Leipzig/Halle und Dresden
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Sachsens Flughäfen mit Rekordverlust
DRESDEN - Sachsens Flughäfen haben im vergangenen Jahr den höchsten Verlust in ihrer Geschichte verzeichnet.
Wie die gemeinsame Dachgesellschaft der beiden Flughäfen Leipzig und Dresden, die Mitteldeutsche Flughafen AG (MFAG), der Deutschen Presse-Agentur bestätigte, habe das Unternehmen insgesamt 53,5 Millionen Verlust gemacht. Zuvor hatten die "Leipziger Volkszeitung" (LVZ) und die "Sächsische Zeitung" (SZ) berichtet.
Demnach sind auch die Umsatzerlöse um 2,9 Prozent auf 186,2 Millionen Euro gesunken. Das Konzernergebnis vor Steuern und Zinsen lag bei Minus 39,3 Millionen Euro.
Das vergangene Jahr sei "stark von notwendigen Aufwendungen für die Restrukturierung geprägt" gewesen, sagte Vorstandschef Götz Ahmelmann der LVZ und der SZ. Der Verlust sei so kalkuliert gewesen und "nicht Ausdruck eines Kontrollverlustes". Der begonnene Sanierungskurs verursache Zusatzkosten für Gutachten, Beratungen und erste Umsetzungsschritte.
Zur Mitteldeutschen Flughafen AG gehören die Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden. Haupteigentümer sind die beiden Länder Sachsen und Sachsen-Anhalt. Seit Jahren steht die MFAG unter Druck. Eine akute Finanzkrise konnte im vergangenen Jahr nur knapp abgewendet werden - durch neue Bankkredite und Zuschüsse der Gesellschafter.
Eine Finanzierungslücke von 145 Millionen Euro wurde geschlossen. Damit wurde der Betrieb zumindest bis Ende 2026 gesichert. Doch Sachsen-Anhalt will spätestens ab 2027 nicht mehr für den defizitären Dresdner Flughafen zahlen.
© dpa-AFX | 27.11.2025 06:47
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Beitrag vom 28.11.2025 - 12:45 Uhr
Wen gut ein Drittel eine fremdenfeindliche Partei wählen, darf sich der Rest nicht wundern, wenn dort niemand hinfliegen möchte.
Interessante These!
Gilt die auch für alle Airports/ Bundesländer in Deutschland?
Hessen (FRA) >18%, Bayern (MUC) >19%.
Aber was ist mit den anderen defizitären kleinen Flughäfen in BuLä, wo die AfD (die Sie ja wohl meinen) nur geringe Anteile hatte, z.B. Bremen
So sorry, aber diese These ist unrichtig.
2 Airports sind schlicht und einfach zu viel, mangels Potenzial, für ein kleines Bundesland wie Sachsen.
Was im übrigen so auch auf ganz DE zu trifft: viel zu viele Airports für ein flächenmässig kleines Land. Das Defizitproblem hat ja nicht nur LEJ/DRE.
Ich glaube aber auch dieser Rückschluss ist falsch. Man kann von der größe des Landes nicht per se auf das Potenzial für einen Flughafen schließen.
Deutschland ist beispielsweise kleiner als Norwegen, hat aber knapp 15 Mal so viele Einwohner. Wer hat da tendenziell das größere Potenzial? Auf der anderen Seite hat Norwegen insgesamt eine andere Infrastruktur als Deutschland, weil die geographischen Gegebenheiten und die EInwohnerdichte eine ganz andere sind.
Ich hatte die Einwohnerzahl ganz bewusst 'aussen vor gelassen'.
Aber wer hat da wirklich das größere Potenzial?
Natürlich hat Deutschland mit >80 Mio. Einwohnern PAX- Potenzial.
Trotzdem sind eben doch sehr viele Airports defizitär. Und haben auch kaum Aussicht es je zu einer, wenigstens, schwarzen Null zu schaffen. Darauf wollte ich hinaus.
Daher: "So sorry, aber diese These ist unrichtig."
Das bezog sich auf die These, 'wegen den vielen AfD Wählern sind die Airports unrentabel, weil niemand da hin will'.
