FRANKFURT - Die Ticketsteuer bringt dem Bund pro Jahr rund zwei Milliarden Euro ein. Für zuvor angekündigte Entlastungen findet die Regierungskoalition im Haushalt keine Spielräume. Condor-Chef Peter Gerber sieht Fluggesellschaften in Deutschland nicht nur über die Luftverkehrsabgabe "übermäßig" belastet.
2,05 Milliarden Euro 2025, 2,07 Milliarden Euro 2026 - jüngste Aufkommensprognosen zur Ticketsteuer lassen erahnen, dass der Luftverkehr in Deutschland auch im nächsten Jahr gegen den europäischen Wachstumstrend bestenfalls stagnieren wird.
"Die Kostenbelastung für Airlines ist in Deutschland im europaweiten Vergleich übermäßig hoch", erinnerte Condor-Chef Peter Gerber die Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD nun gegenüber der "Bild"-Zeitung an ein konkretes Entlastungsversprechen aus dem Koalitionsvertrag.
Die Ampel hatte die umgangssprachlich "Ticketsteuer" genannte Abgabe im Mai 2024 deutlich angezogen, die Regierung Merz wollte zumindest diese Erhöhung rückgängig machen. Vorerst gebe es für die Rückkehr zu alten Sätzen im Haushalt aber
"keine Spielräume", ruderten Haushälter Ende Juli zurück.
Die Ticketsteuer ist für den Staat eine verlässliche Finanzquelle: 2023 hatte der Bund 1,6 Milliarden Euro eingenommen, 2024 sorgten 81,5 Millionen von der Abgabe betroffene Fluggäste für rund 1,9 Milliarden Euro Steueraufkommen.
"Mindestens um die letzte Erhöhung""Die Kombination aus Luftverkehrsteuer, Luftsicherheits- und Flugsicherungsgebühren hat sich seit 2019 mehr als verdoppelt", wies Gerber auf weitere Belastungen hin. "Allein die Flugsicherungsgebühren für An- und Abflüge sind in den letzten Jahren um 40 Prozent gestiegen."
Die Ticketsteuer müsse "mindestens um die letzte Erhöhung" nach unten korrigiert werden. Der Manager kritisierte in dem Interview erneut seinen Arbeitgeber vor Condor. "Faktisch nutzt die Lufthansa ihre marktbeherrschende Stellung aktuell aus, um den Wettbewerb im Luftverkehr zu behindern", sagte Gerber der "Bild".
© aero.de | Abb.: Condor, Airbus | 02.09.2025 06:43
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Beitrag vom 03.09.2025 - 09:36 Uhr
Sehr witzig, den „ausufernden Ferienflugverkehr“ durch andere Verkehrsträger oder durch Videokonferenzen (!) ersetzen zu wollen … Da kann man sich den Rest Ihres Kommentars dann schon gleich sparen.
Herzlich Willkommen zu Beitrag 6 hier im Forum. Gibt es von Ihnen auch inhaltlich etwas beizutragen?
Ja klar, Sie müssten nur genauer suchen bzw. schauen …
Beitrag vom 02.09.2025 - 19:33 Uhr
Sehr witzig, den „ausufernden Ferienflugverkehr“ durch andere Verkehrsträger oder durch Videokonferenzen (!) ersetzen zu wollen … Da kann man sich den Rest Ihres Kommentars dann schon gleich sparen.
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Beitrag vom 02.09.2025 - 18:25 Uhr
"Die Kostenbelastung für Airlines ist in Deutschland im europaweiten Vergleich übermäßig hoch"
Dafür sind die Energiesteuern für Airlines in Deutschland im Vergleich mit anderen Verkehrsträgern konkurrenzlos niedrig. Null Prozent Steuern auf Kerosin.
GGü Kerosin der GA spart so jeder Liter kommerziell verflogenes Kerosin den Airlines ca. 1,50€ Steuern und Abgaben.
Zudem tut Herr Gerber (wie alle Airlines und Verbände in Deutschland) bei öffentlicher Kommunikation immer so, als sei die deutsche Ticketsteuer ein europäischer Einzelfall. Ist sie aber gar nicht.
https://de.wikipedia.org/wiki/Luftverkehrabgabe#Andere_EU-L%C3%A4nder
Kerosin ist in der gesamten EU steuerfrei, auch dieser Vergleich hinkt m.E., wie der von JordanPensionär.
Ein Vergleich der Kosten gehört m.E. weiterhin innerhalb der Branche gemacht und da bleibe ich bei meiner Argumentation weiter oben, egal welche Äpfel mir für Birnen verkauft werden möchten.
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Ja klar, Sie müssten nur genauer suchen bzw. schauen …
Sehr witzig, den „ausufernden Ferienflugverkehr“ durch andere Verkehrsträger oder durch Videokonferenzen (!) ersetzen zu wollen … Da kann man sich den Rest Ihres Kommentars dann schon gleich sparen.
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Dafür sind die Energiesteuern für Airlines in Deutschland im Vergleich mit anderen Verkehrsträgern konkurrenzlos niedrig. Null Prozent Steuern auf Kerosin.
GGü Kerosin der GA spart so jeder Liter kommerziell verflogenes Kerosin den Airlines ca. 1,50€ Steuern und Abgaben.
Zudem tut Herr Gerber (wie alle Airlines und Verbände in Deutschland) bei öffentlicher Kommunikation immer so, als sei die deutsche Ticketsteuer ein europäischer Einzelfall. Ist sie aber gar nicht.
Kerosin ist in der gesamten EU steuerfrei, auch dieser Vergleich hinkt m.E., wie der von JordanPensionär.
Ein Vergleich der Kosten gehört m.E. weiterhin innerhalb der Branche gemacht und da bleibe ich bei meiner Argumentation weiter oben, egal welche Äpfel mir für Birnen verkauft werden möchten.