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Boeing startet Aufholjagd mit der 737 MAX

Boeing 737 MAX 10
Boeing 737 MAX 10, © Boeing

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SEATTLE - Die 737 MAX wird für Boeing wieder planbar. Konzernchef David Calhoun traut dem Krisenprogramm ab Jahresende 50 Auslieferungen pro Monat zu. Der 2022 einsetzende Hochlauf steht und fällt mit der Wiederzulassung der 737 MAX in China - Boeing will hier ein Stück weit auf Risiko spielen.

Von der N7201S hängt gerade viel ab: Boeing hat die werkseigene 737 MAX 7 letzte Woche für Testflüge nach Shanghai überstellt - China ist der letzte große Markt, der die 737 MAX noch nicht wieder zugelassen hat.

Calhoun hatte anstehende Testflüge im Beisein der chinesischen Luftfahrtaufsicht CAAC vor Ort bereits nach Vorlage der Quartalsbilanz Ende Juli angedeutet. "Wir haben von Beginn an eng mit ihnen zusammengearbeitet", sagte der Boeing-Chef. Boeing rechne mit einer Wiederfreigabe der 100 in China gesperrten 737 MAX "noch dieses Jahr".

Die große Politik - China und Boeing streiten über Handelsfragen - wird der 737 MAX "nicht in die Quere kommen", zeigte Calhoun Zuversicht. "Beide Seiten teilen ein Interesse dran, in diesem Industriebereich voranzukommen."

Boeing will die aktuelle Produktionsrate von 16 737 MAX bis Anfang 2022 auf 31 737 MAX pro Monat anheben. "Wir sind auf diese Rate gut vorbereitet", sagte Calhoun. Zwar werde der Programmerfolg 2022 maßgeblich von China abhängen. "Aber wir haben gewisse Puffer eingebaut."

Boeing will das China-Risiko zudem überwiegend selbst schultern - die Zulieferer tragen den Hochlauf laut Calhoun daher mit.

Airbus legt mit A320neo vor

Über das laufende Jahr will Boeing den Bestand an vorproduzierten 737 MAX mit der Auslieferung von 165 Flugzeugen halbieren. Die Liefertermine sind nach den Krisen-Turbulenzen 2020 sowohl für Airbus als auch für Boeing wieder besser planbar. "Wir könnten mit bis zu 50 Auslieferungen aus dem Jahr gehen", sagte Calhoun mit Blick auf die 737 MAX.

Airbus trimmt das Konkurrenzmodell A320neo ebenfalls wieder auf Stückzahlen - Ende 2021 will Airbus die Linien auf 45 A320neo pro Monat hochfahren. Im zweiten Quartal 2023 soll die Produktion mit 64 Monatseinheiten sogar den Vorkrisentakt von 2019 überschreiten. Mittelfristig strebt Airbus auf den A320neo-Linien sogar eine 75er-Rate an.
© aero.de | Abb.: American Airlines | 10.08.2021 09:21

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Beitrag vom 10.08.2021 - 12:43 Uhr
Boeing will hier ein Stück weit auf Risiko spielen

@Aero: Im Kontext der MAX ist das mal ein recht gewagtes Wortspiel ...


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