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Drohne blockiert Abflug von Rettungshubschrauber

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ALTENKIRCHEN - So einen Fall hat ein Polizist im Westerwald noch nie erlebt: Eine schwer verletzte Motorradfahrerin kann nicht ins Krankenhaus geflogen werden, weil eine Drohne permanent stört.

Eine Drohne hat nach einem Motorradunfall im Westerwald den Start eines Rettungshubschraubers verhindert. Deshalb verzögerte sich der Transport einer schwer verletzten Motorradfahrerin ins Krankenhaus deutlich, wie die Polizei mitteilte. Die 61-Jährige habe nur noch mit einem Rettungswagen dorthin gebracht werden können.

Die Frau war den Angaben zufolge in einer abschüssigen scharfen Rechtskurve nach links von der Fahrbahn abgekommen. Sie prallte gegen die Leitplanke und stürzte die Böschung hinunter. Bei der Unfallaufnahme tauchte die wohl zivile Drohne mehrmals in der Luft auf. "Hierdurch konnte der Rettungshubschrauber nicht starten", erklärte die Polizei.

"Eine sofort eingeleitete Fahndung führte nicht zum Auffinden des Drohnenpiloten. Es wird ein Strafverfahren gegen Unbekannt eingeleitet", hieß es in der Polizeimitteilung weiter. Zeugen würden gesucht.

Ein Polizeisprecher sagte: "Vielleicht war es gar nicht mal böser Wille. Vielleicht hat sich jemand mit einer Drohne mit Kamera gesagt: Da oben an der B8 ist was los, da fliege ich mal gucken." Allerdings sei dies nur Spekulation, betonte der Sprecher. Drohnenüberflüge über Bundesstraßen seien jedenfalls verboten. In seinen mehr als 20 Jahren als Polizist habe er so einen Fall noch nie erlebt.
© dpa | 01.05.2025 20:10

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Beitrag vom 07.05.2025 - 17:56 Uhr
Sofern sie nicht zu weit weg sind (wovon man ausgehen muss oder die Entscheidung nicht zu fliegen war schlicht unnötig) sind Kleindrohnen mit (semi)automatischen Waffen durchaus gut zu bekämpfen.

"Nicht zu weit weg" ist relativ. Wir reden hier über den Endanflugkorridor im ein- bis zweistelligen Kilometer-Bereich, da findet man die Drohnen praktisch nicht mal mehr per Fernglas geschweige denn dass man auf diese Entfernung treffsicher schiessen könnte.


Wie genau hat man die Drohne dann bemerkt?

Merkst selber oder?
Beitrag vom 06.05.2025 - 13:37 Uhr
Für mich gäbe es tatsächlich nur eine Lösung durch laserwaffen, wenn es die dafür gäbe

Die am besten geeignete Methode um solche kleinen elektrischen Geräte unbrauchbar zu machen sind Mikrowellen. Diese Geräte arbeiten ziemlich unspektakulär und wurden daher meist nicht bestellt gegenüber Krachbum-Lösungen. Die Briten sind jetzt aber wieder dran: RF DEW.
Beitrag vom 06.05.2025 - 09:55 Uhr
"Jammer" für die Kasernen und Flughäfen, "Folgedronen" für die Flughäfen und ggfs Polizei wären Lösungsmöglichkeiten Ein Freund der als Fotograf eine sehr moderne Drohne mit (hochwertiger Kamera) hat, hat mir mal gezeigt wie diese einem fliegenden Objekt (Modellflugzeug) nach Fokusierung folgen konnte ohne weitere Steuerung seinerseits. Damit könnte man entweder dem Objekt bis zum Betreiber folgen oder als Kamikaze dieses zu rammen indem das "nachfolge" Programm auf "Kontakt" programmiert wird. Eigeintlich kein Ding und für ca. 2.000 Euro nicht mal sehr teuer zumal bei erfolgreicher Ermittlung einfach 5 dieser Dinger auf die Strafe obendrauf. Und ja, Eltern haften für ihre Kinder.

Die Verfolgung funktioniert auf Basis optischer Erkennung und unter der Voraussetzung nicht allzu hektischer Bewegungen, die das Objekt aus dem Kamerabereich führen könnten. Die optische Erkennung unterhalb des Horizonts ist fehleranfällig, und professionelle/militärische Schaddrohnen können ruckartige Ausweich- bzw. Ablenkungsmanöver mit grosser Beschleunigung fliegen. Das macht eine Nachsteuerung nicht unmöglich, aber teurer. Und damit kommt die Verfolgungsdrohne höchstens in Schuss- bzw. Zerstörungsweite, wobei die erzielbare Relativgeschwindigkeit noch gar nicht angesprochen ist. Ist eben dasselbe Problem wie bei der Entwicklung der Fliegerei im WK II.


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