"We are Aviation"
Älter als 7 Tage

Schulterschluss von Cockpit, Ufo und Agil

Lufthansa Flugbegleiterin
Lufthansa Flugbegleiterin, © Lufthansa

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FRANKFURT - Drei Gewerkschaften im Luftverkehr wollen künftig enger kooperieren. Die neue Allianz "We are Aviation" will sich unter anderem für bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten starkmachen.

Die drei Fachgewerkschaften im Luftverkehr wollen ihre Zusammenarbeit ausbauen. Dafür schließen sich die für das Bodenpersonal zuständige Arbeitnehmergewerkschaft im Luftverkehr (Agil) sowie die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (Ufo) für das Kabinenpersonal und die Vereinigung Cockpit (VC) für das Cockpitpersonal zu einer Allianz mit dem gemeinsamen Namen "We are Aviation" zusammen.

Ziel sei eine enge Kooperation, "um eine starke gemeinsame Stimme" zu entwickeln mit Blick auf zentrale Themen, die alle Beschäftigtengruppen beträfen, teilten die Gewerkschaften mit.

Ohne uns hebt kein Flieger ab. Es braucht alle drei Gruppen - Cockpit, Kabine und Boden -, damit das operative Geschäft einer Airline funktioniert, erklärte Andreas Pinheiro, Präsident der Vereinigung Cockpit. Deshalb sei es so wichtig, dass man enger zusammenrücke und die Kräfte bündele.

Der Ufo-Vorsitzende Joachim Vázquez Bürger ergänzte, angesichts großer Herausforderungen in der Luftfahrt seien Bündnisse heute "wichtiger denn je". Es gehe um zukunftsfähige Entwicklungen in der Branche und gute Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigten.

Nach den Worten von Thorsten Beißner, Vorstandsvorsitzender von Agil, soll die Zusammenarbeit besonders bei branchenweiten Herausforderungen zum Tragen kommen, die nicht auf eine Berufsgruppe beschränkt seien. Als Beispiele nannte er "Tarifflucht und Zersplitterung durch neue Betriebsgesellschaften, Respekt vor Fachgewerkschaften und echte Sozialpartnerschaft, Personalmangel, steigende Belastung und Sicherheitsrisiken sowie die Verteidigung von Branchenstandards".

Die Fachgewerkschaften stehen unter Druck - Verdi habt Ufo und Cockpit bei der Lufthansa-Tochter Discover Airlines bereits verdrängt und beanspruchte zuletzt auch bei der Tarifierung des neuen Zubringers City Airlines das Mandat für sich.

Tarifverhandlungen weiter eigenständig

Eine VC-Sprecherin erklärte auf Anfrage, einen Austausch zu diversen Themen mit Ufo habe es bereits in der Vergangenheit gegeben. Mit der Allianz solle dies nun ausgebaut werden bei Themen, bei denen es eine gemeinsame Betroffenheit und ähnliche Interessen gebe.

Man habe bereits Ziele vor Augen, die jetzt erarbeitet würden. Es geht um eine strategische Zusammenarbeit, nicht um eine Fusion - die drei Fachgewerkschaften behalten auch bei der Tarifarbeit und anderen verbandsspezifischen Themen ihre Eigenständigkeit.
© aero.de, dpa | 26.09.2025 10:56

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Beitrag vom 26.09.2025 - 15:09 Uhr
... Ohne uns hebt kein Flieger ab. Es braucht alle drei Gruppen - Cockpit, Kabine und Boden -, damit das operative Geschäft einer Airline funktioniert, erklärte Andreas Pinheiro, Präsident der Vereinigung Cockpit. Deshalb sei es so wichtig, dass man enger zusammenrücke und die Kräfte bündele...

Na sag ich doch schon lange. Warum ist man denn damals ausgeschert?

Jetzt braucht man (VC) die anderen wieder? Aber natürlich nur als Allianz, bloss nicht alle in einen Topf werfen. Könnte ja sein, dass die eigenen Interessen zu wenig berücksichtigt werden ...>

Wohl eher weniger. Es eher damit etwas zu tun, dass es bei den verschiedenen Gruppen Schnittmengen der Interessen gibt, aber eben auch Unterschiede in der Zielsetzung und Erwartungshaltung der eigenen Klientel. Wenn wir einmal nur die LH betrachten hat man auf der Pilotenseite Leute, die Ihre Karriere bei der LH begonnen haben und in aller Regel bis zum Ausscheiden auch dort bleiben. Insofern liegen die Schwerpunkte bei Verhandlungen und auch die Streikbereitschaft anders, als z.B in der Kabine. Dort gibt es Fluktuation und Spassflieger, ohne das abwertend zu meinen. Man wirbt dort 50 jährige Mütter an, die Teilzeit fliegen, nachdem die Kinder aus dem Haus sind und neben ein wenig Geld, Spass haben wollen. Wenn man die zum Streik wegen Altersversorgung aufruft, winken die müde ab. Bekommen sie spsäter ohnehin nicht von LH. Die, die während des Studiums bei LH als FB fliegen, interessiert es auch nicht, da sie später eh etwas anderes machen. Dann kommen noch die, die von vorn herein nur ein paar Jahre fliegen wollen. Geht es um mehr Geld jetzt, sind sie alle dabei. Geht es um Arbeitsbedingungen, kommen vielleicht die Teilzeitflieger und finden alles überhaupt nicht sooo schlimm, da sie das ja nur zweimal im Monat machen müssen. Die in Vollzeit kotzen im Strahl, da sie einen vollen Plan/12 Monate im Jahr haben. Zudem vertritt die VC nicht nur die LH Classic.
Insofern kann das heute Sinn machen. Damals da gab es noch nicht so viele Töchter. Wenn LH allerdings anfängt, diese gegeneinander auszuspielen, müssen sich halt auch Gewerkschaften neue Konzepte der Gegenwehr überlegen. Und wer hat eigentlich gesagt, dass ein Flugbetrieb ohne Boden und Technik geht?
Beitrag vom 26.09.2025 - 13:30 Uhr
... Ohne uns hebt kein Flieger ab. Es braucht alle drei Gruppen - Cockpit, Kabine und Boden -, damit das operative Geschäft einer Airline funktioniert, erklärte Andreas Pinheiro, Präsident der Vereinigung Cockpit. Deshalb sei es so wichtig, dass man enger zusammenrücke und die Kräfte bündele...

Na sag ich doch schon lange. Warum ist man denn damals ausgeschert?

Jetzt braucht man (VC) die anderen wieder? Aber natürlich nur als Allianz, bloss nicht alle in einen Topf werfen. Könnte ja sein, dass die eigenen Interessen zu wenig berücksichtigt werden ...
Beitrag vom 26.09.2025 - 12:07 Uhr
sah die VC ihre Felle wegschwimmen oder woher die Einsicht, dass es auch noch andere braucht, um ein Flugzeug in die Luft zu bekommen?


Ist das nicht eher die logische Folge einer immer mehr ausartenden "Teile-und-Herrsche"-Politik von Seiten der Arbeitgeber?


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