Beschichtungsprobleme
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Qatar Airways zieht jede vierte A350 aus dem Verkehr

Qatar Airways Airbus A350-1000
Qatar Airways Airbus A350-1000, © Airbus

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DOHA - Qatar Airways hat 53 Airbus A350 in Betrieb. Die Airline zieht 13 Flugzeuge der Teilflotte vorerst aus dem Verkehr. Nach Angaben von Qatar Airways baut sich das unterhalb des Lacks aufgetragene Oberflächenmaterial zu schnell ab. Wegen des Problems verweigert Qatar Airways die Annahme neuer A350.

Qatar Airways nimmt jede vierte A350 aus der Flugplanung. Das Grounding erfolge auf "explizite Anweisung" der katarischen Luftfahrtaufsicht, teilte die Airline mit. Als Ersatzlösung greift Qatar Airways auf ihre A330 zurück, die jetzt schneller aus dem Storage geholt werden.

An den Flugzeugen trage sich die Oberflächenbeschichtung unterhalb der Lackierung zu schnell ab, was Rissbildung im Verbundmaterial des Rumpfs beschleunige.

"Wir haben ein ernstes Problem mit Airbus, das wir klären müssen", hatte Airlinechef Akbar Al-Baker die Angelegenheit im Mai in einem Interview mit "Bloomberg" öffentlich gemacht.

Einen Monat später setzte der Großkunde die Annahme neuer A350 aus. "Qatar Airways stellt weiterhin einen Zustand fest, bei dem sich die Oberflächenbeschichtung unterhalb der Lackierung einiger Airbus A350-Flugzeuge zu schnell abbaut", sagte ein Airlinesprecher "Reuters" im Juni.

Keine Probleme bei Lufthansa

Über mögliche Vergleichsfälle bei anderen A350-Betreibern ist bisher nichts an die Öffentlichkeit gedrungen. "Wir kennen die Details nicht, die Qatar bemängelt", hatte eine Lufthansa-Sprecherin aero.de im Juni gesagt. Lufthansa werde daher auch "keine A350 außer Dienst stellen."

Die Entwicklung bei Qatar Airways nahm im November 2020 ihren Anfang als die Airline eine vier Jahre alte A350-900 zum Auftragen einer Sonderlackierung nach Shannon geschickt hatte. Beim Abtragen der alten Lackschicht stellten Techniker in Irland eine Auflösung des Oberflächenmaterials und feinste Risse fest.
© aero.de | Abb.: Airbus, Qatar Airways | 06.08.2021 07:52

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Beitrag vom 07.08.2021 - 18:48 Uhr
Ja ja... der Kamelmarkt.

Früher hatte man eine Prinzessin auf einer Erbse, heute ist es eine Lackschicht, die ein bisschen ruppelig ist und den armen Prinzen auf seinem Kamel nicht schlafen lässt.

Böser böser Hersteller aber auch!
Beitrag vom 06.08.2021 - 18:00 Uhr
Pünktlich zum Launch des neuen Frachters geht das Geschachere wie am Kamelmarkt wieder los.

Al-Baker wird nicht umsonst als barking Baker verspottet.

Es ist einfach seltsam das alle diese kleinen Probleme immer bei Qatar auftauchen, und immer nur dort ein Drama sind.
Ein Schelm wer dabei denkt es geht vlt. um die eh gesunkene Nachfrage auf den Asien routen nachdem dort einige Länder wieder komplett geschlossen sind.

ich frage mich wie er eigentlich alle diese B787 in die Flotte bekommen hat, die ja masig produktionsmängel aufweisen müssen.

Letztendlich wird Airbus sich das anschauen, feststellen ob es dramatisch ist, denn wenn das so sein sollte hätte man ein Problem.
Und dann wird Al-Baker A350f kaufen, mit etwas extra Rabatt, weil es für seine Airline absolut Sinn macht, mit 53 A350 in der flotte und 24 A35k on order.
Beitrag vom 06.08.2021 - 11:31 Uhr
Es ist ja nicht das erste Mail, dass Al Akbar sich wegen irgendetwas aufregt und rumpöbelt.
Komisch ist tasächlich, dass von keiner anderen Airline derartige Reklamationen publiziert werden, es fliegt der A350 doch bei viel mehr Airlines als nur bei QR!

Lässt er nur Muckis spielen um beim Preis der avisierten A350F drücken zu können??


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