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USA grounden 400 CH-47

Boeing CH-47F Chinook
Boeing CH-47F Chinook, © US Army

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FORT RUCKER - Die US Army lässt vorsorglich 400 Boeing Chinook-Transporthubschrauber am Boden stehen - bis deren Triebwerksdichtungen überprüft sind. Durch nicht standardgemäße Teile droht Feuergefahr. Dem Grounding ging eine Serie von Triebwerksbränden an der CH-47 voraus.

Die Flugsperre für die 400 Boeing CH-47 Chinook der US-Heeresflieger wurde am Dienstag durch das U.S. Army Materiel Command erlassen.

Grund war, dass bei Routine-Wartungsarbeiten in einer Werft der US Army nicht standardgemäße Dichtungsringe in einigen T55-Triebwerken von Honeywell entdeckt worden waren. Im schlimmsten Fall könnte sich daraus eine Brandgefahr ergeben.

Die bemängelten Teile sollen aber weder direkt beim Hersteller, noch bei anschließenden Wartungen seitens des Herstellers verbaut worden sein. Rund 70 Hubschrauber gelten als "verdächtig", bei ihrer vorherigen Wartung mit den jetzt bemängelten O-Ringen bestückt worden zu sein, die nicht der Herstellerspezifikation entsprechen.

Die US Army hatte nach mehreren Chinook-Triebwerksfeuern eine systematische Ursachenforschung in die Wege geleitet.
© FLUG REVUE - SST | Abb.: USAF | 31.08.2022 16:08

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Beitrag vom 02.09.2022 - 01:58 Uhr
Edit:Ansonsten frag ich mich warum z.B. bei der Concorde so ein Auffriss gemacht wurde weil nach Jahrzehnten sicheren Betriebs einmal ein Stück Schrott die Tanks durchschlagen hat.Statistisch wäre es auch sehr unwahrscheinlich gewesen, dass sich das häufig wiederholt hätte.

Absolut unsinniges Beispiel. Der Flugbetrieb mit der Concorde sollte nach dem Absturz bei Paris wieder aufgenommen werden, doch die Luftfahrtkrise nach 9/11 machte dieses ohnehin unrentable Flugzeug dermaßen unwirtschaftlich, dass seine Betreiber den Stecker zogen.

Nochmals zum Mitschreiben: In den Triebwerken von etwa 70 Chinook sind Dichtungsrichte verbaut worden, die in einer kleinen Zahl von Fällen (laut US-Presse ganze drei Male) zu Triebwerksbränden führten. Daraufhin hat man die Flotte gegroundet, um die Teile austauschen zu können. Das ist eine vernünftige Vorsichtsmaßnahme, und geboten durch die Fürsorgepflicht für die Crews.

Trotzdem: Es besteht weder ein Grund zur Panik, noch einer zum Boeing-Bashing, da Boeing für die Triebwerke nicht verantwortlich ist. Wohlgemerkt: Es handelte sich um Vorfälle, wo sich ausgetretener Kraftstoff im Triebwerk entzündete, und nicht um "Explosionen". Die Crews sind darauf vorbereitet, das Feuer kann gelöscht, das Triebwerk abgeschaltet werden, und der Hubschrauber kann mit einem Triebwerk weiterfliegen.
Beitrag vom 01.09.2022 - 17:43 Uhr
Wo steht da was von explodierenden Triebwerken?
Man kann Dinge auch überdramatisieren... zumal der Chinook auch mit einem Triebwerk weiterfliegen kann.
Der Vorfall in Hannover ist komplett irrelevant für die jetzt angeordneten Untersuchungen.

Wo hab ich von explodierenden TW geschrieben. Es geht dadrum, das im Fall der Fälle wohl das TW vorher ausgeschaltet werden würde. Dabei fällt gut die Hälfte der Leistung sehr spontan erstmal weg ehe das zweite TW genug Leistung erzeugt um den Wegfall auszugleichen. In der Zeit fehlt Auftrieb. Soweit einverstanden? Damit sackt der Hubschrauber ersteinmal einige Meter ab. Und wenn der dabei gerade mal 10m über deinem Dach ist, hat der nicht wirklich Spielraum. Und die Explosion auf der Ila hat insoweit Relevanz, dass ich das Schadensbild eines solchen Crash bereits gut kenne und beurteilen kann was sowas in einer dichten Siedlungsbebauung wie der Innenstadt einer Grossstadt ausrichten würde!

Selten so einen geistigen Durchfall gelesen. Manche Menschen scheinen sich in der Anonymität des Internets auch für gar nichts zu schämen
Beitrag vom 01.09.2022 - 16:28 Uhr
BTW: wenn einTriebwerk brennt, ist es nicht ausgefallen. Es fehlen also nicht plötzlich die Hälfte der Leistung. Man arbeitet die entsprechende Checkliste ab und stellt es im Laufe der Liste selbst ab. Die crew ist darauf also vorbereitet. Von daher kein Grund zur Sorge, dass der Hubschrauber plötzlich in die Stadt fällt.


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