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Lufthansa: Mehr Konkurrenz durch Golfairlines als 2019

Lufthansa Airbus A350-900
Lufthansa Airbus A350-900, © Airbus

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FRANKFURT - Turkish Airlines, Emirates, Etihad Airways, Qatar Airways: Lufthansa sieht sich in ihren Heimatmärkten 2024 stärkerer Flugkonkurrenz aus der Türkei und dem Nahen Osten ausgesetzt als im Vorkrisenjahr 2019. Der Konzern warnt vor "strukturellen Verschiebungen im Markt".

"BoGu": Lufthansa fasst unter diesem Schlagwort die starken und überwiegend staatlich getragenen Airlines vom Bosporus und Persischen Golf zusammen. Die BoGu-Konkurrenz ist für Lufthansa spätestens seit der Rückkehr der Asiennachfrage wieder ein Topthema.

"Von ihren Drehkreuzen fliegen die BoGu-Carrier in diesem Sommer die Heimatmärkte der Lufthansa mehr als 700-mal pro Woche an", teilte Lufthansa am Donnerstag in Frankfurt mit. "Das sind noch einmal acht Prozent mehr Frequenzen als im starken Referenzjahr 2019."

Lufthansa-Airlines fliegen aktuell 30-mal wöchentlich an die Hubs am Golf und in der Türkei, ein Rückgang von sechs Prozent gegenüber 2019. "Auf Deutschland bezogen stehen im Sommer wöchentlich 450 Verbindungen der BoGu-Carrier rund 20 Lufthansa-Verbindungen gegenüber", hat Lufthansa nachgerechnet.

Der Konzern fürchtet um Marktanteile im Asienverkehr - und sieht schon jetzt "strukturelle Verschiebungen im Markt".

Lufthansa verweist auf Daten des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) zum Flugverkehr Richtung Asien: 2010 stiegen knapp 40 Prozent der Passagiere aus Deutschland an Drehkreuzen außerhalb der EU um. 2023 waren es bereits 55 Prozent. Der Anteil deutscher Hubs sank seit 2010 von 17 auf 10 Prozent.

Auch Direktverbindungen verlieren laut Lufthansa an Bedeutung. "Der Anteil europäischer Hubs stagniert auf niedrigem Niveau", heißt es aus Frankfurt.

"Schere wird sich weiter öffnen"

Der Kranich-Konzern erneuert in diesem Zusammenhang Forderungen nach einer Überprüfung des EU-Klimamaßnahmenpakets "Fit for 55". In aktueller Form würden die Klimagesetze "bestehende Kostennachteile für EU-Unternehmen" noch weiter vergrößern und eine "Verkehrsverlagerung vor die Tore der EU" beschleunigen.

Parallel rechnet Lufthansa mit weiter wachsendem Wettbewerbsdruck aus dem Nahen Osten. "Diese Schere wird sich weiter öffnen, die Ambitionen an Golf und Bosporus sind enorm", stellt Lufthansa im aktuellen Politikbrief fest und nennt Beispiele: "Saudi-Arabien will das Passagieraufkommen bis 2030 auf 330 Millionen Reisende mehr als verdreifachen. Dafür wurde mit Riyadh Air gleich ein neuer Flagcarrier gegründet. Im benachbarten Katar ist das größte Flughafenterminal der Welt geplant, die Investitionskosten in Dubai: rund 33 Milliarden Euro. In Istanbul soll die Airport-Kapazität bis 2028 auf 200 Millionen Reisende pro Jahr steigen."
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 05.07.2024 06:25

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Beitrag vom 09.07.2024 - 18:08 Uhr

Das ist aber eine eigenwillige Betrachtungsweise. Die Zahlen sind ja da, die Zahlen sind schlüssig und wurden hier auch mehrfach erklärt. Wenn Sie sich wirklich daran aufhängen, dass Sie die Zahl nicht glauben, nur weil die irgendwo nicht explizit genannt wurde, lässt mich ehrlich gesagt daran zweifeln, ob Sie die Zahl wirklich glauben würden, wenn die denn jemand genannt hätte. Denn erklärungen dazu gibt es genug. Auch die Aussagen von GF Mitglieder à la "wir wollen genauso viele einstellen wir letztes Jahr" o.ä. ... ob sie das also wirklich glauben würden, wenn es da steht... ich weiß nicht.

Es passt halt nicht in sein Weltbild von der bösen, die Angestellten ausbeutenden Lufthansa. ‚Borniertheit‘ passt hier perfekt!

Wenn es Sie glücklich macht... ;).

Mir fällt für Sie eine andere Bezeichnung ein, aber meine Erziehung verbietet mir andere zu verunglimpfen.

Wieso verunglimpfen?
Borniertheit: stur von sich, seiner Meinung und Position überzeugt und alle anderen Standpunkte ignorierend

Nirgends passt es besser als hier zu Ihrem Standpunkt!
Beitrag vom 09.07.2024 - 17:45 Uhr
@X-Ray, @Christian159:

Zugegeben, die Renteneintritte und die Fluktuation hatte ich das letzte mal aussen vor gelassen.

Allerdings wem oder was soll man mehr vertrauen als der LHG und ihren offiziellen Statements selber!?

Super Idee! Dann „vertrauen“ Sie doch einfach diesem „offiziellen Statement“ der LHG:

 https://newsroom.lufthansagroup.com/lufthansa-group-plant-2024-rund-13000-neueinstellungen/

„Bereits 2023 wurden über 13.000 neue Mitarbeitende eingestellt“.

Dann brauchen Sie nicht nach vier Monaten diese völlig sinnlose Diskussion wieder aufzumachen.
Beitrag vom 09.07.2024 - 17:20 Uhr

Das ist aber eine eigenwillige Betrachtungsweise. Die Zahlen sind ja da, die Zahlen sind schlüssig und wurden hier auch mehrfach erklärt. Wenn Sie sich wirklich daran aufhängen, dass Sie die Zahl nicht glauben, nur weil die irgendwo nicht explizit genannt wurde, lässt mich ehrlich gesagt daran zweifeln, ob Sie die Zahl wirklich glauben würden, wenn die denn jemand genannt hätte. Denn erklärungen dazu gibt es genug. Auch die Aussagen von GF Mitglieder à la "wir wollen genauso viele einstellen wir letztes Jahr" o.ä. ... ob sie das also wirklich glauben würden, wenn es da steht... ich weiß nicht.

Es passt halt nicht in sein Weltbild von der bösen, die Angestellten ausbeutenden Lufthansa. ‚Borniertheit‘ passt hier perfekt!

Wenn es Sie glücklich macht... ;).

Mir fällt für Sie eine andere Bezeichnung ein, aber meine Erziehung verbietet mir andere zu verunglimpfen.


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