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Lufthansa und Italien verpassen nächste ITA-Frist

ITA Airbus A350-900
ITA Airbus A350-900, © Airbus

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FRANKFURT - Die Verhandlungen über einen Lufthansa-Einstieg bei der staatlichen italienischen Fluggesellschaft ITA sind auch zum Ablauf einer zweiten Frist nicht zum Abschluss gekommen. Die Gespräche werden aber fortgesetzt. "Wir befinden uns weiterhin in intensiven Verhandlungen", sagte ein Lufthansa-Sprecher am Freitag.

Auf der Verkäuferseite äußerte sich das italienische Finanzministerium zunächst nicht. Es hatte den 12. Mai als erneute Frist für die Verhandlungen mit dem Lufthansa-Konzern gesetzt.

Beide Seiten verhandeln seit Januar über die Übernahme eines 40-Prozent-Anteils an der Nachfolgerin der legendären Alitalia. Alleiniger Eigentümer der defizitären Ita Airways ist der italienische Staat. Lufthansa will sich Optionen auf eine spätere vollständige Übernahme sichern. Der Deal stünde unter dem Vorbehalt wettbewerbsrechtlicher Prüfungen auf nationaler und europäischer Ebene.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte zuletzt auf der Hauptversammlung am Dienstag sein Übernahmeziel gelobt: ITA sei nicht mit der früheren Alitalia zu verwechseln. "Es ist mit 3.900 Mitarbeitern und 70 Flugzeugen in Rom und Mailand sehr effizient aufgestellt. Nach Abschluss einer Kaufvereinbarung und Zustimmung der EU-Kommission sehen wir für Ita als Teil unserer Gruppe gute Erfolgsaussichten."

Laut Kreisen war zuletzt noch strittig, wie Milliardeninvestitionen in die ITA-Flotte zwischen Lufthansa und ITA aufgeteilt werden. Italien soll zudem auf einen dauerhaften Sitz im ITA-Verwaltungsrat drängen.
© dpa-AFX | Abb.: Airbus | 12.05.2023 16:43

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Beitrag vom 13.05.2023 - 11:58 Uhr
Air Dolomiti verabschiedet sich auch aus Italien. Die fliegen jetzt auch Schweiz München, Österreich Frankfurt, Orly München, Bremen München etc. Ein Blick in Flightradar24 reicht. Wahrscheinlich lukrativer als aus Norditalien.

Unsinn, AirDolomiti zieht sich nicht aus Italien zurück sondern baut Flotte und Netz aus.
Beitrag vom 12.05.2023 - 21:20 Uhr
Carsten Spohr sieht ITA also "sehr effizient aufgestellt ". ITA wird im laufenden Jahr einen Verlust von 300 Mio machen. In meinen Augen ist das nicht sehr effizient sondern sehr ineffizient. Ich kann mich nur wiederholen: Finger weg von ITA. Air Dolomiti reicht für die Zubringerflüge zu den eigenen Drehkreuzen völlig aus.

Genau aus diesem Grund sitzen an der Spitze von Konzernen auch gut bezahlte Manager und es wird nicht in Foren abgestimmt. Zwischen einem geplanten Minus und der Effizienz eines Unternehmens besteht kein bis wenig Zusammenhang.

Air Dolomiti verabschiedet sich auch aus Italien. Die fliegen jetzt auch Schweiz München, Österreich Frankfurt, Orly München, Bremen München etc. Ein Blick in Flightradar24 reicht. Wahrscheinlich lukrativer als aus Norditalien.

Vielleicht auch einfach nur, weil die Kostenstruktur noch günstiger ist und die Nachfrage in Norditalien nicht so groß war während der Pandemie und man deshalb die Flieger gut im Verbund einsetzen konnte?
Beitrag vom 12.05.2023 - 19:53 Uhr
Carsten Spohr sieht ITA also "sehr effizient aufgestellt ". ITA wird im laufenden Jahr einen Verlust von 300 Mio machen. In meinen Augen ist das nicht sehr effizient sondern sehr ineffizient. Ich kann mich nur wiederholen: Finger weg von ITA. Air Dolomiti reicht für die Zubringerflüge zu den eigenen Drehkreuzen völlig aus.

ITA wird dieses Jahr 300 Mio miese machen? Das wissen Sie im Mai? Können Sie mir bitte noch die Lottozahlen für morgen geben?
Gerne, aber nur so wie ich sie geplant habe ;-) Die 300Mio wurden verkündet als Erwartungen für dieses Jahr und sind so im Businessplan auch eingepreist. Was es am Ende wird, wird man sehen. So wie die Lottozahlen.


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