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IAG guckt sich ITA ebenfalls an

ITA Airways Airbus A320
ITA Airways Airbus A320, © ITA

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FRANKFURT - Frankfurt, München, Wien, Zürich, Brüssel - und 2022 vielleicht Rom: Lufthansa ist laut Medienberichten im Anflug auf ein fünftes Konzerndrehkreuz. Verhandlungen mit der neuen italienischen Fluggesellschaft ITA werden konkreter. Der Konzern lässt sich nicht in die Karten gucken - und hat Konkurrenz.

Lufthansa greift nach ITA. Nach einem Zeitungsbericht über einen bevorstehenden Lufthansa-Einstieg bei der Airline vergangene Woche zeichnen sich Eckpunkte des möglichen Deals ab.

Laut Quellen der Tageszeitung "Il Messagero" verhandelt Lufthansa über 15 bis 20 Prozent an ITA mit einer Ausbauoption auf bis zu 40 Prozent. Lufthansa will das weder bestätigen noch dementieren. "Wie üblich kommentieren wir solche Spekulationen nicht", sagte ein Lufthansa-Sprecher aero.de am Freitag.

Lufthansa gilt als Favoritin der ITA-Spitze um Fabio Lazzerini und Alfredo Altavilla. Im Verbund mit Lufthansa will ITA die Drehkreuzfunktion des Flughafens Rom stärken - das Langstreckengeschäft gilt in der Strategie des Alitalia-Nachfolgers als Schlüssel zu schwarzen Zahlen.

"In Italien hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass ITA allein auf der Langstrecke erfolgreich sein kann", sagte ein Lufthansa-Insider aero.de am Dienstag. "Ryanair fliegt in Italien an jeder Ecke, dagegen ist auch ITA chancenlos." Ryanair hatte ihren Marktanteil in Italien 2021 zeitweise auf über 40 Prozent gesteigert.

Delta und IAG

Lufthansa hat bei ITA ernstzunehmende Konkurrenz. So soll ein groß angelegter Codeshare-Vertrag zwischen Delta Air Lines und ITA bei Lufthansa im Dezember für einige Nervosität gesorgt haben, ist aus dem Konzernumfeld zu vernehmen.

"Il Messaggero" berichtet zudem über ein mögliches Interesse des British-Airways-Konzerns IAG an ITA, der nach Wettbewerbseinwänden der Behörden die geplante Übnernahme von Air Europa abgebrochen hat.

Das rege Interesse verzerrt die Realität, in der ITA immer noch ein Risikogeschäft ist - Erfolg ist der Airline keineswegs sicher. Vorgängerin Alitalia hat systematisch Geld verbrannt, mal das der italienischen Steuerzahler, ein anderes Mal das von Etihad Airways, die rund zwei Milliarden Euro in einem Rettungsexperiment versenkt hatte und 2017 das Weite suchte.

Die italienischen Regierung unter Ministerpräsident Mario Draghi will es bei ITA gar nicht erst auf einen Versuch ankommen lassen - und drängt auf eine zügige Investorenlösung. Bis 2025 fließen 1,35 Milliarden Euro vom Staat an ITA, nach dieser Starthilfe soll sich die Airline selbst tragen. Basta.
© aero.de | Abb.: ITA | 12.01.2022 07:15

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Beitrag vom 12.01.2022 - 22:45 Uhr
Die Medien verstehen nicht den Unterschied zwischen ernsthaftem Interesse und „mal den Verkaufsprospekt anschauen um die aktuellen Zahlen zu sehen“. Niemand der die ITA Zahlen gesehen hat wird da ernsthaft mitmachen, es sei denn es gibt irgendwelche Absicherungen oder Garantien der Regierung. LH soll Air Dolomiti ausbauen. Die Italiener fliegen doch lieber über MUC als über Rom. Und in Mailand, dem wichtigsten Markt, ist ITA auf Langstrecke garnicht vertreten.


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