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Swiss verliert Kernkompetenzen an den Konzern

Swiss Airbus A320
Swiss Airbus A320, © Swiss

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ZÜRICH - Dieter Vranckx räumt Ende Juni das Chefbüro bei Swiss. Der Manager zieht in den Lufthansa-Konzernvorstand ein. Nach einem Medienbericht schränkt Lufthansa parallel den Bewegungsspielraum der Schweizer Tochtergesellschaft vor Ort ein - Swiss gibt zwei wichtigte Bereiche an die zentrale Konzernsteuerung ab.

Zum 1. Juli braucht Swiss einen neuen Chef. Zumindest öffentlich hat sich die Schweizer Lufthansa-Tochter zwei Wochen vor dem Stichtag noch nicht auf eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger für Dieter Vranckx festgelegt.

Lufthansa stellt die Konzernspitze neu zusammen, drei der künftig fünf Mitglieder sind neu in das Gremium berufen. Vranckx wird das Ressort "Globale Märkte und kommerzielle Steuerung Hubs" leiten - und aus der neuen Position heraus auch weiterhin einen direkten Draht nach Zürich haben.

Die "Neue Zürcher Zeitung" (NZZ) berichtet unter Berufung auf Kreise, dass Swiss im Sommer die Kompetenzbereiche "Netzwerkplanung" und "Revenue-Management" an den Konzern abtreten wird. Wohin Swiss fliegt und wie teuer die Sitze verkauft werden, soll künftig zentral in Frankfurt entschieden werden.

Swiss meldete für 2023 eine operative Marge von 13,7 Prozent. Zum Vergleich: Bei der Lufthansa-Mainline lag die Kennziffer bei 5,3 Prozent.

"Größere Freiheitsgrade"

Die enorme Profitabilität hat Swiss bisher eine Sonderstellung in dem über eine Matrixstruktur verflochtenen Lufthansa-Konzern gesichert - bei den Netzgesellschaften Austrian und Brussels Airlines regiert die Konzernzentrale spürbarer mit.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte im Mai in einem Interview mit der "NZZ" auf  "größere Freiheitsgrade" bei Swiss verwiesen. "Wir versuchen aber grundsätzlich, Entscheide nicht nur in Frankfurt, sondern übergreifend über die Drehkreuze hinweg zu treffen."

Kompatibles Interkontprodukt

Das gilt auch für das Produkt. Lufthansa und Swiss gleichen ihre Interkontkabinen der neuen Generation aneinander an: Lufthansa "Allegris" und Swiss "Swiss Senses" sollen Umsteiger an die Konzerndrehkreuze Frankfurt, München und Zürich locken.
© aero.de | Abb.: Airbus, Swiss | 17.06.2024 08:51

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Beitrag vom 17.06.2024 - 23:42 Uhr
Da die Kernkompetenz der Swiss eine operative Marge von 13.7% gegenüber der LH von 5.3% erwirtschaftet hat, wird diese Funktion in die LH transferiert. Ergo wird die Swiss von FRA aus an die Wand gefahren. Schade für die Cash Cow Swiss und ade Gewinn da dies die LH erfolgreich vernichten wird.
Beitrag vom 17.06.2024 - 22:39 Uhr
So werden also die Erfolgreichen in der Carsten AG belohnt – mit Kompetenz-Entzug. Ist sicher sehr motivierend.


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