Flug LY5102
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Flughafen Antalya verweigert El Al nach Notlandung Betankung

El Al Boeing 737-800
El Al Boeing 737-800, © Stansted Airport

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ANTALYA - Ein medizinischer Notfall zwingt eine 737-800 von El Al zur Landung in Antalya. Flughafenpersonal verweigert der Crew dort eine Nachbetankung.

Am 7. Oktober 2023 verüben Terroristen der Palästinenser-Organisation Hamas ein Massaker an israelischen Zivilisten und nehmen Geiseln. Israel schickt daraufhin Truppen in den Gaza-Streifen. Der Gaza-Krieg belastet seither auch das Luftfahrt-Gefüge in der Region.

Das unterstreicht ein aktueller Zwischenfall in Antalya. Am Sonntag musste eine 737-800 der israelischen Gesellschaft El Al, Flug 5102 von Warschau nach Tel Aviv, wegen eines medizinischen Notfalls an Bord in der türkischen Hafenstadt zwischenlanden.

Der Passagier erhielt laut einem Bericht der "Times of Israel" vor Ort medizinische Versorgung, für den Weiterflug nach Tel Aviv benötigte die 4X-EKA dann noch etwas zusätzlichen Sprit.

Nach Angaben von El Al weigerten sich Flughafenmitarbeiter, die israelische 737 zu betanken. Zudem durften die Passagiere während der rund vierstündigen Wartezeit vor Ort die Maschine nicht verlassen.  Mit dem verbleibenden Sprit in den Tanks flog die 737-800 in den frühen Abendstunden ins nahe Rhodos - und konnte dort nachtanken.

Der Leiter der Grenzverwaltung des Flughafens Antalya, Suat Seyitoglu, wies den Vorwurf von El Al zurück. Das Flugzeug sei in Antalya wegen eines kranken Passagiers gelandet, habe diesen abgesetzt und sei binnen zehn Minuten weitergeflogen, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Alle anderen Behauptungen seien unwahr.

Der Flughafen fertige tägliche Hunderte Flüge ab, es landeten auch israelische Flugzeuge. Das Bodenpersonal könne nicht eigenständig handeln, da sich alle an Regel und Gesetze hielten.

Unter Berufung auf diplomatische Quellen berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu zudem, dass das Flugzeug nach der Notlandung aus "humanitären Erwägungen" betankt werden sollte, doch der Kapitän habe noch während der Prozedur entschieden, weiterzufliegen.

Vor dem Gaza-Krieg flog Turkish Airlines so oft nach Israel wie keine andere ausländische Fluggesellschaft. Inzwischen sind die Linien gekappt, das Verhältnis zwischen der Türkei und Israel ist frostig.
© aero.de, dpa-AFX | 01.07.2024 08:28

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Beitrag vom 02.07.2024 - 19:28 Uhr
Die Türken erzählen wieder Geschichten die B738 stand 3 Std auf dem Flugplatz.
Nix Patient raus und weiter.

30.6.2024
 https://de.flightaware.com/live/flight/ELY5102
Beitrag vom 02.07.2024 - 18:42 Uhr
Es ist besorgniserregend wie wenig Geschichtskenntnis - vielmehr bewusste Geschichtsvergessenheit - hier im Forum herrscht.

Ich finde es eher besorgniseregend, wie Sie hier in Ihren Beiträgen Geschichtsklitterung als Problemanalyse verkaufen wollen. Das hier ist ein Luftfahrt-Forum und keins für Halbwahrheiten.

Bestes Beispiel ist der Satz "from the river to the sea".
Dieser Satz ist keine reine palästinensische Hetz- und Vertreibungsphantasie.
Dieser Satz entstammt auch der Feder des Manifests der Likud-Partei des Jahres 1977.
Dort heißt es "between the Sea and the Jordan there will only be Israeli sovereignty".

Natürlich wird der Satz auf palästinensischer Seite mit Vertreibung der Israeli in Zusammenhang gesehen, was denn sonst? Sind Mord und Totschlag vielleicht bloß unbekannte palästinensische Sitten, Raketen auf Zivilbevölkerung ein Begrüßungsritual und Militärstützpunkte unter Kindergärten nur zur Erziehung der lieben Kleinen gedacht?

Als doch angeblich so Geschichtsbewusster sollten Sie aber auch den zweiten Teil dieses Satzes kennen: "From the River to the Sea, Palestine will be free" ist der verbale Wunsch nach einer Zweistaatenlösung, den, wie Sie wissen müssten, derzeit weder Hamas noch Hisbolla realisieren wollen, jedenfalls machen sie keinen zielführenden Versuch dazu. Genauer gesagt ist es die plakative Anfeuerung der Massen, die Israeli ins Meer zu treiben und dort zu ersäufen - oder haben Sie die dazugehörigen Sprüche auch schon vergessen?

Sie dürfen gerne noch so ein paar Eigentore mit fragwürdigen Zitaten schießen.
Beitrag vom 02.07.2024 - 10:53 Uhr
wenn es kein Militätflügzeug ist, dann würde es auch betankt werden und dürfte weiterfliegen.

Das ist eine Fehl-Einschätzung. Die Notlage endet mit der sicheren Landung. Eine erneute Betankung gehört nicht dazu und - jetzt wird es ganz krude - kann sogar ein Verstoß gegen Wirtschaftssanktionen darstellen, was dann zu hohem Schaden für das betankende Unternehmen führen kann.

Zum restlichen vereinfachten Weltbild fällt mir nichts mehr ein...


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