Angriff auf Collins Aerospace
Älter als 7 Tage

BER rechnet mit weiteren Verzögerungen

Flughafen BER
Flughafen BER, © FBB

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BERLIN - Der Hauptstadtflughafen BER wird voraussichtlich noch mehrere Tage an den Folgen eines Cyberangriffs auf ein IT-System arbeiten müssen.

Das "eigentliche Kernproblem" werde noch Tage andauern, sagte ein Sprecher des Flughafens. Auch am Wochenende seien daher Verspätungen und vereinzelte Ausfälle möglich. Wann das Problem behoben sei, könne er aktuell nicht sagen.

Das lahmgelegte System für die Passagier- und Gepäckabfertigung funktioniert aktuell noch nicht. Für den Freitag wurden bereits drei Ankünfte und drei Abflüge abgesagt, wie der Sprecher sagte. Im Laufe des Tages könnten noch weitere Flüge dazukommen.

Inzwischen stabilisiere sich die Lage allerdings, weil sich eine gewisse Routine bei den Beschäftigten eingespielt habe, so der Sprecher. Die Airlines und die Unternehmen für die Bodenabfertigung bringen nach seinen Angaben nach und nach mehr Personal und zum Teil auch eigene Systeme und eigene Laptops an den Start, um die Situation zu verbessern.

IT-Dienstleister mit zwölf Leuten vor Ort

Inzwischen sind 12 Mitarbeiter des vom Cyberangriff betroffenen IT-Dienstleisters Collins Aerospace am Flughafen Berlin-Brandenburg. Vor Ort versuchten sie etwa, infizierte Rechner neu aufzusetzen. Sie seien mit Hochdruck dabei, das System wieder zum Laufen zu bringen, betonte der Sprecher.

Der IT-Dienstleister Collins Aerospace war am Freitagabend Opfer eines Cyberangriffs geworden. Der Hackerangriff legte elektronische Systeme lahm, die für die Passagier- und Gepäckabfertigung genutzt werden. Betroffen waren neben Berlin insbesondere die Flughäfen in Brüssel, Dublin und London (Heathrow).

Verdächtiger gegen Auflagen wieder frei

Die anderen großen deutschen Flughäfen waren nicht betroffen. Die britischen Behörden haben in dem Zusammenhang einen Verdächtigen festgenommen. Der Mann wurde unter Auflagen wieder freigelassen.
© dpa-AFX | 26.09.2025 09:17

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Beitrag vom 26.09.2025 - 11:46 Uhr
Unfassbar, dass so etwas heute noch passiert. Seit 6 Tagen versucht BER also ein Problem in den Griff zu bekommen, das FMO durch schnelles Reagieren und das Umschalten auf eigene Server erfolgreich und schnell verhindert hat. Was machen denn die Firewalls bei so einem Ereignis? Und wer hat sich um die IT-Sicherheit in einem für die Infrastruktur wichtigen Betrieb überhaupt Gedanken gemacht? Und wenn, welche? Und sind die anderen betroffenen Großflughäfen auch noch nicht weiter?

Dieser Beitrag wurde am 26.09.2025 11:46 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 26.09.2025 - 09:36 Uhr
"Vor Ort versuchten sie etwa, infizierte Rechner neu aufzusetzen."

Hatte man nicht verkündet die Rechner/ das System rechtzeitig vom 'Netz getrennt' zu haben?



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