erhalten hatten, steht auf der Streichliste. Zeitgleich pendelt der Zertifikatepreis (EUA) um Höchstwerte - eine Tonne CO2-Ausstoß kostet derzeit rund 50 Euro.

Nach Einschätzung der Lufthansa ist das Ende der Fahnenstange dabei längst nicht erreicht. "Der Zertifikatspreis wird deutlich steigen", warnt Lufthansa im aktuellen Politikbrief.

Fluggesellschaften müssen ihre CO2-Emissionen von Flügen innerhalb der EU seit 2012 mit CO2-Zertifikaten unterlegen.

Als Referenzwert diente zuletzt die jeweilige Emissionsbasis von 2005: Airlines erhielten für 82 Prozent Zertifikate per kostenfreier Zuteilung, 15 Prozent über Auktionen und die restlichen drei Prozent aus einer Rücklage. Jede zusätzliche Tonne CO2 müssen Fluggesellschaften über den Markt kompensieren.

So hatte Lufthansa im Vorkrisenjahr 2019 63 Prozent ihrer Emissionen innerhalb der EU durch einen Zukauf von Zertifikaten beglichen. Bei den Netzwerkairlines fielen hierfür 57 Millionen Euro Kosten an, Eurowings gab weitere 53 Millionen Euro für CO2-Zertifikate aus.

Mehrbelastungen in Milliardenhöhe

Dem Konzern schwanen bei einer Abkehr von der kostenfreien Zuteilung neue Bürden. "Der ETS hat bei Zubringerflügen das Potenzial den ohnehin schon scharfen Wettbewerb zwischen den europäischen Fluggesellschaften und ihrer starken Konkurrenz aus dem Mittleren und Nahen Osten (weiter) zu verzerren", schreibt Lufthansa.

CO2-Kosten im Zubringerverkehr
Lufthansa: Wettbewerbsnachteile durch CO2-Kosten, © Lufthansa

Zubringerflüge an die Hubs könnten sich drastisch verteuern. Wenn Lufthansa einen Passagier von Madrid über Frankfurt nach Bangkok fliegt, verursacht das erste Leg bereits heute CO2-Kosten. Fliegt der gleiche Passagiere mit Turkish Airlines über Istanbul, ist kein Abschnitt des Flugs zertifikatpflichtig.

"Die Signale aus Brüssel zur Revision des ETS lassen noch nicht erkennen, ob die EU-Kommission Wettbewerbs­verzerrungen vermeiden wird", teilt Lufthansa mit. "Diese Entwicklung wäre ein Eigentor wenn sie keine tragfähige Lösung für Zubringerflüge enthielte. Transferverkehre in Europa, "die leicht auf ETS-freie Strecken verlagert werden können", sollten daher von "kostenpflichtigen Zertifikaten" befreit werden.

Lufthansa regt für diesen Zweck "Ausgleichszertifikate" an. Andernfalls drohten europäischen Fluglinien "Mehrbelastungen in Milliardenhöhe".
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 23.06.2021 11:51

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Beitrag vom 30.06.2021 - 18:21 Uhr

Interessant dabei wäre dann die Frage, warum Sie für Ihre eigene Firma so viel durch die Welt fliegen mussten, dass Sie bei allen 3 großen Netzwerken den Gold Status erflogen haben mit den vielen Flügen nach Asien, die Sie ja hatten.
Wenn Sie doch kein wildern auf den fremden Märkten wollen (also da hoffentlich dann auch nichts verkaufen) und ein ein starker Gegner von dem "billiger, billiger, billiger" sind (also da hoffentlich auch nichts günstig im Ausland kaufen), dann stellt sich mir wirklich die Frage, warum Sie so viel fliegen müssen/mussten.

Ich ich bereits schon was zu geschrieben- wie schonmal: lesen bildet.

Bitte was? Ich gehe mal davon aus, es soll heißen: "Da habe ich bereits schon was zu geschrieben?"

Wenn ja, wo denn bitte? Das konnte ich nicht finden, wie Ihre Fliegerei sich mit Ihrer Abneigung gegen Geschäfte machen mit externen Märkten und dem Drücken deutscher Standards durch den Kauf billigerer Produkte/Leistungen im Ausland einhergeht.

