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Lufthansa startet Digitaloffensive für Netzairlines

Lufthansa startet IT-Offensive
Lufthansa Systems, © Lufthansa Systems

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FRANKFURT - Eurowings ist bei der Digitalisierung weiter als die Netzwerker in der Lufthansa. Konzernchef Carsten Spohr will mit einer IT-Offensive auch Lufthansa, Austrian, Swiss und Brussels Airlines zu neuen Digitallösungen für den Flugalltag verhelfen. Lufthansa macht Mittel für 500 zusätzliche Entwickler locker.

In der Datenwolke sehen Airlines viel Potenzial. Der Wechsel auf Cloud Services hat sich gleichwohl "als große Herausforderung erwiesen", stellte Eurowings im August 2020 fest.

Die Lufthansa Punkt-zu-Punkt-Airline hatte den Stillstand in den ersten Monaten der Pandemie für die Umstellung ihrer Flugplansoftware auf eine Cloud-Lösung sinnvoll genutzt - und hat im verzweigten Lufthansa-Konzern damit die Rolle des digitalen Vorreiters inne.

"Diese Krise hat die letzten zweieinhalb Jahre auch gezeigt, wo die Branche bei der Digitalisierung noch nicht soweit ist, wie sie es sein sollte", zündete Lufthansa-Chef Carsten Spohr am Montagabend in Frankfurt die nächste Stufe der Digitalstrategie. Lufthansa will die Digitalisierung der Netzwerkairlines mit mehr Nachdruck vorantreiben.

"Wir haben einen Digital Hangar beschlossen", sagte Spohr. Noch im September will Lufthansa in einer stillgelegten Fabrik in Raunheim ein neues Entwicklerzentrum eröffnen. Weitere Standorte plant der Konzern in Zürich, Wien, Brüssel und Danzig.

Ein Entwickler pro Tag

Nach dem Vorbild von Eurowings sollen im Digital Hangar digitale Lösungen "für das deutlich komplexere Umsteigeprodukt unserer Hub-Airlines" entstehen, sagte Spohr.

Dafür stockt Lufthansa das Personalbudget deutlich auf. "Wir werden ganz grob die nächsten eineinhalb Jahre jeden Tag einen Entwickler einstellen", sagte Spohr. "Neben den 6.000 IT-Experten, die wir jetzt schon unter anderem bei Lufthansa Systems haben, werden wir das um 500 (Stellen, Red.) erhöhen."
© aero.de | Abb.: Lufthansa Systems | 07.09.2022 10:00

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Beitrag vom 08.09.2022 - 08:15 Uhr
Danke für die Klarstellung, das hatte ich anders mitbekommen.
Beitrag vom 07.09.2022 - 23:40 Uhr
hätte man die eigene IT Tochter nicht an IBM verscherbelt

Differenzierung: Die Infrastruktur mit dem Rechenzentrum in Kelsterbach inkl. der halben Belegschaft der Lufthansa Systems wurde abgespalten und an IBM verscherbelt.

Der Rest blieb im Konzern als Lufthansa Systems GmbH & Co. KG

Außerdem blieb Lufthansa Systems Hungary (in Teilen) und neu etabliert wurde seitdem Lufthansa Systems Danzig.
Beitrag vom 07.09.2022 - 19:16 Uhr
Sehr interessant ... hätte man die eigene IT Tochter nicht an IBM verscherbelt, hätte man jetzt eine IT Butze mit Personal, was vermutlich deutlich günstig wäre als aktuekll am IT Markt neues einzustellen. Raunheim Revival - mal schauen, wann Taubengrund wieder als Adresse auftaucht. Verteilung wird dann vermutlich 20% in Rhein-Main, Wien, Zürich und Brüssel sein und 80% in Danzig. Wobei gut ausgebildete Entwickler in Zaragoza oder Bukarest günstiger zu finden sind, als in Polen.


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