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SLIM fällt bei Mondlandung auf die Nase

SLIM
SLIM, © JAXA

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TOKIO - Bei ihrer Landung auf dem Mond vor einigen Tagen ist die japanische Sonde "SLIM" etwas verdreht aufgesetzt. Es werde davon ausgegangen, dass der Raumflugkörper am Ende "eine fast senkrechte Position mit dem Haupttriebwerk nach oben" eingenommen habe, teilte die staatliche Raumfahrtagentur Jaxa am Freitag mit.

Die Agentur stützte sich dabei auf Daten, die von der Sonde stammten. Das Vorderteil zeigt demnach nach unten.

Die ungewöhnliche Lage war auf Bildern zu sehen, die die Behörde veröffentlichten und die von Kameras eines kleinen, kugelförmigen Mondrovers nach der Landung gemacht wurden. Das Erkundungsfahrzeug hatte sich vor der Landung zusammen mit einem zweiten Mondrover, der für Messungen eingesetzt werden sollte, von der Sonde getrennt.

"SLIM" war am 20. Januar japanischer Zeit auf der Mondoberfläche gelandet. Allerdings lieferten die Sonnenkollektoren an der Sonde nach der Landung keinen Strom mehr. Der Lander wurde daraufhin abgeschaltet. Vor der Abschaltung hatte eine Kamera an Bord von "SLIM" noch Bilder von der Mondoberfläche machen können. Laut JAXA war eines der beiden Haupttriebwerke infolge von Unregelmäßigkeiten beim Landeanflug ausgefallen.

Die Agentur hatte sich am Donnerstag trotz der Probleme mit der Energieversorgung zufrieden mit dem Projekt gezeigt, da eine Landung sehr nah am anvisierten Ziel gelungen sei. Japan ist nach der ehemaligen Sowjetunion, den USA, China und Indien das fünfte Land, dem eine sanfte Landung auf dem Erdtrabanten gelungen ist.
© dpa-AFX | Abb.: JAXA | 26.01.2024 16:05

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Beitrag vom 27.01.2024 - 08:56 Uhr
Die ungewöhnliche Lage war auf Bildern zu sehen, die die Behörde veröffentlichten und die von Kameras eines kleinen, kugelförmigen Mondrovers nach der Landung gemacht wurden

Die sieht man zB hier:
 https://arstechnica.com/space/2024/01/a-japanese-spacecraft-faceplanted-on-the-moon-and-lived-to-tell-the-tale/?itm_source=parsely-api

Laut JAXA war eines der beiden Haupttriebwerke infolge von Unregelmäßigkeiten beim Landeanflug ausgefallen.

Eins der beiden Landetriebwerke ist nicht nur aus- sondern sogar abgefallen (Bild ebenfalls im Ars Artikel). Und zwar schon in etwa 50m Höhe.
Es spricht für die Robustheit der Programmierung der Landesequenz, dass dieser Ausfall noch weitgehend kompensiert werden konnte.
Allerdings entwickelte der Lander durch den asymetrischen Schub eine Lateralbewegung von ca. 1,3 m/s, was letzendlich wohl das Umkippen um die falsche Achse bewirkt haben wird.

Die Solarzellen zeigen jetzt übrigens nach Westen statt nach oben.
Daher produzieren sie aktuell, am lokalen Vormittag an der Landestelle, zwar keinen Strom, es ist aber durchaus möglich, dass der Lander am lokalen Nachmittag, also im Lauf der nächsten Woche, so ab Donnerstag, genug Strom bekommt um aufzuwachen.


Dieser Beitrag wurde am 27.01.2024 15:19 Uhr bearbeitet.


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