Dubai Airshow 2021
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Emirates denkt über Börsengang nach

Emirates Airbus A380
Emirates Airbus A380, © Airbus

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DUBAI - Die Regierung von Dubai zieht nach der Krise eine Teilprivatisierung von Emirates in Betracht. Zusammen mit der Airline könnten weitere Größen des Dubaier Luftfahrtsektors Aktien an private Investoren ausgeben. Auf der Dubai Airshow schürte Emirates zeitgleich neue Flottenspekulationen.

Emirates ist die größte Langstreckenairline der Welt - und seit der Gründung 1985 fest in staatlicher Hand. Die Corona-Krise hat den Konzern 2020 schwer getroffen.

Jetzt rechnet Dubai einen Börsengang seiner Airline durch. Emirates könnte Aktien am Dubaier Handelsplatz ausgeben, deutete Emirates-Präsident Scheich Ahmed Bin Saeed Al Maktoum gegenüber dem TV-Sender "Asharq" am Rande der Dubai Airshow einen Börsengang an.

Die Regierung stützt Emirates mit 3,7 Milliarden US-Dollar Eigenkapital. Im Sommerhalbjahr von April bis September hatte Emirates die Erlöse um 81 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 6,7 Milliarden US-Dollar gesteigert und den Fehlbetrag von 3,8 auf 1,6 Milliarden US-Dollar mehr als halbiert.

Neustart mit A350 und Premium Economy

Derzeit überdenkt Emirates ihre Flottenstruktur - die Airline will den Schwerpunkt bei Neuauslieferungen in den nächsten Jahren dabei möglicherweise von der Boeing 777-9 auf kompaktere Airbus A350 verlagern. Boeing wird die ersten 777X nach Verzögerungen in der Zulassung ohnehin frühestens Ende 2023 ausliefern.

"Boeing muss noch einige Probleme abstellen" sagte Emirates-Chef Tim Clark der Finanznachrichtenagentur "Bloomberg" in Dubai. "Wir haben auch Flugzeuge von Airbus im Vorlauf. Wir werden uns das alles ansehen und entscheiden, was am besten in das Netz passt. Hinsichtlich Zusammensetzung und Zahlen kann sich das vieles noch ändern."

Sicher ist, dass die Premium Economy Class bei Emirates in Zukunft eine größere Rolle in der Strategie spielen wird. Bisher verfügen erst sechs A380 der Airline über das Produkt zwischen Business Class und regulärer Economy. Bis Mitte 2024 werden die Sitze in 53 Boeing 777-300ER und 52 weiteren A380 nachgerüstet, teilte Emirates mit.

Die Regierung von Dubai will laut Medieninformationen mehrere staatliche Unternehmen über die Börse teilprivatisieren. Zusammen mit Emirates könnte der Technikdienstleister Dnata gelistet werden. Auch der staatliche Flugzeuglessor Dubai Aerospace gilt als potenzieller Börsenkandidat.
© aero.de | 16.11.2021 11:10

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Beitrag vom 17.11.2021 - 12:02 Uhr
Es standen dutzende A380 und B77W bereits vor Corona ungenutzt herum.

War ein grosses Thema, wurde ausführlich diskutiert. Und das gewinn gerade in Dubai erstmal nur eine Buchzahl ist, tja.
Beitrag vom 17.11.2021 - 11:40 Uhr
Es ist auf jeden Fall ein guter Punkt den Sie da schreiben. Ich bin gespannt welche Lösungen sich Emirates und Dubai überlegt haben, denn die A350, 787 und 777X sind bestellt. Gleichzeitig hat Tim Clark gesagt, dass er möglichst alle A380 auch über 2030 hinaus verwenden möchte.

Ihre Vorschläge sind mittlerweile näher an der zukünftigen Entwicklung als es noch vor wenigen Jahren aussah. Emirates und Etihad sprechen angeblich wieder über eine Kooperation. Der Bau des Hyperloops zwischen Dubai und Abu Dhabi hat bereits begonnen, soll allerdings erst in der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts fertig werden. Und ob dieser von DXB nach AUH geht, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Sinnvoll wäre es.

Daher bleibt es abzuwarten wie sich die Zukunft von den ME3 entwickeln wird. Ich denke selbst mit der pre-Covid Situation sollten zumindest Emirates und Qatar zufrieden sein.
Beitrag vom 17.11.2021 - 09:32 Uhr
@fly-high
Sie schreiben, dass der Börsengang von Emirates für eine schnelle Expansion genutzt werden kann auch mit 787 und 350 auf Feederstrecken. Dabei vergessen Sie eine ganz wichtige Tatsache. Slots gibt es in DXB keine mehr und ein Ausbau ist nicht möglich. Eine Expansion mit zusätzlichen Flügen ist daher dort unmöglich. Jeder A350 und jede 787 ersetzen dort vor Ort entweder einen A380 oder eine 77W was mit einer Kapazitätsreduzierung einher geht. DWC wird vermutlich nie fertig gebaut werden und hauptsächlich als Frachthub genutzt werden.

Würde es sich nicht um die VAE handeln würde man vermutlich einfach entscheiden AUH als zweites Hub neben DXB zu eröffnen und die stark kriselnde Etihad mit Fly Dubai und Emirates zu fusionieren. In AUH ist die Kapazitätserweiterung des Flughafens vorhanden und würde problemlos zusätzliche Flüge ermöglichen. Eine Erweiterung des Flughafens wäre ebenso problemlos möglich. Eine Zugverbindung von beiden Airports nach DWC für reine Frachtflüge und alle drei Airports können gut ausgelastet werden und bieten noch reichlich expansionspotential. Da aber jedes Emirat da selbst aktiv sein möchte wird es dazu wohl nicht kommen, auch wenn es viele Probleme sofort lösen würde. Mit einem Hochgeschwindigkeitszug zwischen AUH und DXB könnte man sogar Umsteigeverbindungen für Passagiere anbieten. Die 130km wären mit einem Transrapid wie bspw. in Shanghai in 20-30 Minuten zu bewältigen. Da sind manche Fußwege in FRA länger. ;)


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