Die Touristenzahlen für Sachsen sagen im Übrigen etwas anderes... .
Was sagen die denn?
Alles noch unter 2019 Level, 2023/24 gleichhoch, aber 2024 hat vom Sondereffekt der EM profitiert. Für erste Hälfte 2025 wird ein Rückgang von 2,6% gemeldet, trotz Kultuhauptstadt Chemnitz.
Zumindest das die These, da will keiner wegen AfD und Konsorten' mehr hin, so nicht stimmt, da doch relativ stabil.
Ganz anderes dagegen die PAX- Zahlen für LEJ und DRE:
https://www.airportzentrale.de/flughafen-dresden-und-flughafen-leipzig-halle-passagierzahlen-im-jahr-2024-unterschiedlich/86781/
LEJ: dickes Plus, DRE: dickes Minus.
Was die Lösung dafür meiner Meinung nach sein könnte, hatte ich bereits beschrieben.
Quelle: Tourismus/Statistik Sachsen
Beitrag vom 28.11.2025 - 11:26 Uhr
Wen gut ein Drittel eine fremdenfeindliche Partei wählen, darf sich der Rest nicht wundern, wenn dort niemand hinfliegen möchte.
Interessante These!
Gilt die auch für alle Airports/ Bundesländer in Deutschland?
Hessen (FRA) >18%, Bayern (MUC) >19%.
Aber was ist mit den anderen defizitären kleinen Flughäfen in BuLä, wo die AfD (die Sie ja wohl meinen) nur geringe Anteile hatte, z.B. Bremen
So sorry, aber diese These ist unrichtig.
2 Airports sind schlicht und einfach zu viel, mangels Potenzial, für ein kleines Bundesland wie Sachsen.
Was im übrigen so auch auf ganz DE zu trifft: viel zu viele Airports für ein flächenmässig kleines Land. Das Defizitproblem hat ja nicht nur LEJ/DRE.
Ich glaube aber auch dieser Rückschluss ist falsch. Man kann von der größe des Landes nicht per se auf das Potenzial für einen Flughafen schließen.
Deutschland ist beispielsweise kleiner als Norwegen, hat aber knapp 15 Mal so viele Einwohner. Wer hat da tendenziell das größere Potenzial? Auf der anderen Seite hat Norwegen insgesamt eine andere Infrastruktur als Deutschland, weil die geographischen Gegebenheiten und die EInwohnerdichte eine ganz andere sind.
Ich hatte die Einwohnerzahl ganz bewusst 'aussen vor gelassen'.
Aber wer hat da wirklich das größere Potenzial?
Natürlich hat Deutschland mit >80 Mio. Einwohnern PAX- Potenzial.
Trotzdem sind eben doch sehr viele Airports defizitär. Und haben auch kaum Aussicht es je zu einer, wenigstens, schwarzen Null zu schaffen. Darauf wollte ich hinaus.
Daher: "So sorry, aber diese These ist unrichtig."
Das bezog sich auf die These, 'wegen den vielen AfD Wählern sind die Airports unrentabel, weil niemand da hin will'.
Die Touristenzahlen für Sachsen sagen im Übrigen etwas anderes... .
Was sagen die denn?
Alles noch unter 2019 Level, 2023/24 gleichhoch, aber 2024 hat vom Sondereffekt der EM profitiert. Für erste Hälfte 2025 wird ein Rückgang von 2,6% gemeldet, trotz Kultuhauptstadt Chemnitz.
Quelle: Tourismus/Statistik Sachsen
Beitrag vom 28.11.2025 - 10:25 Uhr
Oh, aus welchem Lehrbuch für Planwirtschaft stammen denn diese Ideen?
"M.E. Praxisnäher wäre ein PAX-Flughafen, an dem sich die großen Unternehmen hier angemessen beteiligen und so dessen Betrieb mit absichern.
