Klasjet
Vor 6 Tagen

Nationalspielerin Schult sieht DFB-Flugpartnerschaft kritisch

Klasjet Boeing 737-500
Klasjet Boeing 737-500, © Klasjet

Verwandte Themen

BERLIN - Nationalspielerin Almuth Schult sieht die Zusammenarbeit des Deutschen Fußball-Bundes mit einer litauischen Klasjet für Reisen der Männer-Nationalmannschaft kritisch. Bis vor der Coronakrise war die Lufthansa die Airline der Wahl für den DFB.

Almuth stelle sich die Frage, "warum der DFB wie schon bei der EM ein Flugzeug aus Litauen charterte", schrieb die 30 Jahre alte Torhüterin in ihrer Kolumne für das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) mit Blick auf das WM-Qualifikationsspiel der DFB-Auswahl auf Island am vergangenen Mittwoch.

"Von Litauen nach Island, von Island nach Deutschland und von Deutschland nach Litauen. Das sind mehr als 1.500 km Extraweg." Die Nationalspielerin fragte: "Sprechen wir nicht immer häufiger - und zum Glück auch im Fußball - über Nachhaltigkeit und mehr Klimaneutralität? Ist es vorbildlich, die Reduzierung der Kosten über die des CO2-Ausstoßes zu stellen und das als ein durchaus wohlhabender Sportverband?"

Diese Frage sollten sich "auch viele Vereine stellen, in denen die Entscheidungen oft ähnlich getroffen werden". Der Fußball wolle Vorbild sein. "Er muss es auch umsetzen", schrieb Schult.

Die Klasjet Boeing 737-500 mit der DFB-Nationalmannschaft an Bord musste in Edinburgh landen, © @Radar_Assistant


Der Rückflug der Männer-Nationalmannschaft am 8. September von Island hatte für großes Aufsehen gesorgt, weil die in Reykjavik gestartete Boeing 737-500 der Klasjet mit einem Großteil der Mannschaft an Bord wegen eines defekten Ersatzstromgenerators auf dem Flughafen von Edinburgh notlanden musste. Die Rückreise wurde Stunden später in einem Ersatzflugzeug fortgesetzt.

Der DFB besitzt eigentlich noch einen Vertrag mit der Lufthansa bis ins Jahr 2022, derzeit greift der Verband aber auf Alternativangebote zurück. Im vergangenen Jahr musste die wegen der Corona-Pandemie höchst angeschlagene deutsche Fluglinie mit einem Milliarden-Paket der Bundesregierung gerettet werden.

DFB-Direktor Oliver Bierhoff hatte Ende Juli betont, dass aber über eine Fortsetzung der Partnerschaft gesprochen werden soll.
© dpa, aero.de | Abb.: Klasjet | 14.09.2021 10:01

Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de registrieren oder einloggen.

Beitrag vom 14.09.2021 - 14:04 Uhr
Es gab eine Zeit, da musste die APU vor Einflug in das Überwassersegment laufen, da sie in großer Höhe nicht anspringt. Kann aber inzwischen anders sein.




Die APU muss nur dann getestet werden wenn man in der ETOPS Zulassung ist und nach KEF bzw. von KEF nach Europa braucht man kein ETOPS, das ist also Unsinn, oder, naja 40 Jahre her. ;-)
Genau so wie die Kritik von Frau Schult, denn der Flieger kam nicht aus Vilnius ind Litauen, sondern aus Le Bourget Paris.
Man sollte also vorher einfach mal die Fakten klären bevor man eine solche Kritik übt, aber sowas ist heute ja nicht mehr üblich.


Dieser Beitrag wurde am 14.09.2021 14:06 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 14.09.2021 - 13:57 Uhr
Gänzlich unter aller Sau ist das Verhalten des DFB, allerdings nicht nur in dieser Beziehung. Wenn man selber (zumindest die Bundesligavereine, die ja durchaus mit dem DFB verbandelt sind) Staatsknete in Coronazeiten kassiert (wobei bei den Gehältern der Herren Spieler ja durchaus Luft nach unten ist, bevor sie Aufstockung beantragen müssen), dann kann man sein Geld auch bei denen lassen, die vom selben Staat Knete kriegen, damit sie in einer nicht selbst verschuldeten Lage nicht pleite gehen. Aber das fällt wohl unter die Überschrift 12.000 € teurer Armbanduhren und irgendwelcher Sklaven, die man in Qatar nicht entdeckt hat.


Ist die GEschichte nicht auch eher andersrum: LH zahlt doch massiv Geld als Sponsor an den DFB und bekommt nicht dieses Geld, oder irre ich mich da? Soweit ich weiß will doch LH diese Kosten einsparen und deswegen raus aus diesem Vertrag.
Beitrag vom 14.09.2021 - 13:16 Uhr
Das wirft ja alles nicht das beste Licht auf Klasjet.
Tatsächlich liegt der Verdacht nahe, dass sich der Flieger schon mit einem Generator inop auf den Weg gemacht hat. Das gibt die MEL zwar her, aber soll m.W. für den Flug nach Island nicht sein. Es gab eine Zeit, da musste die APU vor Einflug in das Überwassersegment laufen, da sie in großer Höhe nicht anspringt. Kann aber inzwischen anders sein.
Single generator ist sicher ein Grund zum next suitable airport zu fliegen, aber eine emergency wird es erst, wenn der dann auch noch ausfällt, und man auf SBY power fliegt, und einem die Zeit im Nacken sitzt.
Alles in allem (bei der bekannten Faktenlage) ein wenig dubios.

Gänzlich unter aller Sau ist das Verhalten des DFB, allerdings nicht nur in dieser Beziehung. Wenn man selber (zumindest die Bundesligavereine, die ja durchaus mit dem DFB verbandelt sind) Staatsknete in Coronazeiten kassiert (wobei bei den Gehältern der Herren Spieler ja durchaus Luft nach unten ist, bevor sie Aufstockung beantragen müssen), dann kann man sein Geld auch bei denen lassen, die vom selben Staat Knete kriegen, damit sie in einer nicht selbst verschuldeten Lage nicht pleite gehen. Aber das fällt wohl unter die Überschrift 12.000 € teurer Armbanduhren und irgendwelcher Sklaven, die man in Qatar nicht entdeckt hat.




Dieser Beitrag wurde am 14.09.2021 13:20 Uhr bearbeitet.


Stellenmarkt

Schlagzeilen

aero.uk

aero.ukWe spread our wings to the UK. Visit aero.uk for daily aviation news from our editors and Reuters.

schiene.de

Meistgelesene Artikel

Community

Thema: Pilotenausbildung

PaxEx.de Passenger Experience

FLUGREVUE 09/2021

Shop

Es gibt neue
Nachrichten bei aero.de

Startseite neu laden