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COMAC will 2022 nur eine C919 liefern

Comac C919
Comac C919, © Comac

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SHANGHAI - Die C919 hat die Flugerprobung abgeschlossen. Die Zulassung steht weiter aus - Erstbetreiber China Eastern Airlines rechnet 2022 nur noch mit einem Flugzeug.

China Eastern Airlines revidiert ihre kurzfristige Flottenplanung. Statt drei erwarte man bis Jahresende nur noch eine C919, teilte die Fluggesellschaft am Mittwoch mit.

Chinas A320-Rivale hatte im Juli die Flugtests abgeschlossen, derzeit wertet die Luftfahrtbehörde CAAC die Dokumentation aus. Das erste Serienflugzeug für China Eastern Airlines soll kurz nach der Zertifizierung übergeben werden - der Jet war im Mai zu seinem Erstflug abgehoben.

China Eastern Airlines rechnet 2022 inzwischen nur noch mit 19 Zugängen in der Teilflotte A320neo - drei weniger als bislang. Wegen stockender Triebwerkslieferungen musste Airbus auch andere Airlines vertrösten und hat das Jahreslieferzahl bereits von 720 auf 700 Flugzeuge zurückgedreht.

Die C919 ist mit 158 bis 174 Sitze und 4.075 bis 5.555 Kilometer Reichweite auf die Bedürfnisse des chinesischen Inlandsverkehrs abgestimmt. Einen allzu intensiven Preiswettbewerb mit den Alternativen von Airbus und Boeing will COMAC mit dem neuen Jet offenbar nicht entfachen.

Aus einer früheren Pflichtmitteilung von China Eastern Airlines geht ein Preis von umgerechnet 97,5 Millionen US-Dollar pro Flugzeug für die ersten vier C919 hervor - zum Vergleich: ein Airbus A320neo steht derzeit mit 110,6 Millionen US-Dollar in der Preisliste, Boeing ruft für eine 737 MAX 8 121,6 Millionen US-Dollar auf.
© aero.de | 01.09.2022 07:05


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