Würde man beispielsweise das Defizit des Flughafens auf die 5 ganz großen Unternehmen im Dresdener Norden (EFW, die o.g. drei Halbleiter-Riesen und Bosch) aufteilen, wäre das für alle aus der Portokasse bezahlbar und DRS auf lange Zeit gerettet. Eventuell hätte der Flughafen dann sogar wieder Zukunftspotential, weil die Unternehmen dann als direkte Finanziers natürlich auch direkteren Einfluss auf Entscheidungen der Geschäftsführung der Mitteldeutschen Flughafen AG hätten."
Aber warum eigentlich nicht; fragen Sie (nur so zum Spass) doch mal die genannten Unternehmen, ob die den Flughafen vielleicht komplett kaufen wollen... oder in welcher (Portokosten)Höhe sie sich an der "Aufteilung des Defizits" beteiligen wollen. Wobei, das müsste man ja nur abgucken: Wieviel zahlen denn BMW an MUC, Daimler an STR, Tesla an BER oder Ford an CGN? Hmmm... Aber man ist ja auch so schon auf einem guten Weg: "Darüber redet man aktuell im politischen Sachsen recht viel, weil auch medialer Druck aufgebaut wird. Es gibt auch viele Ideen und regelmäßige Treffen mit allen Beteiligten." Falls bei diesen Treffen allerdings nix konkret herauskommen sollte, könnte man ja eine "Staatliche Plankommission" gründen... halt, gab es sowas nicht schonmal? Grüsse nach Sachsen...
Dieser Beitrag wurde am 28.11.2025 10:53 Uhr bearbeitet.
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Interessante These!
Gilt die auch für alle Airports/ Bundesländer in Deutschland?
Hessen (FRA) >18%, Bayern (MUC) >19%.
Aber was ist mit den anderen defizitären kleinen Flughäfen in BuLä, wo die AfD (die Sie ja wohl meinen) nur geringe Anteile hatte, z.B. Bremen
So sorry, aber diese These ist unrichtig.
2 Airports sind schlicht und einfach zu viel, mangels Potenzial, für ein kleines Bundesland wie Sachsen.
Was im übrigen so auch auf ganz DE zu trifft: viel zu viele Airports für ein flächenmässig kleines Land. Das Defizitproblem hat ja nicht nur LEJ/DRE.
Ich glaube aber auch dieser Rückschluss ist falsch. Man kann von der größe des Landes nicht per se auf das Potenzial für einen Flughafen schließen.
Deutschland ist beispielsweise kleiner als Norwegen, hat aber knapp 15 Mal so viele Einwohner. Wer hat da tendenziell das größere Potenzial? Auf der anderen Seite hat Norwegen insgesamt eine andere Infrastruktur als Deutschland, weil die geographischen Gegebenheiten und die EInwohnerdichte eine ganz andere sind.
Ich hatte die Einwohnerzahl ganz bewusst 'aussen vor gelassen'.
Aber wer hat da wirklich das größere Potenzial?
Natürlich hat Deutschland mit >80 Mio. Einwohnern PAX- Potenzial.
Trotzdem sind eben doch sehr viele Airports defizitär. Und haben auch kaum Aussicht es je zu einer, wenigstens, schwarzen Null zu schaffen. Darauf wollte ich hinaus.
Daher: "So sorry, aber diese These ist unrichtig."
Das bezog sich auf die These, 'wegen den vielen AfD Wählern sind die Airports unrentabel, weil niemand da hin will'.
Die Touristenzahlen für Sachsen sagen im Übrigen etwas anderes... .
Was sagen die denn?
Alles noch unter 2019 Level, 2023/24 gleichhoch, aber 2024 hat vom Sondereffekt der EM profitiert. Für erste Hälfte 2025 wird ein Rückgang von 2,6% gemeldet, trotz Kultuhauptstadt Chemnitz.
Zumindest das die These, da will keiner wegen AfD und Konsorten' mehr hin, so nicht stimmt, da doch relativ stabil.
Ganz anderes dagegen die PAX- Zahlen für LEJ und DRE:
LEJ: dickes Plus, DRE: dickes Minus.
Was die Lösung dafür meiner Meinung nach sein könnte, hatte ich bereits beschrieben.
Quelle: Tourismus/Statistik Sachsen
Interessante These!
