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Schwarz-Rot will Luftverkehrssteuer senken

Airlines am BER
Airlines am BER, © FBB, Günter Wicker

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BERLIN - Die schwarz-rote Koalition will zum 1. Juli 2026 die Ticketsteuer im Luftverkehr senken. Das teilte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nach dem Koalitionsausschuss mit.

Er sprach von einer Größenordnung von etwa 350 Millionen Euro zugunsten der Luftverkehrsindustrie in Deutschland. Wenn es damit Steuerausfälle geben sollte, würden diese in Verkehrsetat verbucht.

Im Mai 2024 wurde die Luftverkehrsteuer deutlich erhöht. Das verteuert potenziell Passagierflüge von deutschen Flughäfen. Im Koalitionsvertrag hatten CDU, CSU und SPD angekündigt, die Erhöhung zurückzunehmen. Dies ist bisher unter Hinweis auf knappe Kassen aber nicht passiert.

Die Steuer für Starts von deutschen Flughäfen war 2011 von der damaligen schwarz-gelben Bundesregierung zur Etatsanierung eingeführt worden. Im Inland und auf Kurzstrecken sind pro Flug 15,53 Euro fällig, für Mittelstrecken 39,34 Euro und für fernere Ziele 70,83 Euro. Zahlen müssen dies die Fluggesellschaften.

Im Oktober hatte der Bundesverband der deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) berichtet, dass der Luftverkehr in Deutschland auch im kommenden Winterflugplan langsamer wächst als im europäischen Ausland. Um Deutschland machten die Airlines wegen immer weiter steigender Steuern und Gebühren einen zunehmend großen Bogen, sagte BDL-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang.

Die staatlichen Standortkosten aus den Gebühren für Flugsicherung und Luftsicherheit sowie aus der Luftverkehrssteuer haben sich seit 2019 mehr als verdoppelt und sind laut BDL die höchsten in Europa. Die international tätigen Airlines stationieren ihre Flugzeuge zunehmend an Standorten mit niedrigeren Einstiegskosten. Gestrichen wurden hierzulande insbesondere innerdeutsche Flüge und Direktverbindungen auch von kleineren und mittleren Flughäfen ins europäische Ausland.
© dpa-AFX | Abb.: FBB, Günter Wicker | 13.11.2025 20:00

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Beitrag vom 14.11.2025 - 13:06 Uhr
Interessant ist ja, was die Personen, Airlines und Flughäfen jetzt mit dieser Entscheidung machen und wie vor allem die Paxe davon profitieren werden. Ich geh mal davon aus, dass der Preis sich nicht nach unten korrigieren wird...

Die Buchungen werden durch die Decke gehen und es wird von jeder Milchkanne innerdeutsch zu jeder anderen Milchkanne geflogen... ;).

Es sei denn:
das Geschenk reicht immer noch nicht aus um 'Deutschland nicht endgültig von der Welt abzuhängen'. (Ich würde wetten das das 'Argument' so oder so ähnlich kommen wird);)
Beitrag vom 14.11.2025 - 11:09 Uhr
Das hätte man auch später kommunizieren können.

Wann man es kommuniziert, ist dem Planeten übrigens reichlich wurscht. Der macht, was die Physik ihm an Rahmenbedingungen vorgibt und wenn der CO2-Gehalt der Atmosphäre steigt, wird's halt wärmer, mit allen unangenehmen Neben- und Rückkopplungseffekten.

Wir haben den Anstieg des CO2-Gehalts der Atmosphäre auch dieses Jahr wieder in neue Rekordhöhen katapultiert. Wenn also irgendjemand glaubt, dass wir hier noch irgendwas reißen, dann ist das leider nur naiv.
Der Homo Sapiens muss erst am eigenen Leib erfahren, dass ein Leben mit 3-4°C mehr für Säugertiere eine "Herausforderung" ist, der die große Masse nicht gewachsen sein wird. Aber dann isses zu spät, doch letztlich auch nicht schade drum. Wir hatten unsere Chance.

Die Luftfahrt ist zwar nominell nur ein relativ kleines Rädchen im Getriebe, aber auf den Urlaubsflug zu verzichten, wäre für praktisch jeden Menschen auf dieser Welt unverzüglich möglich. Muss man halt wollen.
Beitrag vom 14.11.2025 - 10:13 Uhr
Interessant ist ja, was die Personen, Airlines und Flughäfen jetzt mit dieser Entscheidung machen und wie vor allem die Paxe davon profitieren werden. Ich geh mal davon aus, dass der Preis sich nicht nach unten korrigieren wird...


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