Paris und Amsterdam
Gestern, 14:07 Uhr

Drehkreuze von Air France-KLM kämpfen mit dem Winter

China Eastern Airlines in Schiphol
China Eastern Airlines in Schiphol, © AMS

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AMSTERDAM - Väterchen Frost hat Amsterdam-Schiphol fest im Griff. Eis und starke Schneefälle verursachten seit Freitag rund 2.700 Flugausfälle am KLM-Drehkreuz. Passagiere stecken bisweilen stundenlang in Flugzeugen fest. KLM muss Nachschub an Enteisungsmittel organisieren. Das ist die Lage am Mittwoch.

KLM sagt für Mittwoch 600 weitere Flüge in Amsterdam-Schiphol ab. Der Schritt gebe den Passagieren wenigstens "frühzeitig Klarheit", teilte KLM am Dienstag mit. Für Updates zur Verkehrslage hat die Fluggesellschaft auf ihrer Website inzwischen einen Ticker geschaltet.

Ein Wintereinbruch in den Niederlanden sorgt derzeit für erhebliche Ausfälle, seit Freitag sagten Airlines in Amsterdam-Schiphol mehr als 2.700 Flüge ab.

Airbus A380 wartet drei Stunden auf freies Gate

Die Bedingungen stellen abgehende und ankommende Flugzeuge gleichermaßen vor Probleme. Emirates 147, ein Airbus A380 aus Dubai, musste am Montag nach der Landung rund drei Stunden auf ein freies Gate warten. Ein KLM-Flug nach London kehrte nach 2,5 Stunden Taxiing, unterbrochen von Wartezeiten, zum Terminal um.

Ein Nadelöhr ist die Enteisung, die meisten Flugzeuge in Amsterdam befreit KLM mit 25 eigenen Geräten selbst von Eis und Schnee.

Rund 85.000 Liter pro Tag Enteisungsmittel hat die Airline nach eigenen Angaben in den letzten Tagen aufgebraucht, die Reserven gingen am Dienstag zu Neige - der deutsche Lieferant konnte laut KLM zunächst nicht schnell genug für Nachschub sorgen.

Am Dienstagabend gab die Airline aber zumindest in diesem Punkt Entwarnung. Am späten Abend machten sich Transporter aus Deutschland mit neuem Enteisungsmittel auf den Weg zum Flughafen.

Auch Air France setzt der Winter zu

Für Mittwoch erwartet auch der französische Wetterdienst eine neue Winterfront vom mittleren Westen bis in den Norden des Landes. Verkehrsminister Philippe Tabarot teilte mit, dass es 40 Prozent der Flüge zwischen 9 und 14 Uhr am größten französischen Flughafen Charles de Gaulle geben sollte.

Die Zahl der Flüge am zweiten Pariser Flughafen Orly sollte am Morgen um ein Viertel reduziert werden, so Tabarot. Er rief die Menschen in der Region um Paris zudem dazu auf, ihre für den Morgen geplanten Fahrten zu verschieben.
© aero.de, dpa | Abb.: KLM | 07.01.2026 06:58


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