Gilt die auch für alle Airports/ Bundesländer in Deutschland?
Hessen (FRA) >18%, Bayern (MUC) >19%.
Aber was ist mit den anderen defizitären kleinen Flughäfen in BuLä, wo die AfD (die Sie ja wohl meinen) nur geringe Anteile hatte, z.B. Bremen
So sorry, aber diese These ist unrichtig.
2 Airports sind schlicht und einfach zu viel, mangels Potenzial, für ein kleines Bundesland wie Sachsen.
Was im übrigen so auch auf ganz DE zu trifft: viel zu viele Airports für ein flächenmässig kleines Land. Das Defizitproblem hat ja nicht nur LEJ/DRE.
Ich glaube aber auch dieser Rückschluss ist falsch. Man kann von der größe des Landes nicht per se auf das Potenzial für einen Flughafen schließen.
Deutschland ist beispielsweise kleiner als Norwegen, hat aber knapp 15 Mal so viele Einwohner. Wer hat da tendenziell das größere Potenzial? Auf der anderen Seite hat Norwegen insgesamt eine andere Infrastruktur als Deutschland, weil die geographischen Gegebenheiten und die EInwohnerdichte eine ganz andere sind.
Ich hatte die Einwohnerzahl ganz bewusst 'aussen vor gelassen'.
Aber wer hat da wirklich das größere Potenzial?
Natürlich hat Deutschland mit >80 Mio. Einwohnern PAX- Potenzial.
Trotzdem sind eben doch sehr viele Airports defizitär. Und haben auch kaum Aussicht es je zu einer, wenigstens, schwarzen Null zu schaffen. Darauf wollte ich hinaus.
Daher: "So sorry, aber diese These ist unrichtig."
Das bezog sich auf die These, 'wegen den vielen AfD Wählern sind die Airports unrentabel, weil niemand da hin will'.
Die Touristenzahlen für Sachsen sagen im Übrigen etwas anderes... .
Was sagen die denn?
Alles noch unter 2019 Level, 2023/24 gleichhoch, aber 2024 hat vom Sondereffekt der EM profitiert. Für erste Hälfte 2025 wird ein Rückgang von 2,6% gemeldet, trotz Kultuhauptstadt Chemnitz.
Quelle: Tourismus/Statistik Sachsen
"M.E. Praxisnäher wäre ein PAX-Flughafen, an dem sich die großen Unternehmen hier angemessen beteiligen und so dessen Betrieb mit absichern.
Würde man beispielsweise das Defizit des Flughafens auf die 5 ganz großen Unternehmen im Dresdener Norden (EFW, die o.g. drei Halbleiter-Riesen und Bosch) aufteilen, wäre das für alle aus der Portokasse bezahlbar und DRS auf lange Zeit gerettet. Eventuell hätte der Flughafen dann sogar wieder Zukunftspotential, weil die Unternehmen dann als direkte Finanziers natürlich auch direkteren Einfluss auf Entscheidungen der Geschäftsführung der Mitteldeutschen Flughafen AG hätten."
Aber warum eigentlich nicht; fragen Sie (nur so zum Spass) doch mal die genannten Unternehmen, ob die den Flughafen vielleicht komplett kaufen wollen... oder in welcher (Portokosten)Höhe sie sich an der "Aufteilung des Defizits" beteiligen wollen. Wobei, das müsste man ja nur abgucken: Wieviel zahlen denn BMW an MUC, Daimler an STR, Tesla an BER oder Ford an CGN? Hmmm... Aber man ist ja auch so schon auf einem guten Weg: "Darüber redet man aktuell im politischen Sachsen recht viel, weil auch medialer Druck aufgebaut wird. Es gibt auch viele Ideen und regelmäßige Treffen mit allen Beteiligten." Falls bei diesen Treffen allerdings nix konkret herauskommen sollte, könnte man ja eine "Staatliche Plankommission" gründen... halt, gab es sowas nicht schonmal? Grüsse nach Sachsen...
Dieser Beitrag wurde am 28.11.2025 10:53 Uhr bearbeitet.