Konsequenzen aus Chaos-Samstag
Älter als 7 Tage

BER setzt "Eingreiftruppe" ein

BER Airport
BER Airport, © FBB, Günter Wicker

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BERLIN - Nach dem Abfertigungschaos vom vergangenen Wochenende erwartet der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) erneut einen starken Andrang von Reisenden. Hauptreisetag werde nach aktueller Prognose der Freitag mit rund 70.000 Passagieren sein, sagte ein Flughafensprecher am Donnerstag.

Der Flughafenbetreiber setzt nach eigenen Angaben bereits 40 zusätzliche Kräfte aus den eigenen Reihen ein, um den Passagieren im Terminal zu helfen und die Gepäckabfertigung zu beschleunigen.

Überlange Wartezeiten wie am vergangenen Samstag sollen in einer gemeinsamen Anstrengung sämtlicher Systempartner vermieden werden.

Derzeit ist der Check-in besonders aufwendig, weil aufgrund der Corona-Pandemie die meisten Reisenden dort Corona-Tests oder Impfnachweise vorlegen müssen, um ihre Reise antreten zu können.

Die Lufthansa kündigte an, zu den Stoßzeiten die Zahl ihrer Check-in-Schalter von 12 auf 18 zu erhöhen. Auch in den Wartebereichen solle mehr Personal eingesetzt werden, erklärte eine Sprecherin.

Die zwischenzeitlich zurückgenommene Aufforderung an die Passagiere, sich möglichst vier Stunden vor Abflug am Flughafen einzufinden, wiederholte Lufthansa nicht. Sie bat die Passagiere, ihre Unterlagen zu überprüfen und die Möglichkeiten zum Online-Check-in für Reisen in Nicht-Risiko-Gebiete zu nutzen.

Die zusätzliche "Eingreiftruppe" bestehe aus BER-Mitarbeitern, die sich freiwillig gemeldet hätten, sagte der Flughafensprecher. Sie würden flexibel bis zum Ferienende am 24. Oktober eingesetzt. Sie sollen Reisende im Terminal in die richtige Schlange weisen, Fragen beantworten und bei Bedarf beim Gepäck mit anfassen. Eigentlich sind diese Aufgaben an private Dienstleister vergeben.

Die 70.000 für Freitag erwarteten Gäste sind der bisherige Rekordwert für die Herbstferien. Am vergangenen Freitag hatten rund 67.000 Menschen den Flughafen genutzt. Für Samstag erwartet der Flughafen mit 52.000 Fluggästen etwas weniger als eine Woche zuvor. Am Sonntag soll dann mit 66.000 Menschen wieder das Niveau vom Ferienbeginn erreicht werden.

Am BER ist derzeit aus Kostengründen nur das Hauptterminal T1 geöffnet. Eine Öffnung des im vergangenen Jahr fertiggestellten Terminals T2 ist laut Betreibergesellschaft erst bei einem dauerhaften Andrang von täglich mindestens 70.000 Passagieren vorgesehen.
© dpa-AFX | Abb.: FBB | 14.10.2021 13:14


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