Woher nun wieder diese "Weisheit"?
Wahrscheinlich können Sie sich unter 'Geschäfte machen' in Ihrer Klugheit nichts anderes vorstellen, als andere so richtig übers Ohr zu hauen. Man soll aber eben nicht von sich auf andere schließen.
Und damit wären wir dann auch wieder am Ende unsere Konversation.

Was ist denn nun schon wieder mit Ihnen los? Jetzt werfen Sie hier schon wieder mit Beleidigungen um sich...

Sie haben weiter oben argumentiert, dass die Lufthansa nichts im externen MArkt zu suchen hat, weil man da im Fremden Markt wildert. Da geht es nicht darum, dass die Lufthansa im Ausland jemanden über's Ohr haut. Keine Ahnung, wie Sie jetzt darauf kommen, dass ich "Geschäfte machen" mit "andere so richtig übers Ohr zu hauen" gleichsetze.
Die Frage ist doch eine ganze einfache: Wenn Lufthansa oder jede andere Airline, die außerhalb ihres Heimatmarktes nach Ihren Aussagen in fremden Märkten wildert und dies scheinbar ein großes Problem ist, dann muss doch die Frage erlaubt sein, warum Sie offensichtlich ziemlich viel Geschäft im Ausland machen; mutmaßlich im weit entfernten Ausland, ansonsten würden die Stati ja nicht zustanden kommen.

Also keine Ahnung, wie Sie da jetzt wieder auf Ihre Anschuldigungen (und Beleidigungen) kommen....

Gut, da Ihr letzter Post in einem akzeptablen Ton gehalten ist (Danke dafür!), werde ich gerne noch einmal antworten.

Ich gebe zu, ich habe meine (zweite) Antwort etwas ironisch formuliert. Das hat den Grund: woher nehmen Sie Ihre Ansicht, ich würde Geschäfte mit "mit externen Märkten und dem Drücken deutscher Standards durch den Kauf billigerer Produkte/Leistungen im Ausland" machen!?

Ich flliege bzw. flog auch nicht nur nach Asien sondern auch nach Mittel- und Lateinamerika. Ich bin im Sportmarketing tätig und werde viel zu Seminaren und Weiterbildungen eingeladen. Aber, insofern haben Sie recht, meine Firma vertreibt und produziert auch (Sport)artikel für eine ganz spezielle Sportart. Diese lassen wir zum Teil in Asien (aber nicht in China - mit diesem Regime machen wir keine Geschäfte, trotz sehr lukrativer Angebote) herstellen. Allerdings, das können Sie mir glauben oder nicht, bemühe ich mich seit Jahren und nehme darauf (soweit möglich) massiv Einfluss, dass bei der Produktion bestimme Standards und Umweltauflagen (die es in diesen Ländern leider nicht gibt) eingehalten werden. Dafür haben wir auch bereits direkte Investitionen getätigt. Und auch auf die Bezahlung der Mitarbeiter*innen nehmen wir direkten Einfluss, indem wir einmal im Jahr ein Fest veranstalten und jedem Mitarbeiter eine Prämie DIREKT "in die Hand drücken".

Ich weiß dies klingt jetzt wie die "Legende vom guten Menschen" - ist aber nunmal so.

Was meine Status (wie ist der Plural? ;)) betrifft: habe ich diese nur noch, da alle drei Allianzen großzügig diese (wegen Corona) verlängert haben. Aber ich werde diese, auch bei Rückkehr zum "normalen" Geschäftsleben, sicher nicht behalten, da ich - wie schon geschrieben - meine deutschen Flüge komplett und meine europäischen fast vollständig eingestellt habe.

"Funfact" am Rande:
Der von Ihnen entdeckte Tippfehler ist gestern auf einer Dienstreise mit der Bahn (hat gewackelt) entstanden. Es gab ja meherer Foristen, die den Service bei der Bahn als 'grottenschlecht' bezeichnen. Kann ich - wie schon öfters geschrieben - das so nicht bestätigen. Gestern z.B. wurde ich über die Bahn App rechtzeitig davon informiert, dass mein Zug vermutlich über 50 Minuten Verspätung haben würde. Da ich bereits zeitig auf dem Bahnhof war, fragte ich den Zugbegleiter eines Abfahrtbereit stehenden Zuges um Rat, sagte der: fahren Sie mit uns mit - völlig unkompliziert und unbürokratisch. Dadurch war ich fast eine Stunde eher zu Hause als geplant. Finde ich gut!
Beitrag vom 29.06.2021 - 20:37 Uhr

