Triebwerksabschaltung
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FAA schreibt Update der A220-Software vor

Airbus A220-300
Airbus A220-300, © Airbus

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WASHINGTON - An einem Airbus A220 schalteten sich direkt nach der Landung beide Triebwerke selbst ab. Pratt & Whitney hat nach dem Vorfall die Software überarbeitet, die an der A220 den Triebwerksschub überwacht. Die US-Luftfahrtbehörde FAA schreibt das Update nun zwingend vor.

Kopenhagen, 11. Juli 2021: Air Baltic Flug 139 aus Riga landet in der dänischen Hauptstadt. Im Moment des Aufsetzens endet die Routine - beide Triebwerke der A220-300 YL-AAQ schalten sich schlagartig ab. Für die Strecke zum Gate fordern die Piloten einen Schlepper an.

Die "ungesteuerte Abschaltung beider Triebwerke" hat bei der Landung zu einem "Leistungverlust und Hyraulikausfall" geführt und die Bremsfunktion beeinträchtigt, schreibt die FAA in einer aktuellen Lufttüchtigkeitsanweisung. Die Ursache liegt laut FAA in einer speziellen Softwarelogik.

Die automatische Schubregelung hatte die Leistung zunächst erhöht, um die Geschwindigkeit zu halten. Unmittelbar danach schalteten die Piloten die Triebwerke in Leerlauf. Der kurzfristige "Widerspruch zwischen tatsächlichem und eingestelltem Schub" hat die Systeme irritiert und die Trust Control Malfunction (TCM) ausgelöst.

Softwareupdate

Die Folge: Sobald die Räder aufsetzten, hat das Wächtersystem die Triebwerke automatisch abgeschaltet. Ein Update der EEC FADEC-Software soll falschen Rückschlüssen in der TCM-Logik vorbeugen.
© aero.de | Abb.: Airbus | 05.01.2023 17:41

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Beitrag vom 07.01.2023 - 11:55 Uhr
Dann sind wir uns ja einig, die Aviation Authorities (AA)schreiben die Tests vor und prüfen die Ergebnisse ggfs. mit Teilnahme, oder auch Anerkenntnis der Prüfungen einer anderen AA, wo z.B. der Flieger bereits zugelassen wurde.
Der Sensor "compression of the main landing gear strut" prevents inadvertent landing gear up
selection when on ground, ist auch ein Signal für den thrust reverser u.a.
Der glimpflich ausgegangene Vorfall zeigt doch, dass die Computersteuerung in Verbindung mit FADEC nicht ausreichend auf Funktionalität getestet wurde, das wäre dann in der Verantwortung der AAs. Wahrscheinlich ticken in den 1Mio Softwarestatements noch weitere bugs.
Beitrag vom 06.01.2023 - 14:56 Uhr
Was soll denn sonst deren Aufagbe sein.

Die FAA oder EASA testet im Normalfall nicht selbst die Steuer- und Sensormodule eines Flugzeugs.
Sie schreibt nur vor, welche Tests durchgeführt und welche Testprotokolle zur Prüfung eingereicht werden müssen.
Eventuell ist sie auch mit Beobachtern zu einem Test anwesend.
Durchführen (lassen) muss die Tests jedoch der Hersteller.


Dieser Beitrag wurde am 06.01.2023 14:58 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 06.01.2023 - 14:51 Uhr
von den FAA's schon garnicht.

Das ist auch nicht deren Aufgabe.


Nicht im Trüben fischen, mit den (plural) FAAs waren allgemein die zuständigen Luftfahrtbehörden gemeint, in diesem Fall die EASA, der Artikel nannte jedoch die Stellungnahme von der FAA, die sich wegen der Triebwerke von Pratt & Whitney eingeschaltet hat. Letztlich trägt die Behörde welche die Zulassung erteilt auch eine Verantwortung. Was soll denn sonst deren Aufagbe sein.


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