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FCAS ist vor allem ein Projekt von Deutschland und Frankreich, aber auch Spanien ist beteiligt. Es gibt aber seit Monaten massiven Ärger, vor allem weil das französische Unternehmen Dassault eine stärkere Rolle beansprucht, als es die Partner vertragen können. Frankreich hegt Dassault bisher nicht ein.
Ein Scheitern von FCAS würde nicht nur den deutsch-französischen Beziehungen massiv schaden, sondern auch der Idee, bei der Verteidigung des europäischen NATO-Gebiets stärker an einem Strang zu ziehen.
Die Bundesregierung will zu FCAS Klarheit bis Jahresende. Wie "Reuters" unter Berufung auf Kreise meldet, brachte eine Dreierrunde der Verteidigungsminister Frankreichs, Deutschlands und Spaniens vergangene Woche aber keinen Durchbruch - im Gegenteil. Eine FCAS-Realisierung sei aktuell "sehr unwahrscheinlich", sagte ein Insider der Nachrichtenagentur.
Nach Medieninformationen wurde auf politischer Ebene zuletzt auch über einen Plan B, einen kleinen gemeinsamen Nenner diskutiert: FCAS könnte aus jetztiger Form in eine standardisierte "Combat Cloud" - das digitale Nervenzentrum hinter FCAS - und die dafür notwendige Software und Sensorik eingedampft werden.
Entlang dieser Kompromisslinie wäre ein Standard gesetzt, auf dem die deutsche und französische Industrie - in jeweils getrennten Projekten und Allianzen - FCAS-kompatible Kampfflugzeuge entwickeln kann.
© aero.de, dpa | Abb.: Airbus | 18.12.2025 16:16







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