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Frankfurt bremst Airlines im Winter aus

Enteisung
Enteisung am Flughafen Frankfurt, © Fraport AG

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FRANKFURT - Frankfurt verharrt im Krisenmodus: Fraport drosselt den Eckwert am Lufthansa-Drehkreuz auch über den Winter. Ein "sprunghafter Anstieg der Belastungsspitzen" müsse "unbedingt vermieden" werden, forderte der Flughafenbetreiber Airlines zur kurzfristigen Anpassung von Slotserien auf.

Im Idealfall verträgt der FRA 106 Starts- und Landungen - pro Stunde. Im Sommer 2022 hatte der Flughafen den Eckwert bei 88 Flugbewegungen gekappt - mehr gaben die Abfertigungskapazitäten nicht her.

Nach Informationen von aero.de traut der Betreiber dem Drehkreuz zumindest zum Beginn der Wintersaison 2022/2023 noch keine Normalisierung zu.

Im Sinne eines stabilen Betriebsniveaus "muss ein sprunghafter Anstieg in den Belastungsspitzen unbedingt vermieden werden", setzte Fraport Airlines am 22. September ins Bild. "Dies ist die Voraussetzung für die Rückkehr des Gesamtsystems zu seiner früheren Leistungsfähigkeit." Das Schreiben liegt aero.de vor.

Tags zuvor hatte Fraport beim Bundesverkehrsministerium eine Herabsetzung der "Kapazitätszielwerte" für den Winter 2022/2023 "um zunächst ca. 15 Prozent" beantragt. Im Verlauf des Winterflugplans will der Flughafenbetreiber die Kapazität "in Richtung der festgesetzten Eckwerte stufenförmig und monatlich anrampen".

Airlines stricken Winterflugplan um

Vom 29. Oktober bis 31. Dezember 2022 zieht Fraport die Haltelinie für das Drehkreuz Frankfurt bei 90 Bewegungen pro Stunde.

An der Schwelle zum Winterflugplan müssen Fluggesellschaften ihr FRA-Programm kurzfristig umplanen. "Stabiler Flugbetrieb in den Wellen hat Vorrang", sagte ein Topmanager einer großen deutschen Airline aero.de. "Trotzdem hätten wir uns diese Festlegung mit mehr Vorlauf gewünscht." Zumal Fraport Druck macht.

"Die Luftverkehrsgesellschaften werden (...) dringend dazu aufgefordert, für den Zeitraum 29.10. - 31.12.2022 sowie für Slotserien im WFP2022/23 Slots zurückzugeben und/oder Slotänderungen vorzunehmen", heißt es in dem Schreiben. Es liege an den Airlines "zu entscheiden, welche Flüge annulliert oder zeitlich verschoben werden sollen."
© aero.de | Abb.: A. Mohl | 04.10.2022 09:40


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