Interessant dabei wäre dann die Frage, warum Sie für Ihre eigene Firma so viel durch die Welt fliegen mussten, dass Sie bei allen 3 großen Netzwerken den Gold Status erflogen haben mit den vielen Flügen nach Asien, die Sie ja hatten.
Wenn Sie doch kein wildern auf den fremden Märkten wollen (also da hoffentlich dann auch nichts verkaufen) und ein ein starker Gegner von dem "billiger, billiger, billiger" sind (also da hoffentlich auch nichts günstig im Ausland kaufen), dann stellt sich mir wirklich die Frage, warum Sie so viel fliegen müssen/mussten.

Ich ich bereits schon was zu geschrieben- wie schonmal: lesen bildet.

Bitte was? Ich gehe mal davon aus, es soll heißen: "Da habe ich bereits schon was zu geschrieben?"

Wenn ja, wo denn bitte? Das konnte ich nicht finden, wie Ihre Fliegerei sich mit Ihrer Abneigung gegen Geschäfte machen mit externen Märkten und dem Drücken deutscher Standards durch den Kauf billigerer Produkte/Leistungen im Ausland einhergeht.

Woher nun wieder diese "Weisheit"?
Wahrscheinlich können Sie sich unter 'Geschäfte machen' in Ihrer Klugheit nichts anderes vorstellen, als andere so richtig übers Ohr zu hauen. Man soll aber eben nicht von sich auf andere schließen.
Und damit wären wir dann auch wieder am Ende unsere Konversation.

Was ist denn nun schon wieder mit Ihnen los? Jetzt werfen Sie hier schon wieder mit Beleidigungen um sich...

Sie haben weiter oben argumentiert, dass die Lufthansa nichts im externen MArkt zu suchen hat, weil man da im Fremden Markt wildert. Da geht es nicht darum, dass die Lufthansa im Ausland jemanden über's Ohr haut. Keine Ahnung, wie Sie jetzt darauf kommen, dass ich "Geschäfte machen" mit "andere so richtig übers Ohr zu hauen" gleichsetze.
Die Frage ist doch eine ganze einfache: Wenn Lufthansa oder jede andere Airline, die außerhalb ihres Heimatmarktes nach Ihren Aussagen in fremden Märkten wildert und dies scheinbar ein großes Problem ist, dann muss doch die Frage erlaubt sein, warum Sie offensichtlich ziemlich viel Geschäft im Ausland machen; mutmaßlich im weit entfernten Ausland, ansonsten würden die Stati ja nicht zustanden kommen.

Also keine Ahnung, wie Sie da jetzt wieder auf Ihre Anschuldigungen (und Beleidigungen) kommen....
Beitrag vom 29.06.2021 - 20:28 Uhr

Interessant dabei wäre dann die Frage, warum Sie für Ihre eigene Firma so viel durch die Welt fliegen mussten, dass Sie bei allen 3 großen Netzwerken den Gold Status erflogen haben mit den vielen Flügen nach Asien, die Sie ja hatten.
Wenn Sie doch kein wildern auf den fremden Märkten wollen (also da hoffentlich dann auch nichts verkaufen) und ein ein starker Gegner von dem "billiger, billiger, billiger" sind (also da hoffentlich auch nichts günstig im Ausland kaufen), dann stellt sich mir wirklich die Frage, warum Sie so viel fliegen müssen/mussten.

Ich ich bereits schon was zu geschrieben- wie schonmal: lesen bildet.

Bitte was? Ich gehe mal davon aus, es soll heißen: "Da habe ich bereits schon was zu geschrieben?"

Wenn ja, wo denn bitte? Das konnte ich nicht finden, wie Ihre Fliegerei sich mit Ihrer Abneigung gegen Geschäfte machen mit externen Märkten und dem Drücken deutscher Standards durch den Kauf billigerer Produkte/Leistungen im Ausland einhergeht.

Woher nun wieder diese "Weisheit"?
Wahrscheinlich können Sie sich unter 'Geschäfte machen' in Ihrer Klugheit nichts anderes vorstellen, als andere so richtig übers Ohr zu hauen. Man soll aber eben nicht von sich auf andere schließen.
Und damit wären wir dann auch wieder am Ende unsere Konversation.


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