"Verstärkte Personalgewinnung"
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DFS will 2026 mehr Fluglotsen einstellen

Flughafen Frankfurt
DFS-Tower am Flughafen Frankfurt, © Fraport

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FRANKFURT - Die deutschen Flughäfen fanden 2025 noch nicht zu alter Stärke zurück - das Kontrollaufkommen im deutschen Luftraum kam Vorkrisenwerten hingegen ein gutes Stück näher. Die DFS Deutsche Flugsicherung wappnet sich 2026 mit steigenden Neueinstellungen im Lotsenbereich für weitere Zuwächse.

3,071 Millionen Starts, Landungen und Überflüge - die DFS hat 2025 3,5 mehr Flugbewegungen nach Instrumentenflugregeln durch den deutschen Luftraum gelenkt als im Vorjahhr.

"Mehrfach wurde die Marke von über 10.000 Flügen täglich im deutschen Luftraum überschritten", teilte die Flugsicherung mit. "Spitzentag war der 18. Juli 2025 mit 10.220 Flügen. Ein solches Verkehrsaufkommen gab es zuletzt im Jahr 2019." Das Gesamtkontrollaufkommen entspricht rund 92 Prozent des Vorkrisenwerts.

"Trotz des gestiegenen Verkehrsaufkommens konnten die Verspätungen im Vergleich zum Vorjahr stark gesenkt werden", teilte die DFS mit. Maßnahmen zur Effizienz- und Kapazitätssteigerung zeigten Wirkung. "Um die Arbeit der Fluglotsen produktiver zu gestalten, wurden die Flugsicherungssysteme verbessert und das Management des Luftraums optimiert".

Auch eine "verstärkte Personalgewinnung zur Nachführung von Fluglotsen" wirke sich inzwischen positiv aus. "Im vergangenen Jahr stellte die DFS 140 Nachwuchskräfte ein, für 2026 sind 150 Neueinstellungen geplant", so die DFS. Parallel stockt die DFS im neuen Jahr ihr Platzangebot in der Fluglotsenausbildung auf.

Die durchschnittliche flugsicherungsbedingte Verspätung liege aktuell bei rund 30 Sekunden pro Flug, 2024 waren es noch 50 Sekunden. "2025 war ein Jahr mit erheblichen Verbesserungen für den Luftverkehr", sagte DFS Geschäftsführer Dirk Mahns "Wir sehen eine erneute Steigerung des Verkehrsaufkommens bei hoher Pünktlichkeit nach Corona.”

Behinderungen durch Drohnen

Bis zum 31. Dezember 2025 wurden im deutschen Luftraum 225 Behinderungen durch Drohnen registriert - das sind deutlich mehr als im Jahr 2024 mit 161 Ereignissen. Allerdings werden Drohnen inzwischen auch besser erkannt. 

"Seit 2025 sind Einheiten der Bundespolizei mit Detektionssystemen ausgestattet, sodass der deutliche Anstieg der Meldungen auch auf diese technologische Verbesserung zurückzuführen sein könnte", schränkt die DFS ein.
© aero.de | Abb.: DFS | 08.01.2026 06:33


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