Flughafen Frankfurt
Gestern, 10:48 Uhr

Starker Schneefall: Starts fast bis Mitternacht

Enteisung einer Lufthansa-Maschine
Enteisung einer Lufthansa-Maschine, © Lufthansa

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FRANKFURT - Wegen des Winterwetters mussten am Frankfurter Flughafen viele Flieger enteist werden - was zu Verzögerungen führte. 23 Flugzeuge starteten und landeten in der Folge teils weit nach Beginn des Nachtflugverbots. Die letzte Maschine ging erst kurz vor Mitternacht raus.

Wegen des starken Schneefalls gab es am Montagabend Verzögerungen im Flugbetrieb und länger Fluglärm im Rhein-Main-Gebiet als eigentlich erlaubt.

Es seien 22 Starts nach 23 Uhr genehmigt worden, teilt das hessische Wirtschafts- und Verkehrsministerium mit. Der letzte Flieger startete demnach um 23.49 Uhr - nach Oslo.

Zudem gab es eine verspätete Landung um 23.23 Uhr nach mehreren Warteschleifen. Zwei anfliegende Maschinen wichen nach Stuttgart aus, wie es weiter hieß.

Wegen des Schneefalls seien umfangreiche Enteisungen an den Flugzeugen erforderlich gewesen, weshalb es zu den Verzögerungen gekommen sei.

Am Frankfurter Flughafen gelten zwischen 23.00 und 5.00 Uhr Nachtflugbeschränkungen. Verspätete Maschinen dürfen bis Mitternacht landen, wenn etwa schlechtes Wetter der Grund ist. Verspätete Starts sind ebenfalls bis Mitternacht möglich, dafür ist eine gesonderte Genehmigung erforderlich.
© dpa | Abb.: Fraport, Lufthansa | 06.01.2026 10:48

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Beitrag vom 07.01.2026 - 12:11 Uhr
Wo bleibt hier der Faktor Mensch und Vernuft? Aber scheinbar passt das in unserem ach so tollen Rechtsstaat nicht mehr zusammen!
Seit wann passen die Faktoren Mensch und Vernunft zusammen? Das wäre eine schöne Vorstellung...dann bräuchte es deutlich weniger Verordnungen, Gesetze, Vorschriften etc.


Dieser Beitrag wurde am 07.01.2026 12:12 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 07.01.2026 - 11:42 Uhr
@Lexa77,
weshalb hat Ryanair die Enteisung nicht in der Flugplanung vorgesehen?
Natürlich kann man sich fragen, ob der Flieger hätte starten dürfen.
Aber klare Regelungen machern manches vieles einfacher! Anderenfalls bekommt man einen Wust von Ausnahmen und beklagt dann die ausufernde Bürokratie oder ggf. die Willkür der Lotsen.
Beitrag vom 07.01.2026 - 03:22 Uhr
Warum bitte geht das nicht am BER? Weil es Berlin ist?

Nein. Weil die juristische Genehmigung des Flugbetriebs am BER eine andere ist als am FRA. Jeder Flughafen arbeitet auf der Grundlage seiner eigenen Betriebserlaubnis, die in der Regel nach langjährigen Gerichtsverfahren lokal sehr unterschiedlich aussieht. Es gibt in Deutschland internationale Flughäfen wie CGN oder HAJ, die ganz regulär einen 24-Stunden-Betrieb haben, auch außerhalb von außergewöhnlichen Wetterlagen wie diesen, und wir haben den BER als Gegenbeispiel, wo Anwohner und Bürgerinitiativen in einem insgesamt 12 Jahre langen Gerichtsverfahren durch insgesamt 7 Gerichtsinstanzen im schließlich rechtskräftig gewordenen Urteil sehr restriktive Lärmschutzauflagen als Grundlage der Betriebserlaubnis durchgesetzt haben.

Deshalb ist am BER unmöglich was am FRA möglich ist und am CGN möglich was am FRA unmöglich und am BER undenkbar ist.

Danke, aber EXTREMWetter sollte doch immer eine AUSNAHME bleiben!
Letzte Woche musste ein Ryanair wg Enteisung zurück, weil sie 2-3 min über die Frist waren. Das ist doch krank!!
Wo bleibt hier der Faktor Mensch und Vernuft? Aber scheinbar passt das in unserem ach so tollen Rechtsstaat nicht mehr zusammen!


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