Verkehrsbeeinträchtigungen
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Bauernproteste rund um den Frankfurter Flughafen

Polizeieinsatz im Rahmen der Bauernproteste rund um den Frankfurter Flughafen
Polizeieinsatz im Rahmen der Bauernproteste rund um den Frankfurter Flughafen am 03.02.2024, © Polizei Frankfurt
FRANKFURT - Hunderte Landwirte haben mit einer Protestfahrt um den Frankfurter Flughafen gegen das Auslaufen der Steuererstattungen für Agrardiesel demonstriert. Laut Polizei versammelten sich Landwirte mit rund 400 Traktoren, angekündigt waren zuvor bis zu 2.000. Der Ort war nicht zufällig gewählt.

Der Flughafenbetreiber Fraport bat darum, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Flughafen anzureisen oder für die Anreise im Auto mehr Zeit einzuplanen. Nach dem Ende des Protests sagte ein Sprecher: "Es kam temporär zu Beeinträchtigungen, weil wir die B43 sperren mussten." Aber die Zufahrt der zum Terminal sei für Fluggäste jederzeit möglich gewesen.

Den Frankfurter Flughafen wählten die Landwirte nicht zufällig aus. Es gehe bei dem Protest nicht mehr nur um Agrardiesel, sondern um fairen Wettbewerb, teilten mehrere der teilnehmenden Bauernverbände mit.

"Was für die Luftfahrt gilt, muss auch für uns Bauern gelten: Nach wie vor wird Flugbenzin nicht besteuert, weil damit ein Wettbewerbsnachteil für die deutsche Luftfahrt verbunden wäre." Der Flughafen Frankfurt und der Cargo-Bereich stünden symbolisch für die Einbindung der deutschen Wirtschaft und Landwirtschaft in globale Lieferketten und Märkte.

Die Ampel-Koalition hat ihre Sparpläne bei der Landwirtschaft für den Haushalt 2024 bereits abgeschwächt. Die Steuervergünstigungen beim Agrardiesel sollen demnach nicht auf einen Schlag enden, sondern in den nächsten Jahren schrittweise auslaufen.

Dagegen gibt es seit Wochen bundesweite Proteste von Landwirten. Ferner geht es bei den Demonstrationen auch um aus Sicht der Bauern zu strenge Vorgaben und überbordende Bürokratie. Besonders vom Protest betroffen waren die Bundesstraßen 43 und 44, der Airportring sowie die Anschlussstelle Zeppelinheim der A5.
© dpa | Abb.: Polizei Frankfurt | 03.02.2024 05:41

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Beitrag vom 04.02.2024 - 21:45 Uhr
Fährt ein Traktor auf der Straße?

Klar. Die fahren zu tausenden sogar auf der Autobahn. Selbst gesehen :P
Beitrag vom 04.02.2024 - 19:35 Uhr
Nun. Auch nicht alle Bauern werfen mit Mist um sich.
Und nicht alle Klima- und Umweltaktivisten kleben sich auf Straßen oder fliegen in den Urlaub. :-)

@Tip: Nun auch die 750.000€ für eine Arbeitsmaschine müssen verdient und abbezahlt werden, egal ob Premium Marke oder Standard.
Dafür erhalten die Landwirte auch ausreichend Subventionen.... Es wäre allerdings noch besser, sie würden angemessene Preise für ihre Produkte erhalten. Aber da kaufen viele halt doch die billigeren Importe.

Die Maschinen kosten im Ausland aber genauso viel also wirds wohl kaum daran liegen sondern eher an den viel höheren Betriebskosten wie z.B. aber nicht nur der Mineralölsteuer.

Was war eigentlich nochmal das Argument für deren Einführung? Ach ja: die Straßen müssen bezahlt werden.

Braucht ein Traktor eine Straße?

Fährt ein Traktor auf der Straße?

Nein
Beitrag vom 04.02.2024 - 18:05 Uhr
Nun. Auch nicht alle Bauern werfen mit Mist um sich.
Und nicht alle Klima- und Umweltaktivisten kleben sich auf Straßen oder fliegen in den Urlaub. :-)

@Tip: Nun auch die 750.000€ für eine Arbeitsmaschine müssen verdient und abbezahlt werden, egal ob Premium Marke oder Standard.
Dafür erhalten die Landwirte auch ausreichend Subventionen.... Es wäre allerdings noch besser, sie würden angemessene Preise für ihre Produkte erhalten. Aber da kaufen viele halt doch die billigeren Importe.


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